StarCraft Remastered: Alte Legende im neuen Look

Starcraft Remastered: Alte Legende im neuen Look

StarCraft Remastered im Beta-Test

Einem Klassiker wird neues Leben eingehaucht. Mit Star Craft Remastered will Blizzard den gefeierten intergalaktischen Kampf zwischen Terranern, Protoss und Zerg grafisch und soundtechnisch aufpolieren. Wir haben nun die Beta gespielt und vergleichen die Neuauflage mit dem Original. Doch zuerst geben wir euch einen kleinen Rückblick darüber, was den Erfolg dieses Kulttitels ausmachte.

Der Erfolg von StarCraft Brood War

Fast 20 Jahre ist es jetzt her, dass Blizzard Entertainment mit StarCraft eins der erfolgreichsten Echtzeit-Strategiespiele herausgebracht hat. 1998 erschien der Titel, der dem vorangegangenen Erfolgsspiel Warcraft II ähnelte. Er legte aber mit seinen drei unterschiedlichen Rassen ein Musterstück der Spielbalance hin. Noch im selben Jahr brachte Blizzard die Erweiterung Brood War heraus, die die Geschichte fortsetzte und neue Spielinhalte hinzufügte. In den folgenden Jahren entwickelte sich StarCraft insbesondere in Südkorea zu einem Volkssport. Profi-Spieler konnten mit dem Spiel ihren Lebensunterhalt verdienen und Turniere von nationaler Bedeutung fanden statt. Fernsehsender begannen die Turniere zu übertragen und Zuschauer fanden sich in Public Viewings mit bis zu 20.000 Menschen zusammen.

Starcraft Remastered: Alte Legende im neuen Look

Ein Starcraft-E-Sport-Match mit TV-Übertragung

Die Handlung von StarCraft wird dem Spieler über Missionen, Dialogsequenzen und Cutscenes vermittelt. Dabei durchläuft man in drei Episoden alle drei spielbaren Rassen: Terraner, Protoss und Zerg. Die Rassen sind an das Warhammer-40.000-Universum angelehnt. Terraner sind hierbei menschliche Verbannte, die Space-Marines und gepanzerte Schiffen einsetzen. Da sie alles bauen und reparieren können, erfordert diese Klasse ein hohes Maß an Micromanagement. Protoss sind die technologisch fortgeschrittenen Außerirdischen mit Psi-Fähigkeiten. Sie verfügen über Schilde und produzieren meistens nur wenige aber dafür mächtige Einheiten. Die Zerg sind eine insektoide Schwarmintelligenz. Jeder Zerg untersteht dem kollektiven Bewusstsein und wird von diesem geleitet. Einzelne Dronen können sich zu Gebäuden morphen und mit seinem Schleim breitet sich der Schwarm immer weiter aus.

Der Erfolg von Starcraft basiert neben seiner Rolle als eSport-Pionier auch auf der Geschichte. Der Vice President of Creative Development bei Blizzard Chris Metzen schuf mit der Hintergrundgeschichte ein monumentales Werk, das auch in Romanen, Comics und Artbooks weitergeführt wurde. Neben Jim Raynor ist die Figur Sarah Kerrigan – Die Königin der Klingen – hervorzuheben. Sie wurde von der menschlichen Rebellion verraten und von den Zerg entführt. Daraufhin entwickelte sie sich zu ihrer wichtigsten Kämpferin und später zu ihrer Anführerin. Aufgrund der Tiefe und Glaubwürdigkeit ihres Charakters wurde sie von Tom’s Games zu einer der wichtigsten weiblichen Videospiel-Figuren gezählt.

StarCraft Remastered: Alte Legende im neuen Look

Die Grafik im Vergleich: Links StarCraft Brood War – Rechts StarCraft Remastered

Was bietet die Neuauflage?

Am 14. August 2017 erscheint nun das Remake von StarCraft für 14,99 Euro. Doch was taugt es?

Das grundlegende Spielprinzip wurde jedenfalls nicht angerührt. Die Remastered-Version ist vollständig mit dem alten StarCraft kompatibel und die Balance aus StarCraft: Brood War bleibt damit komplett erhalten. Doch es fällt auf, dass ihr deutlich weiter rauszoomen könnt und damit einen besseren Überblick über die Map bekommt. Der bekannte Soundtrack wurde neu aufgenommen und aufgefrischt. Ansonsten sind alle Änderungen rein grafischer Natur. Neue Texturen, neue Charakter-Porträts und bessere Animationen für die Einheiten. Am Gameplay allerdings hat sich nichts verändert. Die seltsame Wegfindung von manchen Einheiten wurde ebenso übernommen wie die begrenzte Armeeauswahl. Dies war eine bewusste Entscheidung Blizzards, um der eSport-Szene das exakt gleiche Spiel bieten zu können. Zeitgemäß ist dieses allerdings nicht mehr. Einzig und allein das Einstellen eigener Hotkeys ist eine sinnvolle Verbesserung.

Starcraft Remastered: Alte Legende im neuen Look

StarCraft in einer gescheiten Auflösung zu spielen, ist schon sehr viel angenehmer für die Augen. Dazu sehen alle Einheiten und Gebäude viel hochwertiger aus. Die neuen Einheiten-Porträts rechts unten machen deutlich mehr her und lassen nicht mehr viel Unterschied zu ihren Nachfolgern in StarCraft 2 erkennen. Weiterhin soll es Verbesserungen in der Kampagne geben. Diese war in der Beta noch nicht anspielbar. Fest steht aber: In den Missionen wurden die Dialoge neu aufgenommen und die Zwischensequenzen komplett überarbeitet. Die Story in neuem Glanz zu erleben, sollte ein besonderer Anreiz für StarCraft-Fans sein.

Dennoch fällt der Gesamteindruck der Neuauflage nicht wirklich beeindruckend aus. Es mag vielleicht daran liegen, dass man mit StarCraft 2 eine noch bessere Optik gewohnt ist. Aber auch die Effekte und Animationen sehen im Verhältnis zu StarCraft nicht viel anders aus. Es fällt zwar auf, dass die Gebäude neu modelliert wurden, trotzdem ist der Unterschied nur marginal. Mit unverändertem Gameplay ist dies für den Preis etwas zu wenig. Der Release von Starcraft: Remastered erfolgt am 14. August zum Preis von 14,99 Euro. Für die Neuauflage müssen Sie das Originalspiel besitzen, aber die Starcraft Anthology gibt es bereits kostenlos.

Passabel
Viel Nostalgie aber wenig Veränderung steckt in StarCraft Remastered. Echte Fans des ersten Teils sollten zwar über einen Kauf nachdenken. Für die könnte besonders die neu aufbereitete Kampagne interessant sein. Dennoch, obwohl Grafik und Soundeffekte verbessert wurden und eine Widescreen-Auflösung unterstützt wird, fällt der optische Unterschied in der Neuauflage von StarCraft nicht so stark aus wie beispielsweise bei Age of Empires II.
Vorschau: Project Cars 2
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