Kein anderes Playstation 3-Spiel hat in diesem Frühjahr die Gemüter so gespalten wie Heavy Rain. Die einen finden es ist eine Offenbarung, die anderen bezeichnen es nicht einmal als ein Spiel. Kann Playstation Move etwas daran ändern?
Heavy Rain war schon als es heraus kam anders. Eine Folge von Quicktime Events, nur unterbrochen durch Gespräche und Laufwege des Spielcharakters. Doch Heavy Rain hatte ganz andere Stärken, es hat eine Geschichte in nie gekannter Form transportiert und den Spieler hineingezogen. Ein interaktiver Film eben, so wie es die Entwickler ja stets selbst sagten. Und eben jene Entwickler haben sich nun daran gemacht, ihrem Drama eine Bewegungssteuerung zu verpassen. Wie diese funktioniert und ob Heavy Rain damit noch genauso spannend bleibt, erfahrt ihr hier.
Die Steuerung mit Move
Um Heavy Rain mit Move zu steuern müsst ihr zuerst einen sehr großen Patch (1,1 GB) herunterladen. Das verwandelt eure normale Heavy Rain Edition in die Heavy Rain – Move Edition. Natürlich könnt ihr auch bis zum 08. Oktober warten, wenn die Retail-Version erscheint, dann sogar inklusive des ersten und bislang einzigen DLC “The Taxidermist” und einigen Making Offs. Das ganze Pakte wird für 40 € angeboten, alle die Heavy Rain noch nicht besitzen, sollten auf jeden Fall ein Auge darauf werfen.
Nachdem ihr nun die Heavy Rain – Move Edition habt, könnt ihr mit Move Controller und Navigation Controller das Spiel starten. Natürlich könnt ihr statt des Navigation Controller auch euer Gamepad in die linke Hand nehmen, komfortabler ist aber Sonys kleiner Zusatzcontroller. Wie auch schon bei der normalen Edition sind die ersten Szenen ein wunderbares Tutorial für alle möglichen Arten von Bewegungen, die ihr im Spiel auch unter Zeitdruck ausführen müsst. Es fällt aber sofort auf: Move funktioniert hier wunderbar. Die Bewegungen sind intuitiv und nach kurzer Zeit schon findet man Gefallen daran.
Die Schranktür beispielsweise lässt sich öffnen, in dem man den Move Controller erst auf den Fernsehe zu, dann wieder von ihm weg bewegt, also genauso, wie man auch eine Schranktür öffnen würde. Und auch der Schwertkampf im Garten mit Sohn Jason funktioniert. Man Pariert mit einem nach obe gerichteten Move Controller und schlägt dann in die entsprechende Richtung zu. Alles wirkt dabei sehr gut durchdacht und die Bewegungen kommen ihren Originalen sehr nahe. Move hat dabei keinerlei spürbare Verzögerung und Heavy Rain fühlt sich noch ein wenig echter an.
Besonders bei schnellen Quicktime Events wird man so richtig Teil des Spiels. War Heavy Rain auch so schon ein sehr mitreißendes Spiel und hat im Minutentakt Herzrasen beim Spieler ausgelöst, so wird das mit der Move Edition noch weiter verstärkt. Zwar kann es vorkommen, dass man vor allem am Anfang den ein oder anderen Fehler macht, aber wenn die Steuerung einmal beim Spieler sitzt, dann kann man noch mehr Spaß mit diesem interaktiven Drama haben, als mit der normalen Edition.
Mach euch selbst einen Eindruck, wie die Move Steuerung funktioniert mit dem offiziellen E3-Trailer:
Fazit
Heavy Rain selbst bedarf keiner weiteren Wertung mehr. Entweder man liebt dieses Spiel oder man kann nichts damit anfangen. Ich für meinen Teil liebe es und werde es mit Move noch mehr lieben. Die Steuerung funktioniert wunderbar und macht das Erlebnis noch intensiver. Man fühlt sich, als wäre man selbst Teil der Jagd auf den Origami-Killer und fiebert noch mehr mit seinen Figuren mit. Heavy Rain ist definitiv einer der Titel abseits der Party-Spiele, für die sich Move lohnt.



