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Wenn sich der Japaner Shinta Nojiri und das britische Studio Rebellion für Konami zusammentun um ein Actionspiel zu entwickeln, kommen dabei Titel wie NeverDead heraus. Ob sein Werk gelungen ist oder es dazu verdammt ist, ein Leben in Drittklassigkeit zu fristen, lest ihr in unserem Review.
Story
Die Geschichte dreht sich um Dämonenjäger Bryce Boltzmann, der gegen den Dämonenkönig Astaroth in den Kampf zog. Während diesem Kampf starb seine Begleiterin und er wurde zu einem ewigen Leben voller Reue und Hass verflucht. 500 Jahre später arbeitet er für die NADA (National Anti Demon Agency), eine staatliche Organisation, die Unsterbliche wie Bryce in Verbindung mit “normalen“ Agenten benutzt, um einfallende Dämonenscharen abzuwehren. Zu diesem Zweck bekommt Boltzmann eine weibliche Begleiterin Namens Arcadia Maximille zur Seite gestellt. Leider bleiben die meisten Gespräche zwischen Bryce und seiner Partnerin flach und ohne Emotionen, werden dafür mit ein paar Machosprüchen angereichtert und enden oftmals damit, dass er von ihr erschossen wird. Zu den Charakteren reihen sich noch Nikki (eine Popsängerin) und Alex (ebenfalls untot und im Dienste der NADA). Die unspektakuläre Geschichte wird anhand einiger Gesprächsfetzen und Cutscenes erzählt und hangelt sich von Bosskampf zu Bosskampf. Darüber hinaus ist die Entwicklung der Geschehnisse vorhersehbar und der Spieler wird emotional nicht integriert. Schade ist auch das die Geschichte des jungen Bryce nur in Zwischensequenzen gezeigt wird und man sie, bis auf die Anfangssequenz, nicht selber spielen kann.

Eure Partnerin wird von einem "Puppy", einem Standardgegner in NeverDead, angegriffen.
Gameplay
Das Haupt-Feature des Spiels ist die Möglichkeit, seinen Charakter zu verstümmeln, um so Körperteile als Waffe zu benutzen oder an sonst unerreichbare Stellen zu gelangen. Zum Beispiel lassen sich die Arme abtrennen und werfen, um damit aus der Distanz zu schießen oder sie als ferngezündete Granaten detonieren zu lassen. Muss Bryce sich durch einen Luftschacht zwängen, nimmt er den Kopf ab und wirft diesen in selbigen, um das auf der anderen Seite liegende Ziel zu erreichen. Aufgelockert wird das Spiel durch seltene, leichte Puzzles, bei denen man die Verstümmelungsmöglichkeiten nutzen muss, um weiterzukommen. Verlorene Gliedmaßen kann man entweder einsammeln wenn man über sie rollt oder man generiert neue Körperteile, indem man eine Regenerationsleiste aufläd. Wie der Titel schon verrät, kann man im Spielverlauf nicht sterben. Man hat allerdings verloren wenn Arcadia stirbt oder Boltzmanns Kopf von Dämonen gefressen wird und er damit ewig in deren Verdauungstrakt leben muss. Der Dämonenschar tritt Boltzmann wahlweise mit Schusswaffen (in jeder Hand eine) oder seinem Butterfly-Schwert gegenüber.
Steuerung
Die Steuerung ist ähnlich der anderer Actiongames. Bryce kann allerdings nur Springen und Rollen und nicht sprinten. Die Eingaben sind schnell erlernt, gehen flott von der Hand und versagen auch in hektischeren Situationen nicht ihren Dienst. Ist man nicht grade mit Pistolen und Gewehr unterwegs benutzt man das Schwert. Genau hier offenbart sich eine der Stärken des Handlings. Man kämpft nicht, indem man einfach nur zwei Tasten hämmert: Man kontrolliert das Schwert. Hält man den linken Trigger gedrückt, macht sich der Charakter für einen Schwertschlag bereit. Dieser wird durch den rechten Analogstick gesteuert. Zieht man den Stick erst nach unten und dann nach oben vollführt Boltzmann eben diesen Schlag. Gleiches funktioniert mit vertikalen und schrägen Bewegungen. Leider wird die Schlagrichtung bei der Zerstörung von Objekten nicht beachtet, weshalb ein Schreibtisch auch dann vertikal zerfällt, wenn man horizontal zugeschlagen hat.
Seiten:
- NeverDead: Story,Gameplay und Steuerung
- NeverDead: Grafik,Technik und Fazit


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