Frisch von der Gamescom: The Crew 2

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Eines der größten auf der Gamescom vertretenen Genres sind Rennspiele. Zu den wohl am meisten erwarteten Vertretern jener Titel zählt dieses Jahr wohl The Crew 2. Einer der Hauptgründe: Im Nachfolger ist man nicht mehr allein auf der Straße mit Top-Speed unterwegs, sondern darf auch durch die Lüfte ziehen oder mit seinem Boot über die Weiten der See heizen. Welchen Voreindruck wir nach dem Anspielevent von The Crew 2 hatten, erfahrt ihr nun.

Aller Guten Dinge sind drei

Im Vorgänger konntet ihr die weite Welt nur mit eurem mit vier Rädern bestückten Gefährt bereisen. Mit The Crew 2 wurde dieser Ansatz nun auch in die Luft und auch aufs Meer verlagert. Das neue Feature, zwischen den Klassen zu wechseln, steht euch immer und überall zur Verfügung. Wenn ihr gerade mit eurem Muscle Car durchs Off Road-Gelände düst, könnt ihr einfach per Tastendruck auf das Wechselmenü zugreifen und eure Klasse in wenigen Sekunden wechseln.

Was anfangs jedoch etwas gewöhnungsbedürftig daherkommt, ist die Steuerung bzw. die Spielphysik. Die Fahrzeuge, vor allem die Bodenvehikel, reagieren extrem direkt und benötigen viel Feingefühl, um nicht jede Laterne und jeden Baum mitzunehmen. Es sei allerdings gesagt, dass The Crew 2 primär für die spaßige Erkundung gedacht ist und nicht versucht, eine Rennsimulation zu sein.

Große Welt, wenig Auswahl

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Die Welt von The Crew 2 ist wieder einmal exorbitant. Bis ihr die Welt einmal von Nord nach Süd durchquert habt, vergeht wohl der eine oder andere Sonnenaufgang. Allerdings haben wir in dieser großen Welt nicht viel zu sehen bekommen. Euch stehen ein paar Challenges zur Verfügung wie etwa das Kunstfliegen, bei dem ihr mit eurem Flieger Checkpoints durchqueren müsst und Punkte sammelt. Da sich die Challenges allerdings häufig wiederholen und auch zwischen den drei Klassen wenig unterschieden, stellt sic die Frage, ob der Titel eine Langzeitmotivation bietet. Nach ein paar Minuten im Flieger oder auf dem Wasser hatten wir zumindest erstmal genug gesehen.

Schlachten im Wasser, in der Luft und zu Lande

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Natürlich ist das Kernelement von The Crew 2 der Multiplayer, in dem ihr etliche Rennen gegen Fremde und Freunde fahren könnt. Hier könnt ihr kinderleicht eine Party eröffnen und einen Freund beim Starten eines Events einladen. Dieser wird dann direkt zu eurem Standort teleportiert, sodass lange Fahrten zum Startpunkt nicht notwendig sind. Bei den Rennen stehen euch auch hier mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Checkpointrennen, Zeitrennen und Driftrennen sind nur drei Beispiele. Wenn das Rennen dann vorbei ist, könnt ihr direkt mit eurem Gefährt weiter durch die Lande ziehen, was im Vorgänger ebenfalls nicht möglich war. Selbst wenn ihr mit einem Formel 1 Wagen durchs Gebirge donnert, setzt euch das Spiel keine Grenzen.

Passabel

Oliver K.

The Crew 2 ist größer, schneller und im begrenzten Maße vielfältiger als sein Vorgänger. Dennoch kam bei uns nach dem kurzen Einblick schon ein Gefühl der Repetition auf. Die drei Klassen unterscheiden sich abgesehen von der Steuerung zu geringfügig, um ein gutes Maß an Abwechslung zu bieten. Trotz enormer Freiheit, die das Spiel einem bietet, kommt bisher wenig Anreiz zu Weiterspielen auf, was wohl überwiegend an dem Aspekt der Ziellosigkeit liegt.
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