Die Pflicht ruft! Also rauf auf’s Battlefield und um ein paar Flaggen kämpfen! Schließlich gibt’s dafür Medaillen und so. Manchen reicht das. Diesen vier “Clowns” hingegen nicht. Bei denen schreit das schnöde Geld…
Uhrenvergleich!
Der Gangster-Shooter erkundet mit seinen Überfall-Szenario nur auf den ersten Blick neue Wege. Bis zu vier Spieler treten kooperativ unzähligen Gegnern in Schlauchlevels entgegen, in Szene gesetzt von Valves Source-Engine. Statt Zombies sind hier allerdings Sicherheitskräfte das Kanonenfutter und die Saverooms stellen Tresor-Räume oder Panzerwagen dar. Oberflächlich betrachtet ist Payday The Heist eine Left 4 Dead-Mod – aber was für eine!
Nach der ungewöhnlich kurzen Ladezeit startet die erste von sechs Missionen in einer Zentralbank und Fans des grimmigen Action-Kinos sind sofort in den Bann gezogen – während des gesamten Raubzugs treibt ein Soundtrack, der nahezu 1:1 aus dem Banküberfall in Heat stammt, das diebische Quartett durch den Überfall und pusht die angeheizte Hektik hervorragend. Doch während Tom Sizemore und Robert DeNiro noch recht flott ihr Ding durchzogen, muss der Spieler wesentlich mehr Geduld aufbringen, inklusive der gleichen Disziplin und Kaltblütigkeit. Mit “Rein! Geld einsacken! Flucht!” ist es nicht getan.
“GELD HER!”
Wir betreten das Gebäude und schauen uns erstmal unauffällig um. Um das Sicherheitspersonal machen wir einen Bogen, sie könnten unsere Bewaffnung erkennen, dafür kundschaften wir die Überwachungskameras aus und finden nach kurzer Zeit den Bankdirektor.
Es wird ernst. Wolf schlägt ihn nieder, fesselt ihn und nimmt seine Zugangskarte, sofort geht der Alarm los! Die anwesenden Wachen können wir schnell erledigen, die Verwundeten ergeben sich, wenn man es ihnen befiehlt.
Eine Minute bis zum Eintreffen der Polizei. Durch die Keycard bekommen wir Zutritt zum Serverraum, dort hat ein Komplize Bohrausrüstung und zwei Thermit-Kanister in einem Kopierer versteckt. Dallas knipst die Kameras aus, Chains nimmt Geiseln, die später zum Austausch mit verhafteten Mitstreitern dienen, während ich Wolf zur Absperrung der hinteren Räume geleite. Er montiert den Bohrer ans Gatter, der Durchbruch wird laut Counter in drei Minuten vollzogen sein. Na, hoffentlich. In der Zeit stürmen immer wieder die Cops die Bank, Sniper schießen durch die Fenster und ganz zuverlässig bohrt die Maschine auch nicht. Wolf flucht. Immer wieder streikt das Ding. Endlich öffnet sich der Zugang, wir gelangen in die hinteren Räume und schalten anwesendes Personal aus. Der Tresorraum befindet sich direkt unter einem kleinen Raum, in dem wir die Kanister deponieren, die sich brennend durch den Boden ätzen sollen.
Auch das dauert wieder eine gefühlte Ewigkeit und die Beamten fahren mittlerweile härtere Geschütze auf: schwer gepanzerte Juggernauts, “Teaser” lähmen uns mit Elektroshock und “Cloaks” sind gefährliche Nahkämpfer. Auch die halten wir nur gemeinsam so grade in Schach, taktisch platzierte Munitions- und Medic-Taschen leisten dabei wertvolle Unterstützung, aber es wird langsam eng.
Endlich gelangen wir durch das Loch im Boden in den Tresor und verstauen so schnell wie möglich die Geldpakete in den Taschen. Jetzt muss es schnell gehen – mühevoll kämpfen wir uns zurück durch die Banklobby, retten ständig zu Boden gegangene Kameraden vor der Verhaftung. Neben dem Serverraum sprengen wir mit C4 ein Loch in eine Wand, hetzen durch die Nachbarräume ein Treppenhaus herunter, durchqueren einen Keller, erwehren einige Attacken der Cops, um am Ende endlich vom Fluchtwagen aufgelesen zu werden. Durchatmen, der Puls senkt sich. Happy End.
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