Vorschau #2: Prey

Vorschau 2.0: Prey

Bereits vor wenigen Wochen hatte uns Bethesda zu sich in ihre Frankfurter Büros eingeladen, um den Alien-Action-Titel Prey erstmalig anzuspielen. Hier konnten wir uns ein Bild des ersten Levels des Spiels machen, den Protagonisten Morgan Yu kennen lernen und auch die erste Begegnung mit den Alien-artigen Mimics er- bzw. überleben. In einem neuen Anspieltermin wurde uns dieses Mal ein etwas tieferer Einblick in das von den Arkane Studios entwickelte Spiel gestattet und neben neuer Bewaffnung und einigen humorvollen Momenten mussten wir uns dieses Mal mit weitaus gefährlicheren Gegnern als Mimics herumschlagen. Wer sich unsere erste Vorschau auf Prey vor dem Release am 5. Mai anschauen möchte, schaut hier vorbei.

Sie lauern überall…

In Prey finden wir uns in einer alternierenden Zeitlinie wieder, in der die Geschichte der Menschheit ein klein wenig anders verlaufen ist. Der Schauplatz des Geschehens ist die gigantische Talos 1-Raumstation, innerhalb derer die außerirdisch-anmutende Gattung der Typhons erforscht wurde, bis es schlussendlich zu einem Ausbruch dieser kam. Das Resultat: Fast die ganze Station wurde überrannt und deren Besatzung getötet oder Schlimmeres. Das Fiese an diesen merkwürdigen Kreaturen ist nämlich ihre Vielfalt. Während Mimics den Menschen das Leben aussaugen und eine leblose Hülle hinterlassen, so kommen die sogenannten Weber mit einer etwas anderen Eigenheit daher, denn sie können die toten Körper von Menschen in gefährliche Phantoms umwandeln.

Vorschau 2.0: Prey

Während der zweiten Anspielsession durften wir dieses Mal das dritte Level hinter Prey näher unter die Lupe nehmen und mussten im Verlauf auch gegen den einen oder anderen patrouillierenden Phantom antreten. Diese Kreaturen, die mit zugekniffenen Augen einem Menschen ähneln, sind besonders gefährlich und nur mit Mühe kleinzubekommen. Nicht nur halten sie deutlich mehr aus als die Mimics, auch verschießen diese Psi-Geschosse. Hier gilt es entweder rechtzeitig genug in Deckung zu gehen oder erheblichen Schaden zu erleiden. Interessant ist zudem, dass sowohl wir als auch die Typhons direkten Einfluss auf die Umgebung ausüben können. So ist es allen Beteiligten möglich beispielsweise Gasleitungen zu beschädigen, sodass aus diesen eine Feuerfontäne schießt, Öllachen und andere Substanzen auf dem Boden in Brand zu setzen oder Energiekupplungen zu zerstören, sodass hier fortan durch Überspannung erzeugte Blitze durch die Gegend Geschosse werden.

Solche Beschädigungen in der Umwelt können wir allerdings mit unserer geliebten GLOO-Kanone Herr werden. Durch den sich schnell ausbreitenden Hartschaum dieser Waffe können wir beispielsweise Lecks von Gasrohren verdichten, Brände löschen oder die Überspannung eindämmen. Allerdings ist gerade bei Überspannungsschäden Eile geboten, denn der Hartschaum hält diese Art von Energie offenbar nur kurzfristig aus, sodass er irgendwann zerbröselt und die Gefahr, gebrutzelt zu werden, von Neuem beginnt – wir mussten dies leider auf die harte Weise lernen.

Neue Spielzeuge: Psychoskop und Mimikry

Offenbar herrscht bei den Arkane Studios eine Vorliebe für Masken. Während der Spieler in Dishonored die Maske des Zorns aufsetzt, so bekommt er es in Prey mit dem sogenannten Psychoskop zu tun, welches unserem Helden einige interessante Fähigkeiten verleiht. Allerdings muss dieses manuell an- und abgelegt werden und bietet zudem mehrere unterschiedliche Modulslots an, in die Verbesserungen eingebaut werden können. Der erste Vorteil des Psychoskops ist die Fähigkeit, Gegner und andere Einheiten des Spiels zu scannen. Haben wir genug Gegner eines Typs gescannt, werden neue Neuromod-Verbesserungen freigeschaltet, welche wir durch gesammelte Neuromods (Skillpunkte) in einem Fertigkeitsbaum freischalten können.

Vorschau 2.0: Prey2

Das erste Verbesserungsmodul, welches wir direkt mit dem Psychoskop selbst finden konnten, war der sogenannte „Mimic Detector Gen1“. Diese Modifikation erlaubt es uns, versteckte Mimics in der Welt zu entlarven, denn diese besitzen die Eigenheit, die Gestalt von kleinen Objekten annehmen zu können, um sich so zu verstecken. Sehr schnell wurde uns hier klar, dass dieses Gerät nicht nur sehr praktisch sein kann, sondern auch dass viele Besatzungsmitglieder der Talos 1 sicherlich gerne eine Version des Psychoskops besessen hätten. In einem Labor fanden wir so beispielsweise eine sehr humorvolle Anekdote an die Fähigkeiten der Mimics, denn an fast jedem Gegenstand war eine Haftnotiz mit der Aufschrift „Not a Mimic“ geklebt.

Erstmals durften wir in Prey nun auch die Alien-Psi-Fähigkeiten des Spiels ausprobieren, die allerdings mit Bedacht eingesetzt werden müssen. Denn nicht nur kostet die Verwendung dieser eine bestimmte Anzahl an Psi-Punkten, die wir nur durch entsprechende Power-Ups wieder aufladen müssen, auch können diese Alien-Fähigkeiten weitere Einflüsse ausüben. Wie stark dieser Einfluss ist, hängt mit den Neuromods zusammen. Wissenschaftliche Verbesserungen sind so in der Regel harmlos und geben uns bspw. Kampfboni oder andere Fähigkeiten wie das Reparieren von Stationen und mobilen Geschützen. Übernatürliche Neuromods erlauben es, uns die Fähigkeiten von den Aliens anzueignen, sodass wir bspw. Psi-Explosionen entstehen lassen können.

Vorschau 2.0: Prey1

Haben wir zu viele Psi-Neuromods installiert, so verändern diese unseren Körper. Als Resultat daraus erkennen uns mobile automatische Geschütze, die die Biochemie von Zielen scannen, plötzlich als Feind und eröffnen prompt das Feuer. Treiben wir es zu weit, können uns manche Typhon-Arten sogar regelrecht spüren und Jagd auf uns machen. Während manche der Alien-Fähigkeiten klar auf den Kampf ausgelegt sind, so können uns andere auch den Zugang in abgegrenzte Bereiche ermöglichen. Die Fähigkeit Mimikry, durch die wir für kurze Zeit die Gestalt von kleinen Objekten annehmen können, gehört zu eben diesen. Durch Mimikry können wir so beispielsweise in abgeschlossene Räume gelangen, in dem wir in Form eines handelsüblichen Tackers durch ein vergittertes Fenster springen. Gerade mit Bedacht auf die zahllosen Möglichkeiten, was die unterschiedlichen Herangehensweisen in Prey angeht, eröffnen sich uns hier nicht nur effektive, sondern auch witzige neue Lösungsmöglichkeiten.

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