Test: hitBOX für PlayStation 3 und PC

Einigen Hardcore Beat’em-Up-Fans dürfte die Bezeichnung hitBOX bereits ein Begriff sein. Die meisten werden jedoch unweigerlich an Trefferzonen in Ego-Shooter und Beat’em Ups denken. Es kann jedoch auch ein Eingabegerät für Arcadespiele, vorzugsweise Beat’em Ups wie Street Fighter 4, gemeint sein.

Was ist die hitBOX?

hitbox arcadestick playstation 3 xbox 360 pc 1Bei der hitBOX handelt es sich um einen Stickless-Stick. Da wir uns schon die fragenden Gesichter vorstellen können, dürfen wir es nicht bei dieser Bezeichnung belassen. Hier die supereinfache Beschreibung: Die hitBOX ist ein Arcade-Stick der auf einen Stick verzichtet und stattdessen auf Tasten setzt.

Während Spieler schon seit Jahren die Vorteile der Stickless-Sticks erkannten und sich in Heimarbeit ihre eigenen individuellen Controller bastelten, schlägt nun einen kleine, aufstrebende Firma in den USA einen anderen Weg ein. hitBOX ist ein Familienbetrieb, der von den Brüdern Shawn und Dustin Huffer gegründet wurde. Entstanden ist die Firma jedoch eher zufällig. Während die beiden auf der EVO 2007 in Marvel vs. Capcom 2 antraten, trafen sie auf ein Problem: Wer das Spiel kennt, weiß dass es äußerst fordernd ist, wenn es um Eingaben und Combos geht. Gespielt wurde das Spiel auf der Sega Dreamcast, dessen Pad nicht unbedingt für Beat’em Ups geschaffen ist und oft für falsche und ungenaue Eingaben sorgte. Die Lösung des Problems war einfach: Es musste ein neues Eingabegerät her. Drei Jahre Später wurde hitBOX geboren. Der Name hitBOX ist mittlerweile ein eingetragenes Warenzeichen und das Tastenlayout geschützt.

Tasten vs. Stick

hitbox arcadestick playstation 3 xbox 360 pc 2

Die hitBOX im Größenvergleich.

Das Prinzip der hitBox ist dabei denkbar einfach: Eingaben werden nur mit Tasten getätigt. Fehlerhafte Eingaben können lediglich noch durch das Betätigen der falschen Taste vorkommen. Auf gut Deutsch: Wer Special Moves vermasselt, ist selbst Schuld und sollte üben. Man darf jedoch nicht außer Acht lassen, dass alles nur eine Frage der Übung ist. Im Endeffekt bedeutet das, dass Spieler nicht auf Anhieb besser werden, wenn von einem Arcadestick oder Pad zur hitBOX gewechselt wird. Für die meisten wird das genaue Gegenteil der Fall sein. Da das erlernen eines neuen Eingabeschemas vonnöten ist, werdet ihr unweigerlich auf das Leistungsniveau eines Anfängers zurückgeworfen. Wer sich davon jedoch nicht entmutigen lässt, wird innerhalb einer Woche zu seiner alten Form zurückfinden und die Vorzüge des neuen Controllers zu schätzen wissen.

In der Praxis schlägt sich die hitBOX praktisch makellos. Für einige mag die Eingabe von Special Moves anfangs verwirrend sein, besonders wenn diese diagonale Eingaben benötigen, wie zum Beispiel ein Hadouken-Feuerball. Ausgelöst wird dieser Move durch die Eingabe von ↓↘→ + Angriffstaste, bei einer hitBOX fehlt uns jedoch die Möglichkeit einer direkten Diagonale. Das stellt allerdings kein Problem dar. Betätigt ihr bei dem Stickless-Stick gleichzeitig die Taste für unten und rechts, geschieht folgendes: ↓ + → = ↘. Um einen Hadouken auszuführen “rollt“ ihr also einfach mit den Fingern über die Tasten, dadurch sind viel schnellere eingaben als mit einem Arcade-Stick möglich. Theoretisch ist es mit der hitBOX möglich, die Eingabe des Hadouken in 3 Frames (drei Sechzigstel einer Sekunde) einzugeben.

Verarbeitung

Hitbox bild 01Die Bauweise der hitBOX ist qualitativ hochwertig. Für die Tasten wurden vierzehn 24mm Tasten verwendet die alle Funktionen einschließlich Start, Select und PS-Home übernehmen. Für die Sprung-/Hoch-Taste wird der einzige handelsübliche 30 mm Button verwendet. Das man beim Tastenlayout auf 24mm Tasten setzt, hat nicht nur einen Kostengrund. Durch den geringeren Durchmesser der Tasten liegen diese enger zusammen und passen sich so der natürlichen Ausrichtung der Finger an. Gesteuert wird das Ganze durch ein Cthulu PCB, das für PlayStation 3 und PC geeignet ist. Wer eine hitBOX für seine Xbox360 sein eigen nennen möchte, wird enttäuscht sein zu hören, das diese momentan noch nicht verfügbar ist.

Verbunden wird der Controller mit PC oder Konsole durch ein 4,5 Meter langes, vergoldetes USB-Kabel. Beherbergt wird die Technik von einem stabilen, schwarzen, pulverbeschichteten Metallgehäuse, das selbst den stärksten Belastungen standhalten sollte. Abgerundet wird die Verpackung durch eine Plexiglasscheibe, die fest vernietet ist. So gut die Verpackung auch sein mag, einen Nachteil hat sie: Wer die Tasten wechseln möchte, wird die Nieten entfernen müssen. Schrauben wären für den Endverbraucher bequemer gewesen.

Kostspieliger Import

Ein weiteres Manko ist der hohe Preis, der durch den Versand und die Zollgebühren entsteht. Der eigentliche Preis der hitBOX beläuft sich auf knapp 120€. bei einem Import kommen jedoch noch Versandkosten von ca. 45€ und Zollgebühren, die ca. bei 30€ liegen, hinzu. Somit kommt man am Ende auf die stolze Summe von knapp 195€.

Die hitBOX wurde uns freundlicherweise von hitboxarcade.com zur Verfügung gestellt.

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