Test: Dragon’s Dogma: Dark Arisen (Xbox One)

Test: Dragons Dogma: Dark Arisen (Xbox One)

Dragon’s Dogma Dark Arisen – Willkommen in Gransys

Wir, und auch die Fans, haben schon sehnsüchtig das Erscheinen von Dragon’s Dogma: Dark Arisen für die Konsolen erwartet. Endlich ist es soweit und wir können euch, nach schon wieder etlichen Spielstunden, unseren Test zum Remake des im Jahre 2013 erschienenen Originals, präsentieren. Dabei gehen wir natürlich auch auf die wichtigste Frage ein: Was hat sich denn verändert? Vorerst wollen wir den Neulingen allerdings einen kleinen Einblick verschaffen, auf welche Art von Reise man sich einstellen muss.

Gransys erwartet euch

Test: Dragons Dogma: Dark Arisen (Xbox One)

Der Ewige Kreislauf – das entscheidende Element des Spiels

Alles beginnt mit der Legende um den sogenannten „Erweckten“, im Groben also euch. Ihr wohnt in einem kleinen Fischerdorf und lebt euer Leben recht bescheiden, ohne irgendwelche Kenntnisse von Magie oder Waffen. Eurer heimlichen Idylle wird jedoch schnell ein Ende gesetzt. Ein riesiger Drache greift ohne Vorwarnung an und stiehlt euer Herz. Ihr überlebt diesen Angriff wie durch Zauberei, doch euer Herzschlag ist nicht mehr vorhanden. Damit beginnt eure Reise in dieses wunderbare, verschrobene Abenteuer.

Eure erste Aufgabe wird es sein, herauszufinden, warum ihr noch lebt, obwohl euer Herz nicht mehr an Ort und Stelle ist. Dabei steht euch im Laufe der Geschichte noch eine besondere Art von Lebewesen zur Seite – Vasallen. Diese stehen einzig und allein in den Diensten eines Erweckten. Obwohl sie aussehen wie Menschen, sind sie ohne jegliche Gefühle. Starr auf ihre Aufgaben fokussiert, werden sie euch helfen, das Mysterium um euer Herz zu beantworten. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass euch ein Hauptvasall zur Verfügung steht. Diesen könnt ihr, wie im nächsten Absatz beschrieben, beliebig anpassen und ausrüsten. Insgesamt bildet ihr eine Vierergruppe. Die beiden anderen Vasallen, die euch folgen und auch auswechselbar sind, gehören zumeist anderen Spielern. Wie das genau funktioniert, erklären wir euch später in diesem Test.

Charaktererstellung

Bevor ihr eure Reise antreten werdet, müsst ihr euch erst einmal einen Charakter erstellen. Dafür stehen euch wirklich viele Möglichkeiten zur Verfügung. Ihr habt Zugriff auf sämtliche Anpassungsmöglichkeiten, die ihr euch vorstellen könnt. Sei es die Körpergröße, Gesichtsform, Bart, Frisur und noch viel mehr. Dabei sei zu beachten, dass die körperlichen Anpassungen nicht nur kosmetisch sind. Während kleine Helden recht flink unterwegs sind, aber weniger Leben besitzen, zehrt ein zu muskulöser, großer Körperbau an eurer Ausdauer.

Das Geschlecht ist ebenfalls ausschlaggebend. So sind männliche Charakter stärker, weibliche Charaktere jedoch verfügen über eine höhere Beweglichkeit. Wenn ihr euch für euren Helden entschieden habt, geht es noch um euren Vasallen. Eurem Hauptvasall sind dabei, ebenso wie eurem Hauptcharakter, nur wenige Grenzen gesetzt. Bevor wir uns mit dem Klassensystem beschäftigen, haben wir noch ein kleines Spotlight seitens Capcom gefunden, das euch die Möglichkeiten der Anpassung noch einmal veranschaulichen wird:

Charakterklassen

Während eurer Reise werdet ihr schnell feststellen, dass euch verschiedene Klassen zur Verfügung stehen. Diese sollten ebenfalls nicht ohne Überlegung gewählt werden. Während euer Held, der Erweckte, aus neun Klassen wählen kann, stehen eurem Hauptvasallen sechs Klassen zur Auswahl. Euer Vasall kann aus den Starter und den fortgeschrittenen Klassen entscheiden. Der Erweckte hat noch die Hybridklassen zur Spezialisierung bereitstehen. Hier haben wir eine kleine Übersicht der Waffengattung der einzelnen Klassen für euch zusammengetragen:

Starterklassen:

  • Kämpfer: Schwert und Schild
  • Streicher: Dolche und Kurzbogen
  • Magier: Stab

Fortgeschrittene Klassen

  • Krieger: Zweihandwaffen
  • Waldläufer: Dolche und Langbogen
  • Erzmagier: Magierstäbe

Hybridklassen

  • Mystischer Ritter: Magische Schild, Schwert – Kolben oder Stab
  • Assassine: Dolche oder Schwert, Schild oder Kurzbogen
  • Magischer Bogenschütze: Magischer Bogen, Dolche oder Stab

Kampfsystem und Feinde

Test: Dragons Dogma: Dark Arisen (Xbox One)

Perfektioniert eure Ausrüstung

Zum Kampfsystem und den Feinden würde sich an dieser Stelle so einiges sagen lassen. Wir möchten allerdings den Neueinsteigern nicht den Nervenkitzel klauen, wenn man beispielsweise auf übermächtige Feinde trifft, zu denen noch die passenden Informationen, die zur Bekämpfung nötig sind, fehlen. Wir und auch die Vasallen müssen demnach zunächst einmal lernen gegen was Zyklopen, Chimären oder Basilisken – um nur ein paar Feinde zu nennen – am anfälligsten sind.

Das Kampfsystem gestaltet sich recht pragmatisch. Logisches Denken ist also das A und O, um schnell die Oberhand zu gewinnen. Mit den oben erwähnten Klassen suchen wir, neben der Waffenauswahl, auch noch verschiedene Fähigkeiten aus. Diese lassen sich meist mit dem Vasallen kombinieren. Hier drei Beispiele:

  • Der Kämpfer ist in der Lage einen Gefährten, mit seinem Schild, in die Luft zu katapultieren. Nehmen wir an der Geworfene besitzt zwei Dolche. Diese haben einen Starken Sprungangriff – Also von der Luft in Richtung Boden – durch die zusätzlich erreichte Höhe macht dieser Angriff noch mehr Schaden.
  • Eine weitere Möglichkeit ist das Festhalten an besonders großen Feinden. So können wir also einem Troll auf den Rücken klettern und, sofern unser Charakter schwer genug ist, diesen aus dem Gleichgewicht bringen. Haben wir allerdings grade mal 30 Kilo auf der Waage, wird er uns abschütteln wie ein lästige Fliege. Auch hier wäre wieder die Kombination gefragt. Werfen sich drei 30 Kilo „Männchen“ auf einen Troll, wird dieser auch umkippen.
  • Ein Feind, der mit mit Wasser durchtränkt wurde, leitet Blitze direkt über die nasse Haut, durch seine Blutbahn, in sein Herz, vorausgesetzt er besitzt ein Herz.

Alles in allem hat Dragons Dogma: Dark Arisen wirklich ein beeindruckendes Kampfsystem, welches wir so noch nirgends anders zu Gesicht bekommen haben.

Indirekter Multiplayer

Test: Dragons Dogma: Dark Arisen (Xbox One)

Wählt eure Begleiter klug, sonst erleiden sie ein schnelles Ende

Dragon’s Dogma: Dark Arisen hat uns damals schon mit einem indirekten Multiplayer-System überrascht. Das Ganze funktioniert folgendermaßen. Wie oben schon erwähnt stellt ihr eine Vierergruppe zusammen. Das bedeutet: Euer Erweckter, der Hauptvasall und zwei weitere Vasallen. Die letzten beiden könnt ihr im sogenannten „Rift“, der formloses und dunklen Heimat der Vasallen, anheuern. Bei diesen Vasallen handelt es sich um die erstellten Hauptvasallen anderer Spieler. Ihr nutzt also erstellte Vasallen mit Ausrüstung, Fähigkeiten und Eigenarten anderer Gamer, um eure eigene Gruppe aufzubauen.

Während ihr euren eigenen Hauptvasall ausrüsten und perfektionieren könnt, dieser wird anderen Spieler ebenso zur Verfügung gestellt wenn ihr das wollt, müsst ihr also darauf hoffen, dass ein anderer Spieler den passenden Vasall zur Ergänzung eures Teams erstellt hat. Wenn ihr das alles nicht wollt, könnt ihr ebenso in den Offline-Modus wechseln und schon vorgefertigte Vasallen von Capcom rekrutieren. Diese sind meist ausgewogen, besitzen allerdings nicht die Individualität der „Online-Vasallen“.

Was hat sich verändert

Test: Dragons Dogma: Dark Arisen (Xbox One)

Es ist ein wenig hübscher geworden

Die wichtigste aller Fragen ist natürlich: Was gibt es neues? Da müssen wir leider einen großen Wermutstropfen für alle Fans erwähnen. Es gibt, rein storytechnisch, nichts Neues. Das Spiel ist zwar mit sämtlichen DLCs versehen und bietet natürlich auch die Insel Finstergram, mit einer Weiterführung der Geschichte rund um den Dunklen Erweckten. Dennoch erwartet uns der gleiche, wenn auch wirklich gute Kreislauf, wie im Originalwerk.

Sofort aufgefallen sind uns allerdings die Verbesserungen an der grafischen Leistung. Wie sehen weiter als zuvor und können nun endlich die, wenn auch grauen, Weiten von Gransys genießen. Wie auch im Original ist das Spiel recht dunkel und düster. Das jedoch ist für uns kein Grund für Punktabzug. Ganz im Gegenteil. Die düstere karge Atmosphäre gibt im Kontext mit der Geschichte sogar einen Sinn. Desweiteren ist das Gameplay weitaus stabiler geworden. Etwaige Bugs und Glitches haben wir nicht bemerkt.

Wenn ihr noch mehr wissen wollt, schaut doch einfach noch in unseren Test des Originals rein. Diesen findet ihr wie immer in unserer Review Kategorie. Dragons Dogma: Dark Arisen ist ab sofort in der Remake Version auf PlayStation 4 und Xbox One für rund 25€ erhältlich.

  • 10.10. um 12:05
Verbesserte Weitsicht ...
Enthält alle DLCs ...
Langzeitmotivation ist gegeben
Perfekt für Neulinge
... auf eine karge Umgebung
... aber keine weiteren Neuerungen
kein Charakter Import

TT

Dragon's Dogma: Dark Arisen ist ein Spiel mit unglaublicher Bann-Kraft. Wenn ihr die ersten paar Schritte in Gransys gemeistert habt, werdet ihr so schnell nicht mehr aufhören können. Für Neueinsteiger lohnt sich der Kauf allemal und Dragons Dogma Veteranen können das Game nun noch einmal mit allen Inhalten genießen und nostalgisch durch die, zumindest etwas hübscheren, Ländereien von Gransys ziehen. Für den Preis von 24,99€ sollte man jedenfalls zuschlagen um dieses Abenteuer mindestens einmal erlebt zu haben.
Test: Asterix und Obelix - Mission Zaubertrank Test: FIFA 18