Hearthstone: Knights of the Frozen Throne – Ersteinschätzung

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Es ist Sommer! Kinder toben mit Wasserpistolen durch die Straßen, an jeder Ecke riecht es nach frischem Grillgut und die schattige, alte Eiche im Park ist und bleibt der Lieblingsort. Bei so viel Hitze und Anstrengung geht doch nichts über eine ordentliche Erfrischung. Zum Glück sind die Jungs und Mädels von Blizzard uns armen Seelen gnädig gestimmt und wissen mit der neuesten Hearthstone Expansion “Knights of the Frozen Throne“ eine wohlverdiente Abkühlung zu liefern. Auf dem Papier hört sich das schon einmal wundervoll an, ob wir es hier aber wirklich mit einem effizienten Mittel gegen die Hitze zu tun haben oder ob sich das neue Kartenset doch als laues Lüftchen herausstellt, lest ihr in unserer Ersteinschätzung.

Ein frostiges Wiedersehen

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Nach haufenweise Hearthstone-Abenteuern durch die entferntesten Gebiete des WoW-Universums, verschlägt es uns Kartenhelden dieses Mal zur frostigen Eiskrone. Schon seit langer Zeit warten Spieler des wohl populärsten digitalen Kartenspiels darauf, mit dem Lich King und seiner Gefolgschaft ein Hühnchen zu rupfen. Dementsprechend waren die Erwartungen an die aktuelle Expansion und die 135 neuen Karten extrem hoch.

Hatten letztere Expansionen zwar nette Ideen, zum Beispiel in Form von Questkarten, so wirklich schaffte es der Funke bei ihnen dann aber doch nicht überzuspringen. Zwar sind genannte Karten durchaus spaßig, gespielt wurden sie in den professionelleren Rängen des Spiels jedoch nicht. Knights of the Frozen Throne versucht jedoch zum Glück frischen Wind in die angestaubte Meta des Spiels zu bringen. So führt die neue Erweiterung ebenfalls eine neue Kartenart ein: Die des “Deathknights“. Jede der neun verschiedenen Klassen erhält im neuen Set eine dieser begehrten Karten. Spielt man solch eine hochbepreiste Deathknight-Karte, entfesselt man einen mächtigen Zauber und der Lich King korrumpiert euren Geist, sodass euer Helden zu einer namensgebenden Todesritter-Version dessen wechselt.

Dies bringt nicht nur einen coolen und leicht untoten Look mit sich, sondern auch eine niegelnagelneue Heldenfähigkeit, die es ohne Ausnahmen wirklich in sich hat. So wie es bisher ausschaut, scheinen sich die Deathknight-Karten reibungslos in das Spielgeschehen einzufügen und sind eine hoch erwünschte Ergänzung diverser Control-Decks.

Frostkrone raubt Leben

Hearthstone Knights of the Frozen Throne - Ersteinschätzung

Ebenso bringt Knights of the Frozen Throne ein neues Keyword mit sich, welches ebenfalls controlorientierte Decks unterstützt. Dieses neue Keyword hört auf den wundervoll selbsterklärenden Namen “Lifesteal“. Eine Kreatur, aber auch ein Zauber oder eine Waffe mit Lifesteal regeneriert genau so viele Lebenspunkte an eurem Helden wie sie Schaden bei ihrem Ziel zugefügt hat. Eine tolle Ergänzung und ein weiterer Schritt Hearthstone endlich ein wenig Geschwindigkeit zu nehmen, um strategischere Spiele und Control-Matchups zu ermöglichen.

Leider gibt es bisher nicht all zu viele Karten mit dem mächtigen Lifesteal-Effekt, beziehungsweise haben die bis jetzt erhältlichen Karten doch eher schwache Werte, sodass sie wohl nur selten in Decks zu finden sein werden. Des Weiteren ist sehr positiv anzumerken, dass man sich mit dem neuen Set mehr und mehr von zufälligen Effekten distanziert, die viele Spieler zwar wegen ihrem “Meme-Potential“ im Internet feiern, den Profis jedoch ein Dorn im Auge sind.

Mehr Orange im Pack

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Eine weitere Neuerung, die Knights of the Frozen Throne mit sich bringt, hat streng genommen eigentlich nichts mit dem Spiel an sich zu tun, sondern vielmehr mit seiner Bezahlpolitik. Blizzard hat sich nämlich erbarmt und die Drop-Chancen für Legendäre Karten merklich erhöht. Zusätzlich ist euch eine dieser seltenen, orangen Karten in den ersten zehn Knight of the Frozen Throne Booster Packs garantiert. In unseren 53 Packs haben wir beispielsweise ganze sechs legendäre Karten gezogen. Zum Vergleich: In der letzten Expansion „Journey to Un’Goro“ waren es nur zwei. Außerdem ist es jetzt nicht mehr möglich zwei Mal die selbe legendäre Karte in euren Packs vorzufinden. Zu diesen Anpassungen kann man Blizzard nur gratulieren, denn so können auch Spieler, die weniger Zeit und Geld in Hearthstone investieren mit kompetitiven Decks in den oberen Rängen mitmischen.

Insgesamt bin ich mit der neuen Hearthstone Expansion “Knights of the Frozen Throne“ höchst zufrieden. Das weit gefächerte Set beherbergt einige der derzeit mächtigsten Karten und ist bisher das klare Highlight des Hearthstone-Jahres. Die neuen Deathknights sind nicht nur abartig cool, sondern fügen sich auch organisch ins Spielgeschehen ein und scheinen dabei sehr spielbar zu sein. Solltet ihr noch angestaubtes Gold auf eurem Hearthstone-Account angesammelt haben, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt es digital zu verprassen, euch in die Sonne zu legen und ein paar lockere Runden Hearthstone zu spielen.

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