Test: Battlefield 1 – In the Name of the Tsar

Test: Battlefield 1 - In the Name of Tsar

In the Name of the Tsar – massenweise neuer Content

Im Namen des Zaren – Die Ostfront lässt grüßen

Das neue DLC In the Name of the Tsar wird offiziell am 19. September 2017 für rund 15€ käuflich erwerbbar sein. Wer allerdings im Besitz des Premium Pass ist, konnte schon am 05. September loslegen. Dabei gab es vieles zu entdecken. Ob sich die neuen Inhalte für euch lohnen, lest ihr hier.

Battlefield 1 ist mit seinem Erster-Weltkriegs-Szenario voll im Trend. Obwohl es als Anti-Kriegs-Spiel galt, merkten wir in der Originalversion relativ wenig davon. Nachlesen könnt ihr das in unserem Test zu Battlefield 1. Nichtsdestotrotz konnte uns der Multiplayer-Part des Spiels wirklich überzeugen. Mit der neuen Erweiterung: In the Name of the Tsar schlüpfen wir in die Rolle der russischen Armee. Demnach haben wir auch allerhand neue Waffen und Ausrüstung an die Hand bekommen, die uns an die des Russischen Reiches zur Zeit des Ersten Weltkriegs erinnern sollen. Besonders die neuen weiblichen Späher machen hierbei einiges her. Die Erinnerung an das sogenannte Frauen-Bataillon des Todes, was aus russischen Frauen an der Front bestand und im ersten Weltkrieg zahlreiche Abschüsse verzeichnen konnte, wurde sehr gut umgesetzt. So haben wir schon fast das Gefühl, dass wir selbst zu diesem berühmten Bataillon gehören. Kommen wir aber zunächst einmal zum Inhalt des zirka 10GB großen Erweiterungspaketes.

Neue Karten

Test: Battlefield 1 - In the Name of Tsar

Das Gebiet um die Wolga bietet blutige Gefechte zum Sonnenuntergang

Die neuen Karten haben es in sich. Die meisten sind etwas kleiner gestaltet und bieten damit einen wunderbaren Platz für zahlreiche Kills im kleinen Kreis. Teamwork wird dort wie immer großgeschrieben. Des weiteren können wir sagen, dass uns die Umgebung sehr schnell fesselt. Hier und da haben wir uns auch mal eine Kugel eingefangen, nur weil uns die verschneite Umgebung abgelenkt hat. Ein Kugelhagel im Sonnenuntergang also. Romantik pur. Wir haben euch einmal alle Inhalte der neuen Karten in einer Übersicht zusammengefasst:

  • Lupkow-Pass: Die Map spielt in den Schluchten einer verschneiten Berglandschaft. Deshalb kommt es zu tückischen vertikalen Gefechten zwischen der russischen Armee und den Truppen von Österreich-Ungarn. Der Schlüssel zum Sieg hängt bei dieser Karte von der schnellen Eroberung erhöhter Stellungen ab. Diese gewähren einem Team ein Minimum an Übersicht.
  • Albion: Die deutschen Truppen bombardieren die Küstenlinie der baltischen Halbinsel und ihnen gegenüber stehen die schweren Batterien der russischen Streitkräfte. Hier ist ein guter Einsatz von Fahrzeugen und Artillerie besonders wichtig.
  • Galizien: Dies ist eine sehr offene Karte, bei der es sowohl auf Infanterie, Kavallerie, als auch auf leichte Fahrzeuge ankommt. Mit der Brussilow-Offensive wollen russische Truppen Österreich-Ungarn aus dem eigenen Land vertreiben.
  • Brussilows Festung: In einem abgelegenem Bergdorf wurden die Soldaten von Österreich-Ungarn von Russland zurückgedrängt. Nun leisten sie erbitterten Widerstand. In den Tälern der Karpaten kommt es besonders auf den Nahkampf an.
  • Zarizyn: Kaisertreue und Bolschewiken bekämpfen sich in einem engen Häuserkampf und entscheiden über die Zukunft des russischen Regimes. Auch hier ist der Kampf zwischen Soldat und Soldat so persönlich und schonungslos wie noch nie.
  • Wolga: Eine klassische Panzerschlacht. Auch hier bekriegen sich die Kaiserarmee und Bolschewiken auf einer großflächigen, ländlichen Ebene. Einzelne Unterstände bieten nur provisorischen Schutz vor Kälte und Kugelhagel. Unterzahl ist auf dieser Map tödlich und manchmal ist ein formierter Rückzug die bessere Lösung, anstatt sich an der Front aufzureiben.

Neue Waffen und Fahrzeuge

Test: Battlefield 1 - In the Name of Tsar

Neue Waffen aus dem Zarenreich

Das ist jedoch bei weitem noch nicht alles, was wir neu dazubekommen. Weiterhin erhalten wir noch 11 neue Waffen und ein paar neue Fahrzeuge dazu. Die neuen Waffen bieten mächtige Durchlagskraft und sind auf dem Feld besonders schrecklich wenn ihr diese auf der gegnerischen Seite entdeckt, tja, dann ist es meistens auch zu spät um darauf zu reagieren. Unser absoluter Liebling ist das oben gezeigte Scharfschützen Gewehr. Mit einer extremen Durchschlagskraft hat auch, der sich hinter einer Blockhütte versteckte, Fein keine Chance mehr. Das Tempo der Waffen ist eher Mittelmaß. Wer also auf schnelle Waffen mit hohem Schaden pro Sekund steht wird hier leider enttäuscht. Die neuen Wummen und Geschütze, die wir im übrigen sehr gelungen finden, wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten. Daher haben wir hier eine Übersicht der neuen Modelle für euch:

Sturmsoldat

  • Modell 1900
  • SMG 08/18

Sanitäter

  • FA-Automatikgewehr
  • General Liu-Gewehr

Support

  • Parabellum MG 14/17
  • Perino Model 1908

Späher

  • Mosin-Nagant M91
  • Vetterli-Vitali M1870/87

Panzerfahrer/Pilot

  • C93 Karabiner

Seitenwaffe (alle Kits)

  • Nagant-Revolver
  • Obrez-Pistole

Nahkampf (alle Kits)

  • Kosakendolch
  • Blindgänger-Keule

Fahrzeuge

  • Putilow-Garford
  • Ilya-Muromets
  • Y-Lighter
  • 305/52 O Küstengeschütz
  • Husarenkavallerie-Einheit

Der neue Spielmodus

Wäre das noch nicht genug bekommen wir obendrein noch einen neuen Spiel-Modus, diesen haben wir schon einmal in ein paar Runden angespielt. Dabei geht es um den Versorgungsabwurf. Diese Strategie ist nicht nur neu, bis zum ersten Weltkrieg war gar nicht wirklich daran zu denken, die Front-Truppen mit Versorgung aus der Luft zu versorgen, sondern bietet auch ein neues Spielprinzip. Die schon bekannten Trupps müssen sich diesmal um verschiedene Pakete kabbeln. Auf den kleinen Karten wird dies schnell zu einem kleinen, schnellen Gemetzel. Große Strategen haben hier auf diesen Schlachtfeldern schon pauschal keine große Chance. Die Versorgungs-Pakete  werden in unregelmäßigen Abständen einfach auf das Feld geworfen. Das bedeutet wir können bis zu drei verschiedene Punkte auf der Karte haben, die wir beschützen müssen. Das empfanden wir als besonders knifflig. Die Punkte orientieren sich an nichts. Das bedeutet das es direkt neben dem Feindlichen Lagern einen Abwurfpunkt geben kann oder aber irgendwo abseits des Zentrums. Ähnlich dem Eroberungs-Modus versuchen wir die Fracht zu beschützen. Denn die wertvolle Fracht schenkt unserem Team Punkte. Das Prinzip wird uns auch hier schnell klar. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Neben dem Schutz der Versorgungskisten werden natürlich auch wieder die Abschüsse mit ins Punkte-System hineinfallen.

  • 07.09. um 11:01
Neue, durchschlagskräftige Waffen
Winterliche, schöne Umgebungen
Neuer packender Modus
Lange Wartezeiten durch zu wenig Serverkapazität

TT

Mit der Erweiterung: In the Name the Tsar bekommt das Spiel nochmal einen völlig neuen Modus spendiert, der definitiv noch ein paar Stunden Spielspaß mehr aus dem Game herauskitzeln kann. Wer sich den Premium-Pass noch nicht geholt hat, der sollte das wirklich schleunigst nachholen, denn es kommen noch weitere zwei Erweiterungen und wenn diese mindestens genauso groß werden wie diese, dann lohnt er sich auf jeden Fall. Das große östliche Reich noch mit ins Boot zu holen erhöht den Spielspaß noch um ein Vielfaches und von der Historie war der Eingriff der Russischen Armee schon lange überfällig. Von uns also eine klare Kaufempfehlung für jeden Battlefield-Spieler.
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