Test: Diesel VEKTR by Monster

Was dabei herauskommt, wenn zwei Branchenriesen aus unterschiedlichen Bereichen aufeinander treffen, sieht man aktuell am Beispiel von Diesel und Monster Cable Products. Mit dem Diesel VEKTR by Monster trifft ausgewöhnliches Design auf lange Erfahrung im Bereich Audio. Das Ergebnis konnten wir für euch testen.

Diesel VEKTR Lieferumfang

diesel vektr test bild 5Dass die Diesel VEKTR Kopfhörer mehr als nur ein Mittel zum Zweck sein sollen, wird schon am Karton deutlich: Auf der Front das Papierschiebers prangt der innewohnende Kopfhöhrer. Bereits hier sehen wir die typischen, markanten Dreiecksformen, die das Polygon-Design des VEKTR prägen. Im Karton selbst ist das eigentliche Highlight nochmal extra in einer Transporttasche eingefasst, die ihre optische Herkunft durch 4 Nieten nicht verleugnen kann. In dieser Tasche hat dann noch das abnehmbare Kopfhörerkabel mit intergierter “Universal Control Talk”-Taste seinen Einzug gefunden. Darüber befinden sich im Karton noch Bedienungsanleitungen, Garantieinformationen und Staubtuch. Dieses hohe Maß an Hingabe und Detailverliebtheit hat aber auch seinen Preis: 249,90 Euro.

Optik und Verarbeitung

Der Kopfhörer kommt in einem komplett schwarzen und sehr markanten Design daher. Die Oberfläche ist dabei komplett aus schwarzem Klavierlack gefertigt. Wobei die Seitenflächen eine besondere Polygon-Struktur besitzen, die so wirkt, als bestände sie aus vielen Dreiecken, die zusammen die komplette Fläche bilden. Besonderes Highlight ist hierbei das Diesel Logo, das seinen Platz auf den beiden Seiten des Kopfhöhres gefunden hat. An der Unterseite des Stirnbügels befindet sich eine gummierte Oberfläche mit dem VEKTR-Schriftzug. Diese wird an ihren Enden jeweils von einer kleinen Metallplatte eingeschlossen, die mit kleinen Schrauben am Bügel befestig sind. Auf ihnen räkeln sich Logos von Diesel und Monster.

Weiterer Blickfang sind die schwarzen Ohrpolster, mit gelber, perforierte Oberfläche der Innenseiten. Die Treiber sind zusätzlich mit Stoff und mit dem Dieselkopf-Logo bedruckt worden. Harmonisch zu dem Polygon Design ist auch das dreieckige Verbindungskabel mit integrierter Fernbedienung. Insgesamt ist der Diesel VEKTR ein echtes Statement und schöner Hingucker, egal ob auf dem Kopf oder dem Schreibtisch liegend. In Sachen Verarbeitung ist der VEKTR über jeden Zweifel erhaben. Egal ob Materialwahl oder Qualität hier stimmt einfach alles. Man hat von der ersten Berührung an das Gefühl, ein absolut hochwertiges Produkt in den Händen zu halten.

Tragekomfort

Auch hier gibt es fast nichts zu meckern und das, obwohl man beim Diesel VEKTR ein recht ungewöhnliches Bild vorfindet. Denn die Ohrmuscheln sind starr am Kopfbügel befestigt und lassen sich für den Transport nach oben einklappen. Dafür sind die Treiber und Auflagefächen für eure Lauscher flexibel gelagert, womit sie sich passgenau und abschliessend über eure Ohren schmiegen. Der Sitz ist dabei sehr stabil und zu keiner Zeit unangenehm, was auch für das Tragen von Brillen unter dem Kopfhöhrer gilt.

Praxis und Klang

Wenn ihr euch den VEKTR das erste Mal auf die Ohren setzt, wird eines gleich sehr deutlich: Die Außenwelt ist dank des guten Noise Cancelings nur noch Nebensache. Die Abschirmung hält zwar nicht alle Nebengeräusche ab, doch schon bei leiser Musik ist eigentlich nichts mehr vom Umfeld zu hören. Solch einen Kopfhöhrer haben wir natürlich ganz genau unter die Lupe genommen.

diesel vektr test bild 7Den Anfang machte dabei das London Philharmonic Orchestra mit den besten Stücke aus der Videospielzunft. Dieser besondere Mix aus einem breitem Spektrum an klassichen Instrumenten und hoher Dynamik ließ schon so einige Kopfhörer aussteigen. Doch der Diesel VEKTR meistert den Soundtrack mit enormer Leichtigkeit. Besonders die gebotene  Räumlichkeit in Verbindung mit der hohen Dynamik, machen Abschnitte, in denen das gesamte Orchester spielt, zu einer echten Freude. Aber auch die Durchzeichnung der einzelenen Instrumente sind auf einem außergewöhnlichen Niveau. Jedes Instrument lässt sich punktgenau orten und wahrnehmen. Klar und deutlich ist zu vernehmen, was sich links oder rechts im Klangbild abspielt. Stellenweise ist es sogar ein Raumklang, anstatt eines reinen Stereobildes. Wir bekamen fast den Eindruck, uns mit einem Orchester im Saal zu befinden.

Danach haben wir den VEKTR in Sachen Tieftöne auf eine schwierige Reise gesschickt. Das Wort Druck bekommt mit diesem Monster auf dem Kopf nochmal eine ganze andere Bedeutung. Besonders wenn man bedenkt, dass es sich hier nicht um riesige 60mm Treiber handelt. Dabei legen wir jedem Diesel VEKTR-Besitzer das Battelfield-3-OST-Stück “Solomon’s Theme” ans Herz: Dieser Mix aus schweren, bis ins Mark gehenden Tieftönen, und schrillen Höhen der Syntihizer-Effekte, können nur wenige Kopfhörer so spielend und gleichzeitig so druckvoll bewältigen. Ähnliches gilt auch für andere Techno oder Elektrostücke wie zum Beispiel von Paul Kalkbrenner.

Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher zur handgemachten Musik. Glasklare Stimme und schöne Hintergrundgestaltung sind hier an der Tagesordnung. Besonders toll ist die gebotene Neutralität, die einem schon fast trocken in die Ohrmuschel springt. Dies machte bei den Tests zwischenzeitilich so viel Spaß, dass wir viele unserer Liebingsstücke nochmal neu erleben wollten.

Neben der tollen Leistung in Sachen Musik, kann das Diesel VEKTR auch als Headset an den meisten Smartphones verwendet werden. Das klappte beim iPhone 4 und Android Handys auch auf Anhieb. Mit von der Partie ist eine nützliche Kabelfernbedienung, mit der Gespräche angenommen und aufgelegt, oder Musikstücke pausiert oder weitergespielt werden können. Auch die Sprächqualität des Mikrofons ist auf einem guten Niveau, wobei ihr keine Wunder erwarten solltet.

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