Preview: World of Warcraft – Cataclysm

22. August 2010
HI Tech High<br /> Performance Systeme

die Heimat endloser Chuck Norris-Witze hat es besonders schwer getroffen

Drachen, Dämonen, ganze Dimensionen und selbst den Lich-König habt ihr bereits besiegt – was aber, wenn plötzlich die Essenz einer ganzen Welt den Kampf mit euch sucht?Einige Zeit ist es her, da brach eine kleine, mutige Gruppe, bestehend aus schätzungsweise sieben Millionen Abenteurern gen Northrend auf, dem Lich-König die Krone zu stehlen. Nun, einige Jahre später, weiß eigentlich niemand mehr, wohin mit den ganzen Kronen. Es wird also Zeit, dachte sich Blizzard, den Helden des gefrorenen Klappstuhles einige neue Herausforderungen zu stellen. Dieses Mal versetzten die Entwickler für ihre Spieler wortwörtlich Berge, machten Städte dem Erdboden gleich und brannten ganze Landstriche nieder. Seht euch die Gebiete Azeroths noch ein letztes Mal genau an, denn so werdet ihr sie nie wiedersehen.

Land in Sicht…?

Pfusch am Bau - spätestens in einigen Minuten sind diese Löcher aber verschwunden

Genaugenommen sieht man sie vorerst einmal garnicht, Blizzard entschloss sich nämlich vor kurzem, einen sogenannten Streaming-Service in das Spiel zu integrieren. Im Klartext bedeutet dies, dass man das Spiel bereits starten und spielen kann, bevor es ganz heruntergeladen wurde. Alle direkt benötigten Daten werden dann vom Server während des Spielens heruntergeladen, was besonders bei dem etwa 16 Gigabyte großen Beta-Client eine wirklich zeitsparende Erfindung darstellt. Praktisch bedeutet dieses Feature allerdings, dass man häufg einfach ins leere starrt, da das Gebiet, in welchem man sich befindet, bisher nur teilweise oder garnicht geladen wurde. Sieht anfangs auch lustig aus, erschwert die Orientierung aber doch sehr. Für kleinere Patches oder diejenigen unter euch, denen es einfach nicht schnell genug gehen kann, ist Streaming natürlich trotzdem eine sinnvolle Erweiterung.

die zwei neuen Rassen in der Nahaufnahme

Zwei neue Rassen werden den Kampf mit den tobenden Naturgewalten, Elementen und Urtümern des Kataklysmus suchen und fortan für alle Spieler auswählbar sein – Die Worgen, Werwölfe, die sich außerhalb der Kämpfe frei zwischen menschlichem und Wolfskörper entscheiden können sowie die von vielen Spielern bereits lange erwarteten Goblins mitsamt ihrer absolut unfallfreien und verlässlichen Hot Rods, Raketenrucksäcken und der legendären Gier nach Geld.

nebenbei verpassen wir den auftauchenden Untoten neue Kopfbedeckungen

Die Hintergrundgeschichte der beiden Rassen wurde dabei sehr viel bunter gestaltet als man es bisher gewohnt war: bevor wir überhaupt das zehnte Level erreichen, haben wir als zukünftiger Worgen bereits mehrere heroische Schlachten um die eigene Stadt samt anschließenden Evakuierungen wegen wilder Worgen und Untoten überstanden, nervös die immer dunkler werdende, infizierte Bisswunde in unserem Arm beäugt, an deren Rand sich scheinbar dunkle Haare ausbreiten und wurden nach einem kurzen Zeitsprung schließlich als leicht britisch angehauchter Werwolf zum Tode verurteilt und erst in letzter Sekunde begnadigt – untoter Invasion sei Dank. Und danach geht es dann erst richtig los.

den Zündschlüssel für diese wirkich heiße Kiste gibt's bereits mit Level eins, die lokalen 'Straßen' sind allerdings eher Achterbahnen

Die Goblins lassen es da etwas ruhiger und sehr viel humorvoller angehen, denn bekannterweise war diesen grünen Ohrenzwergen schon immer wenig Mitgefühl zu entlocken, so lange nur der Profit stimmt. Wie bringt man solch ein Wesen also dazu, sich um das Schicksal der Welt zu scheren? Richtig, mit viel Geld. Oder viel mehr der Abwesenheit von Geld…

Zunächst allerdings kümmern wir uns nur um Goblinangelegenheiten, wie das Verprügeln von hartnäckigen Konkurrenten, rücksichtsloses Überbügeln nebenstehender Passanten mit unserem raketengetriebenen Goblin-o-Mobil Marke Extralaut und vor allem dem Organisieren der fettesten Party des ganzen Jahres, damit wir endlich die Beförderung zum Oberboss an uns reißen können. Dem gefällt unser Plan allerdings überhaupt nicht und plötzlich finden wir uns in der merkwürdigen Situation wieder, eine Bank überfallen zu müssen, um unser eigenes Geld zu klauen.

Der X-Faktor

nur einige Dächer ragen noch aus dem Wasser an der Stelle, wo vor kurzem noch ein Dorf gegen Untote kämpfte

Was die Geschichte der beiden Rassen und die der bereits bekannten Anwohner Azeroths anschließend verbindet ist allerdings weniger der Drang, den Mond anzuheulen oder die Suche nach der coolsten Sonnenbrille der Stadt – vielmehr scheint sich plötzlich das ganze Land gegen seine Bewohner aufzulehnen.
Erdbeben und Überschwemmungen sind hierbei nur der Anfang, ganze Gebiete sind derart zerklüftet und zerstört, dass sie kaum wiederzuerkennen sind – die Barrens zweigeteilt durch eine riesige Schlucht, Darkshore ein Mix aus Sumpfgebiet und Vulkanlandschaft, Desolace plötzlich überwuchert von Bäumen, ganze Städte nur noch Ruinen…

die völlig zerstörten Überreste Auberdines, im Hintergrund ist Teldrassil, das Nachtelfenstartgebiet zu erkennen

Die völlig veränderten Gebiete sind bereits aus Bodennähe ein interessantes Schauspiel, der erste Flug über ein von Angriffen erschüttertes Stormwind oder die Überreste Auberdines ist allerdings noch weitaus beeindruckender.
Ausnahmslos jedes Gebiet lässt sich nun aus der Vogelperspektive erkunden und nicht nur Spieler, die bereits seit Jahren mühevoll die Fußwege der zwei Kontinente abgerannt sind und träumend gen Himmel blickten werden an diesem Feature ihre Freude haben.

Preview: World of Warcraft – Cataclysm, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

Seiten:

  1. Das Angebot im Überblick
  2. Weitere Features und Fazit

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