Vorschau: GRID Autosport

In letzter Zeit sind es vor allem die Konsolen die mit Forza 5, Gran Turismo 6 und Drive Club in den Genuss hochkarätiger Rennspiele kommen durften. Abhilfe für neidische PC Spieler will Codemasters am 27. Juni mit GRID Autosport schaffen, dem neusten Teil der bekannten Rennspielserie. Um direkt auf einen der größten Kritikpunkte von GRID 2 zu sprechen zu kommen: Die so schmerzlich vermisste Cockpit-Perspektive ist endlich wieder mit an Bord! Welche Stärken GRID Autosport ansonsten noch mit bringt verraten wir euch schon heute in unserer Vorschau.

Aller Guten Dinge sind 5

Und wenn wir gute Dinge meinen, dann beziehen wir uns auf die fünf unterschiedlichen Disziplinen aus denen der Karrieremodus von GRID Autosport besteht. Fünf verschiedene Arten von Rennen mit vielen unterschiedlichen Fahrzeugen stehen zur Auswahl. Während die ersten Saisons alle noch maximal bis zu 2 Rennen am Stück bieten, sollen euch die letzten Kapitel einer jeden Disziplin auf bis zu 10 Events hintereinander schicken. Wer gut fährt steigt zudem im Level auf und verdient sich so seine Teilnahme an den GRID Meisterschaften. Wer also alles im Spiel erreichen will kann es sich für lange Zeit auf seinem Autositz bequem machen. Zur tatsächlichen Spieldauer und der damit verbunden Abwechslung können wir jedoch zum jetzigen Stand keine Angaben machen.

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Die Disziplinen erstrecken sich dabei von simplen Touring Rennen, über Drift- und Zeitrennen bis hin zu unseren bisherigen Favoriten: Den Langstreckenrennen. In sportlichen Flitzern und nach einem fliegenden Start gilt es hier 8 Minuten lang zu überleben. Bzw. eure Reifen überleben zu lassen. Eine Anzeige auf eurem Bildschirm informiert euch über den Zustand aller vier Reifen. Bei groben Fahrfehlern wie einem Ausflug ins Kies oder einem zu harten Bremsmanöver kann man die Qualität der Reifen also förmlich sinken sehen. Nicht Schnelligkeit, sondern eine ausgewogene Fahrweise sind hier also das Mittel zum Sieg, denn von Minute zu Minute wird es schwieriger euer Auto unter Kontrolle zu halten.

Ein Fest für PC Spieler

Zwar erscheint GRID Autosport überraschenderweise nur für die Last Gen Konsolen und nicht für PS4 und XBOX One, doch der PC Version, die wir in einer Vorab-Version spielen konnten, tut dies keinen Abbruch. Dank HD Texturen und einer sauberen Kantenglättung flimmern die Rennen in butterweichen 60 Bildern und mehr über euren heimischen Bildschirm. Die richtige Hardware vorausgesetzt natürlich. Dank viele Einstellungen sollten jedoch auch Besitzer eines älteren Rechners ohne Problem in den Genuss des Geschwindigkeitsgefühls kommen dürfen.

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Abseits der Karriere bietet GRID vor allem im Multiplayer wieder einiges an Potential. Zwar ist auch ein guter, alter Splitscreenmodus mit an Bord, doch wir sprechen natürlich von Online-Rennen gegen echte Menschen. Zwar waren die Server während unseres Tests nicht allzu stark besucht, doch auch online machen die rotierenden Disziplinen für bis zu 16 Spieler viel Laune. Ein paar mehr Modi hätten es zwar dennoch sein können, aber das sind bloß Feinheiten die wir uns wünschen würden und keine echte Kritik.

Manchmal schlau, manchmal dumm

Von Anfänger bis Vollblut-Rennfahrer, die Fahrhilfen und Stärke eurer KI lässt sich frei nach eigenem Ermessen einstellen, je nachdem wie sadistisch ihr veranlagt seid. Eurer virtuellen Kollegen können so richtig nervtötend werden und werden alles daran setzen euch zu überholen. Etwas, dass wir uns auch für unseren eigenen Team-Kollegen wünschen würden. Erst Mals könnt ihr diesem per Tastendruck auf fünf Stufen mitteilen wie defensiv oder aggressiv er zu fahren hat. Wobei wir nicht den Eindruck hatten, dass diese Einstellungen wirklich etwas gebracht haben.

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Löblich ist wie viele Kritikpunkte aus GRID 2 von Codemasters anscheinend verbessert worden sind. Zwei nervige Aspekte im Multiplayer waren zum einen die Kollisionserkennung und zum anderen die Erkennung für das automatische Abkürzen. Letzteres erkennt nun wirklich sehr genau wann ihr euch durch Verlassen der Strecke einen Vorteil verschafft habt und bestraft euch mit einem zeitweiligen Tempolimit. Bei der Kollisionserkennung hingegen war es oftmals so, dass euer Gegner in euch reingekracht ist und ihr dafür die Strafe bekommen hat. Auch das soll mit GRID Autosport der Vergangenheit angehören. Wir würden uns freuen.

  • Spaßige Langstreckenrennen
  • Realistisches Fahrverhalten
  • Schönstes Rennspiel 2014
  • Nur auf Last Gen Konsolen
  • Teamkollege reagiert kaum auf Anweisungen
Vielversprechend

Yannick D.

Endlich mal wieder ein Rennspiel mit dem auch PC-Besitzer ihre Freude haben werden. GRID Autosport braucht sich vor der Konsolen Konkurrenz mit Namen Forza 5 und Gran Turismo 6 sicher nicht zu verstecken. Die Disziplinen bieten einiges an Abwechslung und auch optisch macht das Spiel einen guten Eindruck. Wenn jetzt noch an der KI geschraubt wird und der Umfang im fertigen Spiel stimmt, dann erwartet uns hier das bisher beste Rennspiel des Jahres 2014. Wir sind optimistisch!
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