Vorschau: Quake Champions – Closed Beta

Vorschau Quake Champions - Closed Beta8

Quake Champions: Ein Lan-Party-Liebling kehrt zurück

Die vergangenen Jahre im Dunstkreis der Videospiele haben uns gezeigt, dass so manche Marke auch nach 20 Jahren noch nicht in Vergessenheit gerät. Die Revivals von Spielreihen wie Doom oder auch Wolfenstein in den letzten Jahren können durchaus als Erfolg bezeichnet werden und mit Quake Champions steht bereits der nächste Titel vor der Tür, der an die Erfolge eines der größten Klassiker aller Zeiten anknüpfen möchte. Wir waren für euch in der Closed Beta unterwegs und haben uns angeschaut, ob Quake auch heute noch mit der Konkurrenz mithalten kann. Immerhin sind 18 Jahre eine lange Zeit.

The King ist back?

Fangen wir an mit einem Geständnis: Ich selbst habe Quake nie gespielt, da es schlichtweg vor meiner Zeit war. Und nachgeholt habe ich den Titel auch nie so richtig. Dennoch bin ich mir der Bedeutung von Spielen wie Quake oder auch eines Unreal Tournament bewusst. Beide Titel waren prägend für das Genre der Arena Shooter. Mein Unwissen über diese Perlen der Videospielhistorie bietet aber eine gute Gelegenheit, um Quake Champions ohne rosarote Brille zu betrachten. Keine Nostalgiegefühle, sondern eine rein auf diesen neuen Teil bezogene Meinung, die ich mir nach ein paar Stunden in der Beta bilden konnte – Doch der Reihe nach.

Namensgebend für den geplanten Free to Play-Titel sind die Champions, die neu mit dabei sind. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Charaktere, mit denen ihr euch in die 10-minütigen Matches stürzen könnt und die allesamt über unterschiedliche passive als auch aktive Eigenschaften verfügen. Sowohl im klassischen Deathmatch als auch im Team-Deathmatch könnt ihr, an die aktuelle Situation angepasst, zwischen flinken Charakteren und den etwas robusteren Vertretern wechseln. Robust heißt natürlich nicht, dass es automatisch langsam zugeht, denn Quake war und ist bekannt für sein schnelles Gameplay und die Geschwindigkeit.

Die Champions in der Übersicht

Im hohen Tempo ist die Mission simpel: Tötet alles, was sich bewegt! Wer nach 10 Minuten diesem Motto am besten Folge geleistet hat, ist der Sieger. Zur Verfügung stehen euch dazu 6 altbekannte Waffen wie Schrotflinte und Raketenwerfer, aber auch die Spezialfähigkeit eures Champions, die ihr über Zeit aufladen könnt. Viel Spieltiefe lässt das erst Mal nicht vermuten, denn gerade moderne Shooter wie Overwatch sind deutlich komplexer und haben mehr zu bieten als Quake Champions. Dennoch oder gerade wegen dieser Einfachheit hatte ich Spaß mit dem Titel, auch wenn einige erfahrene Spieler mir online aufgezeigt haben, wie viel mit diesen simplen Mitteln möglich ist. Es kommt auf die Kenntnis der Maps an. Wo liegt welche Waffe? Wann benutze ich welche davon, um meinen Kontrahenten effektiv auszuschalten? Wo heile ich mich nach einem Zweikampf mit Medikits? Wer die Karten nicht kennt, hat schnell das Nachsehen und das wiederum kann für Anfänger auch durchaus frustrierend sein.

Spieler vs Spieler

Vorschau Quake Champions - Closed Beta4

Quake Champions: Ein schneller und explosiver Mix

Neu dabei in der Beta war zudem auch der altbekannte Duell-Modus. Hier geht es Mann gegen Mann im 1vs1 um alles oder nichts. Benötigt werden hierfür 3 Champions in eurem Account. Champions können dabei entweder mit Premium Währung dauerhaft oder über Ingame Währung temporär für 24 Stunden freigeschaltet werden. Anschließend wählt ihr und euer Kontrahent im Wechsel eure Charaktere aus, die dann im Showdown der Reihe nach zum Einsatz kommen. Pro Runde habt ihr also quasi 3 Leben zur freien Verfügung. Wessen 3 Charaktere zuerst das Zeitliche gesegnet haben, verliert eine Runde des Best-Of-3.

Auch hier ist der Spaß schnell vorbei, da so ein Duell meist nur unter 10 Minuten in der Summe andauert. Hin und wieder kommt es aber auch schon Mal vor, dass ihr euch gefühlte Ewigkeiten nicht auf den verwinkelten Maps findet. Das ist dabei weniger langweilig als es klingt und treibt den Nervenkitzel in die Höhe.

Vorschau Quake Champions - Closed Beta6

Die verwinkelten Maps lassen sich blitzschnell durchqueren

Das Map Design ist zugegeben wenig aufregend, aber beide Karten, die ich während der Beta spielen konnte, sind dafür so konzipiert, dass ihr euch nach nur wenig Spielzeit gut auf Ihnen zurechtfindet. Grafisch hat sich Quake ebenfalls deutlich weiterentwickelt, auch wenn ich den allgemeinen Artstyle jetzt nicht besonders aufregend finde. Optik und Sound sind halt Nebensache, um nicht vom Gameplay abzulenken. Früher hat man immerhin auch schon die Charaktermodelle gegen pinke Polygonblöcke ausgetauscht um seine Gegner leichter erkennen und treffen zu können.

"Back to the roots"-Feeling
Simples aber gelungenes Gameplay
Hohe Geschwindigkeit
Spannender Duell Modus
Unübersichtlich für Einsteiger
Präsentation eher zweckmäßig
Vielversprechend

Yannick D.

Wie war nun also mein Ausflug in die Shooterwelt der 90er Jahre? Ich denke, die Tatsache, dass ich beim nächsten Beta Wochenende wieder am Start sein möchte, spricht schon mal dafür, dass ich meinen Spaß hatte. Es tat gut, wieder einen Shooter zu spielen, in dem ich nicht auf mein Team oder zu viele andere Elemente achten muss - Hirn aus und auf alles ballern, was sich bewegt. Die kurzweiligen Matches von Quake Champions und das schnelle Gameplay sind etwas, was es schon länger nicht mehr so gegeben hat. Mein Einstieg war zwar schwierig, aber jetzt freue ich mich darauf zu sehen, was das Spiel zu bieten haben wird, wenn es fertig ist. Mehr Content an allen Ecken wäre wünschenswert. Dann kann ich auch die unspannende Präsentation durchaus verzeihen.
Vorschau: Soldier's Inc: Mobile Warfare *Update* Vorschau: Master x Master
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