Frisch von der Gamescom: Cuphead

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Manchmal gibt es kleine Indie-Titel, die schon beim ersten Blick solch einen Eindruck hinterlassen, dass man gar nicht mehr von einem Geheimtipp sprechen mag. Cuphead, das Erstlingswerk des Entwicklerteams von StudioMDHR, ist so ein Spiel. Ein kurzer Blick genügt: Ja, das sieht toll aus. Ja, das möchte ich spielen. Warum das so ist, sieht auch das ungeübte Auge aus der Ferne. Der Look des Spiels ist einfach einmalig schön.

Orientiert an alten Disney-Animationen der 30er Jahre, gewürzt mit einer Priese Satanismus und Wahnsinn gibt Cuphead optisch eine brillante Figur ab, dessen Charme man sich nicht zu entziehen vermag. Das Einmalige daran ist, dass alles, was man zu sehen bekommt, tatsächlich mühevoll von Hand gezeichnet und dann digitalisiert wurde. Unser titelgebender Cuphead, dessen Kontrolle der Spieler übernimmt, verfügt über unzählige Animationen, die so flüssig ineinander übergehen, dass man nicht einmal den Controller in die Hand nehmen müsste, um Spaß am stilsicheren Spiel und seinem Jazz-Score zu haben.

Hart aber fair

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Nach einer kurzen Präsentation der Grundfunktionen des Spiels war es uns auf der Gamescom natürlich auch möglich; selbst einmal das Gameplay von Cuphead anzutesten. Im Kern ist Cuphead ein Run and Gun, welches sich stark an Genregrößen wie Megaman oder der Contra-Reihe orientiert. So gibt es einige Plattformer-Level, der Hauptfokus des Spiels liegt aber auf den knapp 30 Bosskämpfen die in mehreren Schwierigkeitsgraden bezwungen werden können.

Hier ist von Boxhandschuh schwingenden Riesenfröschen über ein aggressives Gemüsebeet wohl tatsächlich alles möglich. Vor allem sind diese aberwitzigen Bosskämpfe aber fordernd. Ihr habt vier Lebenspunkte, sind diese aufgebraucht, heißt es den Kampf von vorn zu beginnen. Um euch das Leben leichter zu machen, könnt Ihr Shops im Spiel besuchen, ein Zuckerschlecken wird Cuphead durch erworbene Bonusitems aber wohl nicht. Wer sich alleine nicht an die harten Kämpfe traut, kann aber immer auch einen Blick auf den für zwei Spieler ausgelegten Couch-Coop werfen.

Killerfrösche und einarmige Banditen

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In der Messeversion trieb uns vor allem der Kampf gegen die zwei bereits erwähnten Frösche die Schweißperlen auf die angerunzelte Stirn. Mit jedem Versuch tasteten wir uns aber weiter an den Bosskampf heran und schafften es immer ein paar Animationen länger zu überleben, bis wir schließlich zur letzten Phase des Kampfes gelangten. Die beiden Boxer-Frösche haben ihre Kräfte vereint und sich zusammen in eine gigantische Slot-Machine verwandelt.

Das hört sich auf den ersten Blick sicher Wahnsinnig an, durch die schönen Animationen kauft man Cuphead diese ungewöhnliche Fusion aber ohne mit den Schultern zu zucken ab. Nach weiteren gezielten Schüssen und dem Einsatz einer Superattacke, die sich durch das präzise Springen auf lila glühende Elemente der Bosse auflädt (Bei der Slot-Machine zum Beispiel der auffällig leuchtende Hebel, um das Glücksspiel zu starten), schafften wir es endlich, diesen frechen Widersachern von zwei Fröschen den Garaus zu machen. Die Demo war beendet und wir sind hungrig auf mehr.

Cuphead erscheint am 29. September als Downloadtitel für PC und Xbox One.

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