Test: Aiptek MobileCinema i60

aiptek-i60-test-Bild-1Aiptek ist bekannt für seine vielen Produkte im mobilen Beamer-Bereich. Da sich die Welt der Mobilgeräte immer weiterdreht, spendiert der taiwanische Elektronikkonzern auch seinen Beamer immer wieder neue Updates. Eines dieser neuen Produkte ist der MobileCinema i60 für das iPhone 6. Wir haben für euch getestet, was der kleine Beamer so auf dem Kasten hat. Um den kleinen Taschenbeamer euer Eigen zu nennen, müsst ihr jedoch aktuell mit 250 Euro noch recht tief ins Portemonnaie greifen. Für diesen Preis bekommt ihr einen ansehnlichen Karton noch Hause geliefert, auf dem sich allerlei technische Daten und schicke Produktbilder befinden. Im Karton gibt es dann noch einiges mehr zu entdecken.

Lieferumfang

  • Aiptek MobileCinema i60
  • Micro USB-Kabel
  • Tragetasche
  • Bedienungsanleitung

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Sieht aus wie …

Der MobileCinema i60 ist in seiner Erscheinung, genau wie viele andere Produkte von Aiptek, sehr einzigartig. Sogar so einzigartig, dass unserem geschulten Blick eine Beschreibung sehr schwer fällt. Deswegen wollen wir es an dieser Stelle mit einem kurzen Statement aus der Redaktion versuchen. Zitat Martin W.: Es sieht irgendwie aus wie eine Küchenreibe oder so ein Kartoffelschäler aus dem Home-Shopping“.In jedem Fall ist der i60 ein Blickfang, schon alleine durch die schicke schwarz-weißen Farbgebung.

Erst der Blick auf die Front, lässt erahnen, worum es sich beim i60 eigentlich handelt. Hier hat die Linse des Beamers seinen Platz gefunden, umhüllt von schwarzem Kunststoff mit einem edlem Klavierlack-Finish. Dies alles ist in ein weißes Kunststoffgehäuse verfrachtet, welches aus einem Star-War-Film stammen könnte. An der Unterseite befinden sich sowohl die Batterieanzeige samt Kontrollknopf, als auch der Apple-Lightning Digital AV Adapter-Anschluss samt Abdeckung. Ein ähnliche Abdeckung hätten wir uns hier auch für die Linse gewünscht.

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An den Seiten des Geräts befinden sich alle wichtigen Anschlüsse und Bedienelemente sinnvoll verteilt. Die flache Oberseite dient als Ablagefläche für euer iPhone 6. Festgehalten wird euer Smartphone von zwei Halterungen, wovon eine als schwenkbarer Bügel und Tischstütze verwendet werden kann.

Wie schon erwähnt, besteht das Gehäuse komplett aus Kunststoff, dieser ist aber wirklich exzellent verarbeitet worden. Besonder das leicht matte Finish der weißen Kunststoffflächen bietet eine hochwertige Haptik. Nur an einer Sache könntet ihr euch stören. Zwar sind die Abmaße für einen Beamer schon kompakt, nur beispielsweise für Hosentaschen nicht geeignet. Dafür ist der MobileCinema i60 aber erstauntlich leicht mit seinen 155 Gramm.

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Inbetriebnahme

Wenn ihr den MobileCinema i60 auch im vollem Funktionsumfang nutzen wollt, braucht ihr neben einem Applegerät mit Lightning Anschluss auch zusätzlich noch den Apple-Lightning Digital AV Adapter, der auch nicht ganz billig ist. Dieser kann dann aber nahtlos über die Unterseite des i60 verbunden werden. Neben dem angesprochenen Anschluss fürs iPhone bietet der kleine Beamer noch einen HDMI Eingang mit dem ihr fast jedes neues Multimediagerät anschließen könnt.

Mit den richtigen Kabel ist die Inbetriebnahme kinderleicht gemacht: einstecken, Endgerät und Beamer einschalten und schon kann es losgehen.

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MobileCinema i60 in der Praxis

In Praxis-Test entpuppte sich der MobileCinema i60 als eine echte Überraschung. Der erste Grund hierfür ist die erstaunliche Helligkeit, die das kleine Gerät bietet. Um genauer zu sein liegt die Leuchtkraft bei 70 Lumen. Das reicht aus, um schon in etwas abgedunkelten Räumen zu vorzeigbaren Ergebnissen zu kommen. Dank der HDMI-Anschlusses könnt ihr das Gerät mit Rechner, Tablet oder sogar einer Spielekonsole verbinden. Dabei traten bei unseren Tests mit Macbook Pro, Windows PC, PS4 und Xbox One keinerlei Probleme auf.

Praktisch ist auch die Funktion als Powerbank. Dank der 3000 mAh Akku reicht die Power bei vielen der unterstützen Geräte gut für eine volle Ladung aus. Dies sorgt aber auch dafür, dass ihr den kleinen Beamer über 100Minuten lang ohne eine Steckdose betreiben könnt. Was vollkommen ausreichend ist, da nur die Wenigsten ihn als echten Beamerersatz benutzen werden.

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An dieser Stelle wollen wir noch mal auf die Helligkeit und Bildqualität eingehen. Diese hängen wie bei jedem Beamer, von den Lichtverhältnissen ab, in dem ihr den i60 betreibt. Zudem kommt auch hinzu, ob ihr das Bild auf eine Wand oder wirklich Projektionsfläche werft.  Erstaunlicher Weise kommt der Beamer in abgedunkelten Bedinungen sogar locker mit Wänden zurecht. Am Ende gilt aber trotzdem noch, je dunkler der Raum, desto besser das Ergebnis.

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Neben der guten Helligkeit zeigt sich am richtigen Ort auch ein weiterer Vorteil der verbauten DLP Lichttechnologie mit RGB LEDs: Es entstehen jederzeit scharfe und farbintensive Bilder. Selbst der Kontrast ist auf einem guten Niveau, wobei besonders in den Schwarztönen mal das eine oder andere Details verloren gehen kann. Schade ist auch, dass die Auflösung mit 640 mal 480 Pixeln immer noch recht niedrig ausfällt. Dafür leistet sich der Beamer aber bei der Skalierung von Fotos und Videos kaum Schwächen, abgesehen davon, dass manche Weitwinkelbildinhalte öfter beschnitten werden müssen.

Insgesamt könnt ihr mit dem i60, Bildgrößen bis etwas 150 cm bewerkstelligen. Je größer die Diagonale dabei wird, desto mehr Licht geht wie bei jedem Beamer verloren. Neben dem Abstand müsst ihr beim Aufstellen noch eine zweite Sache bedenken und zwar, dass der Lichtstrahl des Beamers möglichst gerade (90Grad) auf die Projektfläche trifft, da ihr später keine weitere Möglichkeit zur Trapezkorrektur habt.

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Habt ihr die richtige Aufstellung gefunden, müsst ihr lediglich noch die Schärfe richtig einstellen. Dies geschieht über ein kleines Stellrad auf der Seite. Dieses ist sehr leichtgängig und mit ein bisschen Übung, trefft ihr den optimalen Schärfepunkt eigentlich immer recht gut.

Nur eine Sache könnte euch sauer aufstoßen und zwar die Laustärke des Lüfters. Dieser beginnt nach etwa 2-3 Minuten im Gehäuse ordentlich zu rotieren. Zwar bewegen wir uns noch nicht in der Lautstärkeklasse „Düsenjet“, aber der Lüfter ist schon sehr deutlich wahrnehmbar.

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Gute Lichtstärke
Kräftige Farben
Kann selbst größere Diagonalen erreichen
Starker Akku mit Ladefunktion fürs Handy
Geringe Auflösung
Linse nicht geschützt
Lüfter deutlich hörbar