Lohnt sich Kino: The First Avenger – Civil War

The-First-Avenger-Civil-War-Kritik-Bild-1Comichelden-Filme sind seit den letzten Jahren nicht mehr aus den Kinos wegzudenken. Allem voran sorgt Marvel mit seiner Vielzahl von Helden jedes Jahr gleich mehrmals für Aufsehen. Mit dem neusten Captain America-Abenteuer leiten sie gleichzeitig noch die dritte Phase im Marvel Cinematic Universe ein, um zu neuen Höhen aufzuschwingen. Ob es ein Traumstart geworden ist, haben wir uns vorab für euch angeschaut.

Oh Captain, mein Captain

Es ist viel passiert, seitdem Captain America 2011 sein Leinwanddebüt feiern konnte. So musste sich Steve Rogers, gespielt von Chris Evans, gegen weltweite Bedrohungen stellen und fand nebenbei mit den Avengers neue Gefährten, die ihn seither in unterschiedlicher Konstellation stets begleiten. Doch welchen Preis muss er dafür zahlen, mal abgesehen vom Kinopreis? Genau diese Frage stellt sich in The First Avenger – Civil War.

Aus diesem Grund erinnern wir uns schnell an seinen letzten Ausflug in „The Winter Soldier“, bei dem Washington DC kurzzeitig im Chaos versank. Auslöser dafür war die Vergangenheit von Captain America, die ihn in Form seines alten Gefährten Bucky Barnes zu diesem Zeitpunkt einholte. Oder auch der letzte Trip mit den Avengers, bei dem die Stadt Sokvia dem Erdboden gleichgemacht wurde. So kommt es, wie es kommen muss: Gleich zu Beginn von Civil War geht ein weiterer Einsatz des Captains mitsamt seiner neuen Heldentruppe um Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) wieder mächtig in Hose und zieht einiges an Kollateralschaden nach sich. Dadurch wird die Frage immer lauter, ob die Superhelden einfach so frei agieren dürfen.The-First-Avenger-Civil-War-Kritik-Bild-2

Skovia wirft seine Schatten

Die Antwort ist schnell gefunden, weil die UN mit den frisch ausgetüfftelten Skovia-Vereinbarungen allen Helden politische Fußfesseln anlegen möchte, um so weitere Katastrophen zu vermeiden. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig den Verlust der selbst erschaffenden Handlungsfreiheit der Avengers und anderer Helden. Alle Helden, die diesem Deal nicht zustimmen und damit gegen den Willen der UN handeln, werden also automatisch zu Schurken.The-First-Avenger-Civil-War-Kritik-Bild-3

Zwei Seiten

Die Vereinbarungen stoßen innerhalb der Recken auf zwei Lager, die immer weiter auseinander zu driften drohen. Geführt werden diese beide Gruppen von Captian America und Iron Man (Robert Downey Jr.). Und als wäre das nicht schon Krise, scheint Steves alter Kumpel Bucky gerade weiter Chaos zu verursachen, bei dem auch noch gerade die Vereinten Nationen ins Fadenkreuz geraten. Mit diesem Paradebeispiel an Zerstörung durch einen „Übermenschen“ sieht sich Tony Stark nochmals in seinem Standpunkt bestätigt und versucht, diesen nun Notfalls auch mit Zwang oder Gewalt durchzusetzen. So wird die Kluft selbst zwischen den Helden immer größer und der „Winter Soldier“ plötzlich zum Katalysator des Bürgerkriegs zwischen den Helden.

Was sich auf dem Papier nach Zündstoff anhört, ist auf der Leinwand umso explosiver geworden. Das liegt vor allem daran, dass die Geschichte mit mehr Wendungen und Tiefe aufwarten kann als viele Marvel-Film zuvor. So reicht der Film deutlich über das stumpfe Thema „Team Captian vs Team Iron Man“ hinaus, indem jede Seite mehr bietet als sich hohl gegenseitig auf die Mütze zu hauen. Ganz nebenbei kriegt jeder Charakter auch ausreichend Screentime – egal für welche Form von Argumenten – was ein bemerkenswertes Kunststück für so einen hochwertigen und großen Cast ist.The-First-Avenger-Civil-War-Kritik-Bild-4

Großer Cast

Herausstechen tun aber natürlich Chris Evans und Robert Doweny Jr., die einen hervorragenderen Job leisten und den Charakteren soviel Profil verpassen, wie man es eigentlich kaum für einen Comichelden Film erwarten würden. Garantiert wird das gesamte Schauspiel noch von Qualitäten, die Marvel über die Jahre perfektioniert zu haben scheint. So bekommt ihr perfekt choreographierte Kampfszenen mit tollen Kostümen, gepaart mit der richtigen Menge an Special Effects. Gerade auf letztere könnt ihr euch bei den unvermeidlichen Duellen zwischen den beiden Heldengruppen besonders freuen.The-First-Avenger-Civil-War-Kritik-Bild-5

Neue Helden, alten Schwächen

Gespannt sein könnt ihr darüber hinaus auch auf neue Helden wie Black Panther und Spider-Man, die bisher noch keinen Auftritt hatten. Mehr wollen wir euch aber an dieser Stelle nicht verraten. Der einzige Kritikpunkt könnte aber vor allem von den Comic-Kenner kommen, denn wie auch schon Age of Ultron hat die Filmumsetzung von Civil War nur einige Elemente für sich übernommen, anstatt genau der Vorgabe zu folgen.

Die Frage, ob sich The First Avenger – Civil War für Kino lohnt, ist einfach mit einen großen JA mit Ausrufezeichen zu beantworten. Mit Civil War machen Marvel und Disney fast alles richtig und zeigen coole Charaktere, eine verständliche und tiefe Geschichte, gepaart mit jeder Menge Superhelden-Action, bei der auch wieder Menge zu Bruch geht. Wenn die dritte Phase von Marvels Masterplan so famos startet, sind wir mehr als gespannt auf die kommende  Filme.

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