Test: DOOM *Update: Switch Version*

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Der Moment der Wahrheit: Wie gut ist das neue DOOM nun wirklich? Nach all dem Medien-Rummel und Steam-Shitstorm testen wir den sagenumwobenen Nachfolger der Erfolgs-Trilogie für euch. Wir sagen euch was Singleplayer, Multiplayer und das Sandkasten-Werkzeug „SnapMap“ können und ob der blutige Shooter nun doch ein Erfolg oder der zu erwartende Reinfall geworden ist.

Die Hölle auf Erden

DOOM macht keine Kompromisse, so viel ist klar. Wir starten in einem simplen Menü, welches uns lediglich den gewünschten Spielmodus auswählen lässt. Alles ist in blutigem Rot gehalten und lässt uns erahnen was als nächstes kommen wird. Der grandiose Soundtrack sticht hier am meisten hervor, welcher euch als Spieler schon im Menü abholt. Wir wählen den Singleplayer, einen Schwierigkeitsgrad und springen direkt ins Spiel. Ab jetzt heißt es: „Los, gib’s mir!“.

Was wir mit unserem anfänglichen Satz meinten, wird ab der ersten Sekunde klar: Unser Protagonist liegt auf einem blutigen Altar, reißt sich nach dem Erwachen von seinen Ketten los und zerschmettert direkt erstmal den Kopf eines hässlichen Dämons. Man was für ein guter Start in den Tag! Frisch und belebt stürzen wir vom Altar und greifen nach der nächstbesten Pistole, um aus vollen Rohren um uns zu ballern. Ein paar gespaltene Schädel später stehen wir auch schon der für das Franchise bekannten UAC-Rüstung gegenüber, welche in einer Art Alien-Schrein aufgebahrt ist.

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Ab jetzt befinden wir uns wieder in bekanntem Terrain und der Kugelhagel kann beginnen. Warum das alles so passiert und was auf dieser Mars-Station überhaupt los ist? Das wissen wir selbst noch nicht und es soll sich erst nach und nach aufklären. Durch zahlreiche Funksprüche, Audio-Logs und Textnachrichten wird euch eher passiv angeboten die Story weiter zu verfolgen. Wem das egal ist, der wird ziemlich selten mit der Hintergrundgeschichte genervt und kann in den meisten Fällen schnell von Raum zu Raum rennen und Dämonen jagen. Außer ein paar wichtigen Zwischensequenzen könnt ihr also selbst entscheiden wie intensiv ihr euch mit der Geschichte der Mars-Station beschäftigen wollt.

Kommt aber doch mal eine Zwischensequenz, werdet ihr ziemlich aus dem Spielfluss gerissen und dürft euch minutenlange Monologe anhören. Das bringt schlagartig Langeweile und anstatt zuzuhören, sucht man lieber panisch den Ausgang und versucht dem Vortrag irgendwie früher zu entfliehen.

Diese berichten euch relativ früh warum die Hölle auf Erden ausgebrochen ist. Die Anlage der UAC wird dafür genutzt um die Energie der Hölle, das sogenannte Argent, anzuzapfen und die ganze Welt damit zu versorgen. Durch illegale Experimente der fanatischen Dr. Olivia Pierce, öffnete sich auf dem Mars ein Tor zu Hölle, aus dem die Armee des Teufels ausbrach und die ganze Station dem Erdboden gleichmachte. Also lautet eure Mission: Findet Dr. Pierce und das Tor zur Hölle und vernichtet beide!

Hässliche Fratzen, kaltes Fleisch und ein wahres Blutbad

Das Setting ist, wie üblich für DOOM, sehr düster und blutig. Auf eurer Reise durch die UAC-Station auf dem Mars, watet ihr durch ein Meer von zerfetzten Leichen eurer Soldaten-Freunde und jeder Menge Blut. Ihr seid quasi das einzig menschliche, noch lebende Wesen auf dem Mars und das lässt euch das Spiel auch gnadenlos spüren. Jede Konsole und jede Tür ist blutverschmiert und meist liegt daneben noch ein toter Soldat, der euch dezent darauf hinweisen soll, dass ihr schon weiter gekommen seid als er.

Schlüsselkarten müsst ihr euren Kollegen aus den toten Händen reißen und manchmal auch die toten Hände vom Kollegen abreißen um fortfahren zu können. Das alles soll euch vermitteln, dass das hier kein Kindergeburtstag wird. Denn auf der anderen Seite wartet eine Horde blutdurstiger Dämonen, die in zahlreichen Formen und Größen nur darauf warten euch in eure Einzelteile zu zerlegen.

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Wer DOOM kennt, der wird den ein oder anderen Dämon wiedererkennen und sich gleich viel wohler fühlen. Die Bandbreite an verschiedenen Dämonen-Arten ist ziemlich groß, sodass eine gewisse Vielfalt im repetitiven Shooter-Alltag aufkommt. Und auch wenn meisten Widersacher nur blind vor Schießwut durch die Level rennen, muss man noch lobend anmerken, dass alle Dämonen sehr detailliert und durchdacht aussehen. Es gilt das Motto: Umso größer die Waffen werden, desto fetter werden auch die Dämonen. Findet ihr beispielsweise einen Raketenwerfer, wird die Freude schnell durch das Bewusstsein getrübt, dass ihr diesen gleich auch bitter brauchen werdet.

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Die Umgebung der Station sieht zu jedem Zeitpunkt stimmig aus und bietet durch häufige Szenenwechsel Abwechslung. Am häufigsten kämpft ihr zwar innerhalb der Station, die sich an vielen Orten ähnelt, abwechslungsreich wird es aber, wenn ihr dann heraustretet und direkt auf der staubigen Mars-Oberfläche, innerhalb des riesigen Argent-Tower oder direkt in der Hölle kämpft. Der ein oder andere Akzent wird außerdem nochmal dann gesetzt, wenn ihr ins Freie gelangt und einen Panorama-Blick über den gesamten Trakt werfen dürft.

Genau hier merkt man aber auch die Schwäche von DOOM, denn dieses Spiel benötigt verdammt viele Ressourcen. Auch leistungsstarke Rechner werden hier ihre Probleme bekommen, weshalb, gerade bei offenen Gebieten, mit störenden Frame-Drops zu rechnen ist. Das mindert das Spielerlebnis und kratzt am Ego jeden Spielers, der mit seinem guten bis sehr guten Rechner die Einstellungen auf „Mittel“ stellen muss, um ein flüssiges Spielerlebnis zu bekommen.

Schmerzende Füße und zuckender Abzugsfinger

Beim Gameplay gibt es wenig Überraschungen, denn die Entwickler bleiben der Reihe treu. Drum heißt es: Laufen, Schießen, Laufen, schießen, Tür öffnen, Laufen, Schießen… Wer mehr Tiefe von einem Spiel erwartet, der kann DOOM ruhig liegen lassen, denn die Entwickler und vor allem die Fans der Serie wollen genau dieses Spielprinzip. Schnelle und simple Shooter-Action bei der man rasch voranschreitet und keine Kompromisse machen muss. Ihr verstärkt lediglich eure Waffen und eure Rüstung zwischendurch, was sich aber innerhalb weniger Sekunden erledigen lässt.

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Über die Schnelligkeit des Gameplays kann man sich im Allgemeinen nicht beschweren, doch wird die offene Karte der Geschwindigkeit manchmal zum Verhängnis. Überseht ihr ein Missionsziel, oder eine Schlüsselkarte und ballert euch weiter lustig über die Karte, werdet ihr an einem gewissen Punkt einfach steckenbleiben. Dann beginnt die große Suche und ihr dürft nochmal euren Weg zurückverfolgen und durch die leergefegten Räume wandern, bis ihr das ausgelassene Ziel erreicht habt. Das reißt euch komplett aus dem Spielfluss und nervt einfach nur. Das Positive daran ist aber, dass ihr kaum schlauchförmige Level habt und auf verschiedenen Wegen euer Ziel erreichen könnt. Sofern ihr also immer ein Auge auf eure Karte habt, könnt ihr diese Spaß-Bremse umgehen.

Wer jedoch kein Problem damit hat es etwas gemächlicher angehen zu lassen, der kann ganz aufmerksam und mit Adlerauge durch die Welt laufen und nach den kleinen Easter Eggs in DOOM suchen. Ein unscheinbarer Hebel kann euch ein Tor öffnen, dass euch ins Jahr 1993 zurückversetzt bzw. in eines der alten DOOM-Klassiker. Dort werden Teile von beliebten Maps der Original-Spiele nachgebaut und wieder in Retro-Grafik für euch zugänglich gemacht. Sogar der Soundtrack und die Skins der Gegenstände stimmen perfekt überein! habt ihr ein solches Geheimnis erstmal gefunden, könnt ihr über das Menü das ganze Level abrufen und noch einmal erleben.

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Ein völlig neues (und vor Release eher umstrittenes)  Feature im Gameplay, sind die Glory Kills. Schadet ihr einem Gegner genug, fängt er an zu taumeln und ist bereit von euch fertiggemacht zu werden. Mit einem coolen Finishing-Move setzt ihr dem Dämonen-Dasein dann ein grausames Ende. Viele Spieler bemängelten diese Glory Kills, da sie das Gameplay zu sehr ausbremsen würden. Mal abgesehen davon, dass sie verdammt cool und blutig aussehen, bringen sie euch außerdem hilfreiche Boni für den Kampf. Seid ihr mitten im Geschehen und euch geht Leben oder Munition aus, kann euch ein Glory Kill schon unter die Arme greifen. Das Beste an ihnen ist aber, dass man sie im Zweifelsfall auch weglassen kann. Wer sie nicht mag, kann dem taumelnden Dämon auch einfach mit einer ordentlichen Salven eures Gewehrs den Garaus machen.

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Das Waffen-und Rüstungssystem ist so einfach wie genial. Upgrades klaut ihr – wie alles andere auch – den verlorenen Seelen, die zerfleischt am Boden liegen. Für gemeisterte Aufgaben oder gefundene Extras innerhalb eines Levels, erhaltet ihr Upgrade-Punkte die ihr beliebig auf eure Ausrüstung verteilen könnt. Darüberhinaus bekommt ihr für jede Waffe zwei Mods, die ebenfalls Upgrades bekommen können, die eure Nachladezeit, Feuerrate oder Präzision verbessern.

Zwischendurch bekommt ihr die Chance euren Soldaten noch mehr zu verstärken und zwar mit dämonischen Kräften. Findet ihr einen der zahlreichen Runensteine, könnt ihr in die Dämonen-Welt abtauchen um eine Prüfung abzulegen und einen Runenstein zu erlangen. Dieser bringt euch dann nützliche, aber nicht spielentscheidende Vorteile. Diese Prüfungen beschränken sich meist darauf, mit einer bestimmten Waffe eine Anzahl an Gegnern in einer begrenzten Zeit zu eliminieren.

Der polarisierende Multiplayer

Was wurde im Vorfeld über den Multiplayer von DOOM geschimpft und gemotzt. Es würde sich wie ein schlechtes Halo anfühlen, es wäre kein DOOM mehr – All sowas durften sich die Entwickler nach der katastrophalen Open-Beta anhören. Doch wo sind die lauten Stimmen nach der Veröffentlichung? Sie sind verstummt und das auch zurecht, denn auch der Multiplayer konnte uns durchaus überzeugen.

Ihr bekommt hier kein Call of Duty, kein Battlefield und schon gar kein Overwatch oder Battleborn serviert. Nein, dieser Multiplayer erinnert an die Zeiten als wir alle noch im Keller unserer Eltern hockten und nächtelang auf LANs mit unseren Freunden Quake und Unreal Tournament gezockt haben. Ihr bekommt endlich wieder einen Arena-Shooter, der mit schnellen Kills, großen Waffen und mächtig Spaß einher kommt.

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Euch stehen sechs verschiedene Spielmodi zur Verfügung, die vom normalen Team-Deathmatch, über Vorherrschaft bis zum „Freeze Tag“ reichen, bei dem ihr eure Gegner einfriert um zu gewinnen. Außerhalb der Matches wartet noch ein Level-System, verschiedene und frei belegbare Waffensets und ein Editor Modus für eure Rüstung und Waffen auf euch. Mit steigendem Level schaltet ihr immer mehr Features frei, soweit also nichts total innovatives.

Trotzdem ist das Multiplayer-System in sich stimmig und sorgt für viele Stunden Spielspaß und setzt durch viele freischaltbare Waffen und Rüstungsteile immer neue Anreize zum Weiterspielen.

Die Dämonen werdet ihr auch im Multiplayer nicht los und das bringt so richtig Schwung in die Sache. Je nach Spielmodus, erscheint nach einer gewissen Zeit an bestimmten Stellen der Karte eine Dämonenrune, welche euch – Wer hätte es gedacht – für eine gewisse Zeit in einen Dämon verwandelt. In welchen Dämon ihr euch verwandelt, wählt ihr am Anfang jeder Runde aus. Die Dämonen sind natürlich übermäßig stark und verspeisen euch als kleinen Fußsoldaten zum Frühstück. Mit ein bisschen Taktik kriegt man aber auch einen fetten Mancubus niedergerungen, weshalb die Teams, trotz Dämonen-Vorteil, nie unausgeglichen sind.

Der kreative SnapMap-Editor

Euch sind die Level und Karten der Entwickler zu langweilig? Dann schnappt euch doch einfach den SnapMap-Editor und baut euch eure eigenen Level! Entwickler Bethesda gibt euch den hauseigenen Editor an die Hand, mit dem sie selbst ihre Level gestaltet haben.

Wie in einem riesigen Sandkasten könnt ihr euch alle möglichen Level zusammenbauen und diese mit Ereignissen und Dämonen ausstatten. Euch stehen alle Funktionen die ihr aus dem Spiel kennt zur Verfügung, weshalb dieser Editor für Anfänger nicht ganz einfach zu durchblicken ist. Man wird überflutet vom Umfang und den Möglichkeiten die der SnapMap-Editor bietet, weshalb Bethesda gleich noch ein paar Tutorials dazuliefert.

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Eure Karten baut ihr mit vorgefertigten Räumen zusammen und habt die Möglichkeit sowohl in die Höhe als auch in die Tiefe zu bauen. Habt ihr das Grundgerüst fertig, könnt ihr dieses noch mit Gegenständen, Dämonen und Waffen ausstatten. Doch der wirklich komplizierte Teil kommt erst noch…

Um eurer Karte nämlich Leben einzuhauchen braucht ihr logische Verbindungen, Ereignisse und Bedingungen. Am einfachsten ist es da noch Fußschalter mit Türen zu verbinden, doch schwieriger werden schon Siegbedingungen die an Gegenstände oder Ereignisse gebunden sind. Ihr könnt orts- und zeitgebundene Ereignisse erstellen und noch vieles mehr.

Wer also richtig gute Karten und Spielmodi bauen will, muss viel Zeit investieren um den gesamten Editor zu durchblicken.

*Update*

Doom auf der Nintendo Switch

Noch diese Woche, am 10. November, wird der Action-Shooter Doom auch für die Switch erscheinen. Aber wie gut läuft das Game auf der Konsole?

Vorweg sei gesagt, dass Doom immer Doom bleiben wird, egal auf welcher Plattform ihr das blutige Gemetzel startet. Jedoch solltet ihr keine allzu hohen Erwartungen an die Grafik der Switch-Version mitbringen, denn diese ist gerade im Vergleich zur Fassung auf der PlayStation 4 um einiges schlechter.  Ebenfalls braucht ihr ordentlich Speicherplatz, denn mit ca. 22 GB ist das Spiel nicht gerade klein. Dafür bekommt ihr aber auch das volle Paket Doom, mit sämtlichen Missionen, Leveln und Waffen aus dem ursprünglichen Spiel. Auch beim Multiplayer gibt es keinerlei Abstriche. Euch stehen alle Modi zur Verfügung, die es auf den anderen Plattformen auch zu finden gibt. Lediglich der Level-Creator Snapmap wurde außen vor gelassen.

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Doom To-Go

Um das Spiel überhaupt für die Nintendo Switch herausbringen zu können, mussten von den Entwicklern zwangsläufig Abstriche gemacht werden. Wer sich auf ein Doom für unterwegs mit 60 FPS und 1080p gefreut hat, wird hier leider enttäuscht. Damit es auf der portablen Konsole überhaupt flüssig laufen kann, wurde die Framerate halbiert und die Grafik runtergeschraubt: Mit 720p und 30 FPS seid ihr auf der Switch dabei. Texturen und Effekte sind im Game ebenfalls deutlich unschöner als auf anderen Konsolen.

Das alles stört auf den ersten Blick jedoch nicht. Zwar habt ihr das ständige Gefühl, dass alles ein wenig grob und verwaschen wirkt, besonders bei schnelleren Umdrehungen, aber das tut dem Gameplay an sich keinen Abbruch. Alles läuft einwandfrei, ohne Verzögerungen oder sonstige Störungen. Allerdings kann es bei sehr großen Gegnerhorden doch schon mal passieren, dass die Framerate kurzzeitig absinkt, was sich aber relativ schnell wieder legt. Das Gemetzel und die Story sind, genau wie vorher auch, von schnellen Kämpfen gegen Dämonenhorden geprägt und voller Action. Wo es dann doch wirklich problematisch wird, ist beim Text. Spielt ihr im Handheld-Modus, sind Texte sowie die meisten Untertitel viel zu klein, um sie ohne weiteres lesen zu können.

Auch am Fernseher

Schließt ihr eure Switch an den Fernseher oder an einen Monitor an, stellen die zu kleinen Texte keine Schwierigkeit mehr dar. Auf einem größeren Bildschirm lässt sich alles einfacher lesen, und auch grafisch erscheint das Ganze hübscher, da die Konsole im TV-Modus alles aus sich herausholen kann, was in ihrer Macht steht. Am Gameplay ändert sich aber nicht viel, dennoch könnt ihr die Joy-Cons der Switch einzeln in jeder Hand halten zum Spielen, oder sie in eine dazugehörige Halterung stecken, um sie als stabilen Controller nutzen zu können. Wie es für euch am besten ist, müsst ihr selber ausprobieren.

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Unsensible Steuerung

Es mag nicht jedem auffallen, aber habt ihr Doom zuvor auf anderen Konsolen wie beispielsweise der PS4 gespielt, werdet ihr euch an die Joysticks der Joy-Cons erst gewöhnen müssen. Bewegt man die Sticks langsam in eine Richtung, passiert zu Anfang gar nichts. Im nächsten Moment stürmt man dann plötzlich nach vorne, als gäbe es keinen Morgen mehr. Die Steuerung ist einfach etwas klobig, aber das macht das Spiel noch lange nicht unspielbar. Da es keine Bewegungssteuerung gibt, auf die man sich stattdessen verlassen könnte, muss man sich einfach an die etwas ruckartigen Bewegungen gewöhnen. Oder ihr nutzt am besten gleich den Pro Controller falls ihr am TV spielen solltet.

Trotz aller Mängel sollte man immer im Auge behalten, dass es sich bei der Switch um keinen High-End Gamingrechner oder die PlayStation 4 Pro handelt. Klar sieht Doom dort um einiges besser aus und mag sich angenehmer steuern lassen, aber allein die Tatsache, dass dieses leistungstechnisch anspruchsvolle Spiel auf einer Handheld-Konsole funktioniert, verdient Respekt. Alles hat seine Vor- und Nachteile, genau wie die Wahl der Konsole. So hat man nun durch die Nintendo Switch die Möglichkeit, Doom zwar mit grafischen Einschränkungen, dafür aber mobil und mit dem generellen Doom-Feeling zu spielen.

Grandioser Soundtrack
DOOM-Feeling ab der ersten Sekunde
Offen gestaltete Level
Vielfältige und detaillierte Dämonen
Schnelles, kompromissloses Gameplay
Retro Easter Eggs für Hardcore-Fans
Fetziger Multiplayer a la Quake und UT
Komplexe und komplett individuelle Maps durch SnapMap-Editor möglich
Trotz guter Rechenleistung an manchen Stellen nervige Frame-Drops
Gebremster Spielspaß durch stellenweises Suchen der Zwischenziele und lange Monologe
SnapMap-Editor muss erst intensiv erlernt werden

David O.

Auf die Frage wie das neue DOOM nun ist, kann man nur sagen: DOOMtastisch! Wer während der Open-Beta noch gezögert hat, dürfte spätestens jetzt völlig vom hochauflösenden Dämonen-Gemetzel überzeugt sein. Das Gameplay ist schnell, actionreich und verliert nur selten an Geschwindigkeit - Die Augen der echten DOOM-Fans werden wieder leuchten. Aber auch für jeden Neuling der Serie ist der Shooter absolut zu empfehlen, denn durch abwechslungsreiche Szenarien und Dämonen wird das Spielerlebnis auch vom repetitiven Shooter-Prinzip nicht getrübt. Der Multiplayer hat Quake-Charakter und bringt in Zeiten von MOBAs und Call of Duty den Geist vergangener Tage zurück, welcher uns vollkommen überzeugt hat. Wer sein eigenes Spiel entwickeln will und genug Zeit mitbringt, kann dies mit dem SnapMap-Editor tun. Die Shooter-Messlatte ist 2016 mit DOOM definitiv schon sehr hoch gelegt worden, denn kaum ein anderer Titel bereitet so einen Höllenspaß wie dieser!
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