Frisch von der Gamescom: Assassin’s Creed Origins

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Neue Höhen: Das Alte Ägypten wartet

Alteingesessene Fans der Reihe kämpften, kletterten und meuchelten bereits während des Dritten Kreuzzuges, im Zeitalter der Renaissance und durch die amerikanischen Revolution. Mit Assassin’s Creed Origins verschlägt es die Spieler nun ins frühe Ägypten. Demzufolge verschlug es uns auf der Gamescom zu Ubisoft, wo wir für euch den Titel antesten durften.

Lange vor Altair, Ezio & Co

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Zurück in der Zeit: Mit Bayek durch das uralte Memphis

Im Anspielevent beim großen französischen Entwickler wurde uns ein kleiner Part des Spiels zu Verfügung gestellt, in dem wir in der Haut des Protagonisten Bayek zunächst eine Hauptquest absolvieren durften. Diese verfrachtete uns in die Ortschaft Memphis, die wir mit einem kleinen Boot erreichten. Direkt zu Beginn konnten wir also erfahren, wie sich das Gameplay auf dem Wasser anfühlt und wir können nur sagen, dass sich die Handhabung auf See einwandfrei und absolut geschmeidig ergibt.

An Land habt ihr wieder das klassische Assassins Creed-Moveset: Laufen, klettern, springen, kämpfen. In Hinblick auf den letzten Aspekt könnt ihr zwei Waffen mit euch führen, in unserem Fall ein Schwart und eine Keule, plus Fackel und natürlich auch einen Schild zur Verteidigung. Um Gegner leise und unauffällig aus der Distanz zu eliminieren, könnt ihr auf Pfeil und Bogen zugreifen. Selbstverständlich lassen sich die dutzenden Feinde aber auch wieder unbemerkt von hinten, aus dem Gebüsch oder von oben mittels eines einzigen Tastendrucks erledigen.

Der größte Fortschritt liegt in der Vergangenheit

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Altes Konzept frisch umgesetzt

In der Hauptquest haben wir vor allem zwei essentielle Features des Spiels gesehen. Zunächst gibt es eine Art Detektiv-Modus, in dem ihr ein Areal auf Spuren untersuchen müsst, um Hinweise zum Voranschreiten eurer Mission aufzuspüren. Die andere und wesentlich interessantere Neuerung ist Senu der Adler. Diesen könnt ihr per Tastenklick ordern und als Aufklärer einsetzen. Lasst ihn über einem Gebiet kreisen, sämtliche Feinde erspähen und verschafft euch im wahrsten Sinne einen Überblick durch die Vogelperspektive. Wenn ihr soweit seid, könnt ihr Senu auch auf eine der Wachen schicken, um diese abzulenken. Ein nettes neues Feature, das sich gut in das neue Setting einfügt.

Was uns jedoch enorm erschreckt hat, war die technische Seite. Wie schon in den letzten Ablegern traf ein Spielfehler den nächsten. So begegneten wir einer Wache, die von einer Mauer hinabstieg, aber die Leiter nicht wie üblich benutzte, sondern einfach im Auf-der-Stelle-Gehen senkrecht zu Boden sank, als würde sie sich in einem unsichtbaren Aufzug mit Laufband befinden. Zwar war dies nur eine Gamescom-Demo, doch wenn diese Fehler nicht zeitnah behoben werden, kommt es womöglich zu einem ähnlichen Aufruhr in der Community wie bei dem einen oder anderen Vorgänger.

Der Kundschafter Ägyptens

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Open World mit Mehrwert?

Nach erfolgreichem Absolvieren der Hauptquest durften wir uns noch ein wenig in der offenen Welt umsehen. Natürlich gibt es auch hier wieder jede Menge zu tun. Wir stürzten uns zuerst in eine alte Ruine nahe einer Pyramide. Die Ruinen sind Rätseleinlagen, die eine angenehme Abwechslung zu den actiongeladenen Kämpfen bieten und am Ende eine Belohnung für euch parat halten. Ebenso haben sich wieder zahllose Nebenaufgaben in das Spiel geschlichen. Die Aktivitäten werden euch also nicht so schnell ausgehen.

Vielversprechend

Oliver K.

Assassins Creed Origins könnte der Teil werden, auf den Fans der ersten Teile seit Jahren warten. Man hat zumindest im Hinblick auf das Gameplay die Schwächen der Vorgänger entfernt bzw. angepasst und somit verbessert, doch andererseits sind die technischen Gegebenheiten wieder eine kleine Katastrophe. Sieht man über diesen Punkt hinweg, so entpuppt sich Assassin's Creed Origins als potentielles Comeback, das den Ruf der Reihe wieder bereinigen könnte.
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