Lohnt sich Kino: Mad Max Fury Road – Filmkritik

mad max fury road thumbnailGeorge Miller und Mad Max sind zurück. Nach drei Vorgängern, die seit den Achtzigern Kultstatus genießen, ist der Erfinder des post apokalyptischen Roadmovies zurück und lässt es diesmal umso mehr krachen. Warum ihr bei Mad Max Fury Road nach dem Kinobesuch am liebsten gleich noch mal ein Ticket lösen wollt, verraten wir euch im Folgenden. 

Wilkommen im Ödland

Fast jeder dürfte schon mal etwas von der Mad Max-Reihe gesehen oder gehört haben. Für alle anderen die Kurzfassung: Die Menschheit hat es, dank atomaren Holocaust geschafft, sich selbst und die Erde fast komplett auszulöschen. Alles, was übrig geblieben ist, ist ein Wüsten-Ödland, in dem alles und jeder um sein Überleben kämpfen muss.

Fury Road ändert nichts an diesem Setting, sondern setzt es nahtlos fort und erweitert damit das Mad Max-Univserum. In die Rolle des Haupthelden Max Rockatansky schlüpft diesmal aber nicht Mel Gibson sondern Tom Hardy. Aber seine einsame Reise nimmt ein frühes Ende und er gerät in die Fänge der Gemeinschaft von Immortan Joe, der die Kontrolle über die größten Wasservorkommen hat, also die wohl wertvollste Ressource im Wüstenland in Händen hält.

In den Reihen des körperlich kranken und durchgeknallten Herrschers lauert Verrat, in Form von Imperator Furiosa (Charlize Theron), die mal kurzerhand einen Tanker samt wertvoller Fracht entführt. Zwei gute Gründe, warum sich Immortan Joe samt seiner Horde aufmacht, sein Eigentum zurück zu erlangen. Lohnt sich Kino Mad Max Fury Road - Filmkritik (2)

Feind oder Freund?

Nicht schwer zu erraten, dass die Flucht von Max und die Verfolgung des Tankers zwei Stränge sind, die unvermeidlich miteinander kollidieren müssen. Der perfekte Grundstein für eine der wildesten Verfolgungs- Achterbahnfahrten, die eine Kinoleinwand jemals gesehen hat! Trotzdem liegt bei der Geschichte auch eine der größten Stärken von Mad Max Fury Road. So abgedreht sie auch immer sein mag, sie ist zu jeder Zeit glaubhaft und klar vorangetrieben.

Dies wird auch durch einen fabelhaften Tom Hardy unterstrichen, der, wenn er auch nicht viel spricht, zwischen all den fliegenden Trümmern, den Ruhepol des Films darstellt. Auch das Gefühl bleibt nicht auf der Strecke, denn sowohl Charlize Theron als auch Nichloas Hoult überzeugen in ihren einzigartigen Rollen voll und ganz.Lohnt sich Kino Mad Max Fury Road - Filmkritik (1)

Materialschlacht

George Millers Vorstellung von der Post Apokalypse war schon in den achtziger Jahren einzigartig und visionär. Was dabei herauskommt, wenn die Technik es erlaubt, diese Visionen im vollen Ausmaß in Bilder einzufangen, darf in Mad Max Fury Road ganze zwei Stunden bestaunt werden.

Es ist beispieloses Action-Kino, bei dem ihr nicht mal blinzeln wollt, um nicht einen Moment zu verpassen. Neben tollen Farben, krassen Stunts und extrem imposanten CGI-Effekten sind vor allem die Kostüme und Fahrzeuge extrem genial geworden. Manche Sachen sind dabei so schräg, dass man sich fragt, wie die Macher wohl auf so krasse Ideen gekommen sind. Ähnliches gilt auch für den Soundtrack, der euren Puls während der Action fast zum Explodieren bringt. Tolles Gimmick ist vor allem, dass die Stücke, die ihr hört, meist auch bildlich untermalt werden.

Einer der Punkte, die mir persönlich am besten Gefallen hat, ist, dass viele der Stunts und damit verbunden Fahrzeuge nicht nur im Computer entstanden sind. Nein, es ist viel handgemachte Action und Stunts, die durch moderne Technik auf ein völlig neues Level gehoben wurden.

Mad Max Fury ist jeden Cent für seinen Kinobesuch wert. Schnell, hart, erbarmungslos und zugleich wunderschön werdet ihr hier auf den heißsten Ritt für diesen Kinosommer geschickt. 

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