Das neueste Need for Speed ist wie ein schlechter Micheal-Bay-Film. Eine quasi nicht existente Geschichte gesellt sich zu nicht zünden wollender Action. Vielleicht hätten transformierbare Roboter dem Spiel gut getan?

Need for Speed: The Run - Release: 17.11.2011 - Plattform: PS3, Xbox 360, PC, Wii, 3DS - USK ab 12 Jahren
Die Idee hinter Need for Speed: The Run ist eigentlich naheliegend. In einer Zeit, in der die meisten Spiele nicht ohne stark gescriptete Actionsequenzen auskommen (als Beispiel sei hier nur einmal Call of Duty genannt), vermengt man den arcadigen Zweig der Need-for-Speed-Reihe einfach mit einer Prise Actionfilm-Trara. Schade allerdings, wenn man dem Konzept nicht konsequent folgt und das restliche Gameplay starken Feinschliff vermissen lässt.
Ey Mann, wo is‘ mein Auto?
In der Müllpresse! Genau an diesem bedeutungsschwangeren Ort findet die Geschichte von Need for Speed: The Run nämlich seinen Anfang. Bedeutungsschwanger deshalb, weil das Spiel selbiger Örtlichkeit eigentlich auch nie wirklich zu entkommen scheint. Protagonist Jack Rourke ist aufgrund seiner Arroganz und Dreistigkeit in Ungnade mit der hiesigen Mafiafamilie gefallen und soll deshalb zusammen mit seinem schnieken Porsche 911 zu einem Quader komprimierten Unrats verwandelt werden. Ende gut, alles gut! Doch leider haben die Gangsterbosse die Rechnung ohne den werten Herrn Videospieler gemacht, der Jack kurzerhand per Tastendruck aus seiner misslichen Lage befreit („drücke Viereck um dem Auto jetzt zu entkommen“). Nach kurzer Flucht rettet sich unser Antiheld (der diesen Titel ausnahmsweise mehr als nur zurecht trägt) in den Schoß seiner guten Bekannten Sam Harper, die ihm aus der Patsche helfen soll. Die Möglichkeit: An einem halsbrecherischen Rennen zwischen der West- und Ostküste der vereinigten Staaten teilnehmen, den ersten Platz unter zig Teilnehmern belegen, 25.000.000$ Preisgeld einheimsen, davon 90% an seine „gute“ Freundin abgeben und sich mit dem Rest des gewonnen Mammons eine reine Weste erkaufen. Deal?
Der Spieler darf sich also hinter das Steuer diverser Edelkarossen schwingen und das 200 Fahrer umspannende Teilnehmerfeld von The Run von hinten aufrollen. Das Ganze ist dabei in unterschiedliche Strecken unterteilt, in denen man entweder bis zum Ziel eine gewisse Anzahl an Plätzen gutmachen, innerhalb eines Zeitlimits Fahrer überholen, innerhalb eines Zeitlimits Checkpoints passieren, einen bestimmten NPC-Rivalen hinter sich lassen oder Polizei und Gangstern entkommen muss. Außerdem habt ihr noch die Möglichkeit, an einem Challange-Modus teilzunehmen, bei dem ihr auf bereits bekannten Strecken eines der oben genannten Ziele in einer bestimmten Zeit erfüllen müsst, um mit Medaillen unterschiedlicher Güte ausgezeichnet zu werden. Nebenbei sammelt ihr für gute Aktionen wie Drifts und Überholmanöver Erfahrungspunkte, die euch in der Fahrerstufe aufsteigen lassen und somit Percs und Multiplayer-Extras freischalten. Nebenbei sammelt das sogenannte Autolog Statistiken über euch und eure Fahrweise und vergleicht diese mit euren Freunden, die ebenfalls The Run spielen (wenn es sie geben sollte).
Seiten:
- Ey Mann, wo is' mein Auto?
- Pro und Contra + Fazit



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