Bethesda hat schon einige gute Titel auf den Markt gebracht und wird das auch weiter tun. Zwei dieser Titel, die großes Potenzial haben sind Brink und Rage. Wir haben uns die beiden Spiele einmal genauer angesehen.
Brink Hands-On
Mittwoch 15 Uhr – Ich stehe am Stand von Bethesda und warte gespannt auf meinen Brink Hands-on Termin mit Paul Wedgewood (CEO von Splash Damage) und Richard Ham (Creative Director). Nach einiger Verzögerung werde ich endlich hinein gebeten und in einen kleinen Raum geführt, in dem bereits fünf weitere Vertreter der Presse auf ihre Chance warten Brink anzutesten. Trotz der Klimaanlage ist es unglaublich warm in der kleinen Kammer, was auch Richard scherzhaft zur Sprache bringt.
Nach kurzer Zeit betritt auch Paul den Raum, begrüßt uns freundlich und bittet uns die Xbox Controller in die Hand zu nehmen. Nach einem ausführlichen Trainingsvideo erscheint der Ladebildschirm – und verschwindet sofort wieder. Richard merkt an: “Never let your boss push the buttons.” und verlässt lachend den Raum, um Paul im Nebenraum darauf hinzuweisen, dass dieser den falschen Server neugestartet hat. Nach rund zehn Minuten waren wir erneut beim Ladebildschirm angelangt und konnten endlich mit dem Hands-On beginnen.
Teamwork ist alles
Die Demo Mission, welche in einem Containerhafen stattfindet, war bereits in mehreren Videos zu sehen. Der Wiederstand hat die Aufgabe einen Roboter zu einem Container zu eskortieren, diesen mit dem Roboter zu öffnen, eine Biowaffe zu stehlen und mit einem Helikopter zu flüchten. Die Gegenseite, welche aus computergesteuerten Gegnern bestand, versucht natürlich uns an unserem Vorhaben zu hindern.
Wir als Wiederstand starten am Rande des Cointainerhafens und experimentieren zunächst ein wenig mit der Steuerung. Nach den ersten Gehversuchen weist uns Paul darauf hin uns eine Klasse auszusuchen, da in der Mission verschiedene Aufgaben gelöst werden müssen. Ich entscheide mich für den Operative, die Stealth Klasse in Brink. Ausgestattet mit einem Maschinengewehr und einem Hacking Device mache ich mich auf dem Weg zu meinem ersten Missionsziel. Ich muss eine verschlossenen Metalltür mit meinem Hacking Device knacken, um so eine alternative Route für mein Team zu schaffen. Der Hackvorgang dauert etwa zehn Sekunden und verlängert sich je weiter man sich von dem zu hackenden Gerät entfernt. Es ist also möglich während des Hackens in Deckung zu gehen, wobei man allerdings mehr Zeit mitbringen muss. Nach dem Öffnen der Tür gelange ich auf einen großen Platz, auf dem der Kampf im vollem Gange ist. Nach zahlreichen Todesfällen in meinem Team und keinem Sanitäter weit und breit, entscheide ich mich dazu die Klasse zu wechseln und meinem Team mit Stimpacks unter die Arme zu greifen.
Als Sanitäter kann ich die Health Anzeigen meiner Teamkameraden über deren Köpfen sehen und sofort darauf reagieren. Niedergestreckte Spieler liegen noch 10 Sekunden am Boden bevor sie respawnen, wodurch ich als Sanitäter die Möglichkeit habe, ihnen die Stimpacks auch zuzuwerfen ohne mich selbst in Gefahr zu begegeben. Dabei hat der Sanitäter keine begrenzte Anzahl an Stimpacks, sondern einen Cooldown, welcher allerdings nur eine kurze Zeit anhält.
Durch all diese Aktionen sammle ich Erfahrungspunkte, welche ich später in neue Outfits oder Upgrades investieren kann, um meinen Charakter zu verbessern. Zu den Upgrades gehören unter anderem verbesserte Panzerung, erhöhter Schaden und ein verringerter Cooldown.
Nach einem vollkommen unkoordinierten Vorgehen meines Teams, was natürlich das Scheitern der Mission zur Folge hatte, wies uns Paul darauf hin, dass der Termin nun leider vorüber sei und die nächsten sechs Tester schon warten würden. Von den geplanten 30 Minuten hatte ich am Ende nur effektiv 15 Minuten gespielt, was mir aber doch einen guten Einblick in das Spielgefühl gab, was ich für euch einmal zusammenfassen möchte.
Ersteindruck
Brink sieht sehr gut aus. Es ist kein optischer Meilenstein, aber der Look stimmt. Lediglich die Animationen wirken etwas zu weich, wodurch der Eindruck entsteht die anderen Spieler würden an unsichtbaren Seilen hängen. Der eigene Charakter wirkt dagegen als hätte er unglaublich schwer zu tragen, da sich dieser recht schwerfällig spielt. Die Steuerung ging ansonsten gut von der Hand und auch das SMART System wusste zu überzeugen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir die SMART Taste die Kontrolle über meinen Charakter entzieht, da ich durch die Richtungsangabe zwischen verschiedenen Aktionen wählen konnte. Ich konnte mich z.B. dazu entscheiden über ein Geländer zu springen oder unter diesem durchzurutschen. Auch der Sound hat mich absolut überzeugt. Die unterschiedlichen Charaktere besitzen teilweise stark ausgeprägte Akzente, der Metallboden ächzt bei jedem Schritt und die einschlagenden Geschosse ließen mich oft genug zusammenzucken. Alles in allem war Brink eines meiner Highlights der Messe und wird eines der Top Games 2011.
Seiten:
- Brink
- Rage



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