Frisch von der Gamescom: Detroit – Become Human

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Nachdem Quantic Dreams letzter Titel schon einige Jahre her ist, wurde vor etwa 2 Jahren das neue Detroit Become Human angekündigt. Auf der E3 2017 bekamen wir neue Szenen zu sehen und jetzt auf der Gamescom durften wir erstmals selbst in die „Haut“ eines der Protagonisten schlüpfen. Was das Third-Person-Action-Adventure verspricht, erfahrt ihr nun.

Die drei Einfühlsamen

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Der Neo-noir-Thriller Detroit: Become Human spielt, wie es der Name schon verrät, in einer futuristischen Version vom amerikanischen Detroit. Die Menschheit hat einen enormen technischen Aufschwung erlebt und auch Androiden gehören zum Alltag eines jeden. Das Leben ist für die Menschheit also um einiges leichter. Dies ändert sich schlagartig, als einige der Androiden die Fähigkeit entwickeln, Gefühle zu verspüren. Sie folgen fortan eigenen Gedanken und werden dabei nicht selten gewalttätig.

Der Spieler steuert drei solcher Androiden. Einen Widerstandskämpfer, eine „Neugeborene“ und einen Negotiator, der für die Polizei außer Kontrolle geratene Situationen entschärfen soll und gefährliche Androiden einfangen soll, quasi eine Art moderner Blade Runner. Während des Gamescom-Events durften wir die erste Mission antesten, in der wir Connor, den Negotiator, spielten.

Heavy Rain 2.0?

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Gameplaytechnisch erinnert Detroit: Become Human stark an die Vorgängertitel von Quantic Dream. Ihr streift durch die recht klein gehaltenen Areale der Level und interagiert per Tastendruck mit der interaktiven Spielwelt. Die richtige Tastenbewegung zu drücken und dabei ein wenig zu erkunden ist also das Grundgerüst – Selbstverständlich inklusive der guten alten Quick Time-Momente. Darüber hinaus kommen die altbekannten Gesprächsoptionen hinzu. In Dialogen müsst ihr aus mehreren Optionen wählen. Mal unter Zeitdruck, mal nicht.

Neu sind allerdings die jeweiligen Fähigkeiten der drei Protagonisten. So kann Connor beispielsweise an Tatorten die Geschehnisse rekonstruieren, indem er mehrere vom Spieler gefundene Beweise scannt, als Anführer des Widerstands kann Markus mittels seiner feinen Sinne einen kurzen Blick in die Zukunft werfen, wodurch ihr abwägen könnt, welche Handlung besser für den Spielverlauf ist. Die Entscheidungen die ihr trefft, sind dabei natürlich wieder essentiell für die Geschichte und können euch ein anderes Spielende herbeiführen.

Das glänzende Detroit

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Die Optik des Titels ist ansehnlich und vor allem das Motion-Capture wirkt gelungen, was für solch einen Titel mehr als nur wichtig ist. Die Animationen machen ebenfalls einen solide Eindruck, egal ob in ruhigen oder hektischen Sequenzen. Die Stadt Detroit ist optisch ein wenig trist gehalten, um den dystopischen Unterton der überdigitalisierten Zukunft klar hervorzuheben – hier gibts einen kleinen Punktabzug

Vielversprechend

Oliver K-

Detroit Become Human könnte der Quantic Dream-Titel werden, den sich Fans seit Heavy Rain wünschen. Eine beklemmende Noir-Stimmung, eine clever ineinandergreifende Story und ein Setting, das im Gedächtnis bleibt. Nach der Enttäuschung von Beyond Two Souls womöglich ein Lichtblick am Himmel der interaktiven Action-Adventures.
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