Vor gut einer Woche erschien der erste Trailer zum fünften Teil der GTA-Serie. Das Mediengewitter war groß. Wir fragen uns: Zurecht?
GTA ist Gott! So steht es geschrieben. Kaum ein anderer Franchise kann es in Bezug auf Medienrummel und Umsatzzahlen mit dem Rockstar-Games-Blockbuster aufnehmen. GTA IV war vielerorts das höchstbewertete Spiel seit Menschengedenken und wurde von den Kritikern auf Händen getragen. Aber schließt sich wirklich jeder diesem Kanon an?
An dieser Stelle eine Antwort in Zitatform: Auf unseren Facebookpost zum Erscheinen des GTA-V-Trailers erhielten wir von unserem Leser Kevin B. den Kommentar, dass all der Hype durch Kleinkind-Journalismus und “GTA, GTA, GTA!!!”-Rufe entstehen würde. Und auch Benjamin D. bedachte unseren Hinweis mit einem langgezogenen “HYYYYYPPPPPEEEEE”. Das Thema ist also durchaus nicht indiskutabel. Nicht jeder Spieler findet den Trubel um das Sandkasten-Geplänkel also berechtigt. Wie die Redakteure von ingame über dieses Thema denken, möchten wir hier reflektieren.
GTA – Die Geburt eines Blockbusters
Die Grand-Theft-Auto-Reihe, die nach dem Strafbestand für schweren Autodiebstahl benannt wurde, existiert bereits seit 1997. Damals allerdings noch wesentlich kleiner als wir es heute kennen. Der schottische Entwickler DMA Design, die sich 2001 in Rockstar North umbenannten, zeichnete sich für die Erstlinge verantwortlich. Beiden Teile waren kurzweilig unterhaltsame Actionsausen, bei denen in der Vogelperspektive mit Autos und Waffen etwaige Schindluder getrieben werden konnten. Der gute Ruf der Serie fand allerdings erst in seinem ersten Ausflug in dreidimensionale Gefilde seinen Ursprung. In GTA III wurde das Spielprinzip in die Third-Person-Perspektive verfrachtet, inklusive einer großen, freibegehbaren Stadt namens Liberty City und einer in netten Zwischensequenzen erzählten Gangstergeschichte.
Von hier an nahm die Serie Fahrt auf. Die Spin-Offs Vice City und San Andreas sind auch heute noch Fan-Favoriten. Ersteres konnte sich durch eine schrullige Interpretation Miamis der 80er (hier: Vice City) und seiner etwaigen Persiflagen von Miami Vice & Co. in die Herzen der Spieler schleichen, während San Andreas durch seine schiere Fülle an Möglichkeiten und seiner coolen Charaktere zu begeistern wusste. Der Hype um ein erstes „Next-Gen“-GTA war entsprechend groß. Und Rockstar Games wussten sich diesen Umstand mit einer rigorosen Werbekampagne und dem Anfüttern durch minimale Informationen zunutze zu machen. Herausgekommen ist dabei ein von der Fachpresse extrem gut aufgenommenes Spiel (Metacritic-Score von 98) und ein echter Verkaufsschlager. Zwei herunterladbare Addons wurden noch nachgereicht, die ebenfalls erfolgreich liefen.
Rockstar ist mittlerweile die erste Anlaufstelle, wenn es um gelungene Open-World-Spiele geht. Ebenso wie GTA IV wurde zum Beispiel auch das Western-Epos Red Dead Redemption gefeiert. Doch ist der Ruf Grand Theft Autos als eines der besten Spieler aller Zeiten berechtigt? Die Meinungen der ingame-Redaktion findet ihr auf der nächsten Seite!
Seiten:
- Geburt eines Blockbusters
- Meinungen der ingame-Redaktion




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