Angespielt: Past Cure

Past-Cure-Angespielt-Bild-1Wir hatten heute Simon Gerdesmann, seines Zeichens Managing Director des Berliner Studios Phantom 8 bei uns zu Besuch. Phantom 8 ist eine Neueinsteiger-Firma, die mit dem Titel Past Cure im 4. Quartal diesen Jahres den deutschen Spielemarkt wieder voranbringen möchte. Das mittlerweile zehn Mann starke Team will dabei mit einer selbsternannten Mischung aus Indie und AAA-Spiel überraschen. Das Spiel soll eine völlig abgedrehte Geschichte vermitteln, die uns mit ihrem Zwei-Welten-System samt düster dreckigem Setting in ihren Bann zieht.

Ein Experiment

Past Cure wird uns neben Zeitmanipulation und dem Ausschalten von Kameras mit der Kraft der eigenen Gedanken in eine reale und eine Alptraum-Welt entführen. Als Orientierung für das Spiel gelten die Filme John Wick, Fight Club und Inception. Wir durften dabei den Beginn des Spiels selbst erleben und bekamen zudem noch eine weitere Szene aus dem ersten Drittel zu sehen.

Zur Geschichte können wir euch an dieser Stelle noch nicht wirklich etwas preisgeben, da wir selbst nur spärlich mit Details versorgt worden sind. Soviel wissen wir: Ihr schlüpft in die Haut eines männlichen weißen Protagonisten. Dieser besitzt nach einem Experiment die erwähnten Fähigkeiten wie Zeitmanipulation oder, dass sein Geist den Körper verlassen kann (Mind Fly). Der Einsatz dieser Skills birgt jedoch die Gefahr, dass euer Alter-Ego wahnsinnig wird. Offen bleiben an dieser Stelle die großen Fragen: Was? Wieso und Warum?Past-Cure-Angespielt-Bild-2

Nicht allein in der Dunkelheit

Gespielt wird Past Cure im übrigen in der Third-Person-Perspektive. Wir starten in einem kleinem Zimmer und unser Hauptprotagonist sitzt kopfüber an der Decke. Entweder das oder aber die Einrichtung selbst steht verkehrtherum? Schon die ersten gezeigten Bilder vermitteln uns, dass wir uns in einer sehr dunkeln Szenerie befinden, welche wir anfangs nicht verstehen, was natürlich beabsichtig ist. Um uns herum stehen Kerzen und mit Kreide sind Sätze wie „I Love You“ zu lesen. Als wir eine Waffe finden, beginnt hinter uns eine komische, porzellanfigurenähnliche Kreatur bedrohlich näher zu kommen.Past-Cure-Angespielt-Bild-3

Echt Abgedreht

Nachdem wir ihr unmissverständlich klar gemacht haben, dass wir eine Wumme haben, kommt es zur Eskalation und kurz danach ist sie auch schon in viele kleine Teile zerfallen. Weiter durch die nächsten Räume, die alle sehr konfus waren, wurden wir mehrfach von diesem Wesen überrascht. Nach ein paar Minuten und einem Moment der Unaufmerksamkeit überraschte uns eines dieser Männchen und zerquetschte uns flugs den Schädel. Was danach weiter passieren wird, darüber können wir nur spekulieren.

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Aufgefallen ist uns das sehr minimalistisch gehaltene HUD. Wir sehen lediglich unsere Waffen, Munition und einen Stamina-Balken. Ob es eine extra Health-Anzeige geben wird, ist noch nicht sicher. Bisher werdet ihr lediglich über Bildverzerrungen und oder Filter über euren momentanen Gesundheits- und Geisteszustand informiert. Der Rest ist eigentlich Shooter-Standardkost. Das ist aber nicht negativ gemeint, denn dank des abgedrehten Setting mit dichter Atmosphäre rückt das Gameplay erst einmal in den Hintergrund.Past-Cure-Angespielt-Bild-4

Zurück auf normal

Doch kommen wir nun zu dem Ausschnitt, den wir selbst leider nicht spielen durften. Wie schon erwähnt, stammt dieses Szenario aber immer noch aus dem ersten Drittel von Past Cure. Hier befinden wir uns in einem Parkhaus, durch welches ihr euch euren Weg bahnen müsst. Warum können wir euch leider auch nicht sagen, nur eins ist sicher: Der Weg ist nicht leicht zu bewältigen. Überall befinden sich Wachen, die euch ans Leder wollen. Die perfekte Gelegenheit also, um die Stealth-Komponente des Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen.

So wurde uns gezeigt, dass ihr nicht nur hinter Autos im Parkhaus in Deckung gehen, sondern ihr euch sogar darunter verstecken könnt. Zudem sollt ihr auch durch die Fähigkeiten des Hauptprotagonisten Ablenkungsmanöver starten können, indem ihr beispielsweise eine Autoalarmanlage auslöst oder andere Geräusche verursacht. Wie gut das wirklich klappt, können wir an dieser Stelle leider noch nicht sagen, da wir es selbst im Spiel nicht sehen konnten.Past-Cure-Angespielt-Bild-5

Dieser Abschnitt zeigte jedoch deutlich, dass hier klar der Fokus auf dem Gameplay lag. Dieses funktionierte flüssig und sauber. Es bleibt allerdings abzuwarten, in wie weit die Fähigkeiten, die ihr benutzen könnt, Past Cure wirklich von der Konkurrenz abheben können. Aufgrund des interessanten Settings können wir uns jedoch vorstellen, dass hier einige Überraschungen auf uns warten. Überrascht hat uns auch die Optik des Titel, denn diese sieht schon jetzt ganz ansehnlich aus. Vom Look her erinnert das Ganze ein wenig an Mirrors Edge oder Quantum Break, nur eine ganze Ecke dunkler. Trotzdem ist alles sehr aufgeräumt und modern.Past-Cure-Angespielt-Bild-6

Überzeugen konnten an dieser Stelle auch die Animationen der Charaktere, bei dem das Berliner Studio wirklich aufwendiges Motion-Capture verwendet hat. Darüber hinaus erzählte uns Managing Director Simon Gerdesmann, dass sich auch ein paar kleine Puzzle-Elemente im Spiel wiederfinden werden, diese sollen aber eher eine untergeordnete Rolle spielen. Past Cure soll im Übrigen für Xbox One, PS4 und PC erscheinen. Falls ihr euch da vorab ein Bild machen wollt, schaut euch mal auf der Gamescom im Indie Bereich um, denn dort werdet ihr Phantom 8 mit Past Cure finden.

Über das Wenige was wir bisher gesehen haben lässt sich sagen:

Das Spiel selbst bietet uns ein düsteres, mysteriöses Setting, welches uns sofort beeindruckte. Das Gameplay sieht spannend aus und die Stealth-Elemente in Kombination mit den Fähigkeiten des Protagonisten bieten einige interessante Ansätze. Die selbsternannte Mischung aus Indie und AAA finden wir bisher ganz passend und bleiben neugierig, was die Entwickler daraus machen. Wir sind gespannt, ob dieser Genre-Mix aus Action, Horror, Stealth und Shooter letztlich vollends überzeugen kann.

  • 13.07. um 15:29
Vorschau: Aven Colony
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