Test: Fnatic CLUTCH G1 Gaming-Maus

Test, Fnatic Clutch G1 Gaming-Maus2

Volle Hallen, hingebungsvolle Fans in der ganzen Welt – eSport ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen und sorgt in allen Genres, von MOBA bis Shooter, für Furore. Eine der ersten Organisationen, die sich  etabliert hat, ist ohne Zweifel das 2004 gegründete eSports-Schwergewicht Fnatic. Besonders das aktuelle Counter Strike: Global Offensive-Roster rund um Olof „Olofmeister“ Kajbjer erweist sich im internationalen Vergleich immer wieder als überaus erfolgreich. Natürlich gehört zu diesem Erfolg auch das entsprechende Merchandise. Mit der CLUTCH G1 bietet Fnatic nicht nur Fans, sondern vor allem kompetitiven Spielern im Allgemeinen eine Gaming-Maus im mittleren Preissegment, die primär mit ihrem Handling überzeugen soll. Wir haben uns das Leichtgewicht einmal ganz genau für euch angeschaut.

Erster Eindruck und Fan-Faktor

Die CLUTCH kommt in einer Verpackung zu euch nach Hause, die wie maßgeschneidert für den Nager zu sein scheint. Dickes Karton-Material und hochwertige Schaumstoff-Schablonen schützen die CLUTCH nicht nur, sondern vermitteln auf den ersten Blick den Eindruck kompromisslos guter Verarbeitung. Dieses Bild setzt sich auch bei der Maus selbst fort. Abseits der Kurzanleitung wurde auf zusätzliche Packungsinhalte wie Gewichte verzichtet. Die CLUTCH G1 wirkt wie aus einem Guß: Handauflage, Buttons und die Seitenteile wurden passgenau miteinander verbunden und bieten kaum Angriffsfläche für Schmutz oder Flüssigkeiten.

Test, Fnatic Clutch G1 Gaming-Maus6

In puncto Design setzt Fnatic auf ein schlichtes und wirkungsvolles Finish. Die großen, matten Flächen werden nur durch wenige Buttons oder Leuchtanzeigen unterbrochen. Lediglich das Maurad und drei LEDs an der linken Seite, an denen ihr das gegenwärtige Profil ablesen könnt, sorgen für Akzente. Die Farbgestaltung des Mausrads könnt ihr in der entsprechenden Software ganz euren Wünschen anpassen. Bis zu  16,9 Millionen Farben stehen euch zur freien Verfügung.

Verwundert waren wir nur angesichts der Tatsache, dass die Macher das Fnatic-Thema nicht mehr in den Vordergrund der Gestaltung gerückt haben. An der linken Seite finden wir das Fnatic Gear-Logo in mattem Grau. Das Fnatic-typische Design in Schwarz-Gelb lässt die Clutch G1 leider gänzlich vermissen. Echte Fans der eSports-Recken bekommen mit der Maus ein gutes Eingabegerät – Der Fan-Faktor sollte hier jedoch nicht überschätzt werden. Das Kabel ist gut verarbeitet und mit einer synthetischen Ummantelung versehen, die zwar für reichlich Schutz sorgt, aber auch dafür sorgt, dass das Kabel für unseren Geschmack etwas zu unflexibel an den Start geht.

Test, Fnatic Clutch G1 Gaming-Maus5

Die technischen Daten der CLUTCH G1

Maße
  • Tiefe: 130mm
  • Breite: 68mm
  • Höhe: 43
  • Gewicht: 116g
Abtastung
  • Auflösung: 50-5000 DPI
  • Max. Beschleunigung: 30G
  • Max. Geschwindigkeit: 130 ips
  • Abtastrate: bis zu 1000 Hz
Leistung
  • Prozessor: Holtek HT68FB650
  • Sensor: PMW 3310
  • Speicher: 256kB

Leichtgewicht mit Fokus auf HandlingTest, Fnatic Clutch G1 Gaming-Maus4

Die Clutch G1 kommt mit gerade einmal sieben Bedienelementen aus, die vor allem auf der linken Seite der asymmetrischen Maus angesiedelt sind. Neben den zwei klassischen Maustasten und dem Mausrad finden wir unter letzterem zwei Knöpfe, um zwischen den von uns eingestellten Profilen zu wechseln. In welchem der drei Schnellprofile wir uns gerade befinden, wird anhand der leuchtenden LEDs deutlich. Bequem für den Daumen erreichbar, sitzen an der linken Flanke der CLUTCH G1 zwei Tasten, die standardmäßig mit den Funktionen Vorwärts und Rückwärts belegt sind und das kleine Ensemble der Tasten komplettieren. Hier wird der minimalistische Ansatz, den Fnatic Gear fährt, deutlich. MMO-Spieler wird zwar die Makro-Funktion innerhalb der Software freuen, aber über die geringe Anzahl der Bedienelemente kann nicht hinweggetröstet werden. Angesprochen werden sollen vielmehr Shooter-Spieler, für die das Handling der Maus im Vordergrund steht.

Wer in Counter Strike und Co. unterwegs ist, bekommt die einwandfreie Usability der Clutch an der eigenen Hand zu spüren. Die vergleichsweise kompakte Maus bietet allen Griffarten sicheren Halt und ermöglicht präzise Eingaben und Bewegungen. Egal ob Finger-, Palm- oder – Claw-Grip:  Die meisten Spielertypen erreichen problemlos die Tasten des Nagers. Für besonders kleine Hände ist die CLUTCH G1 sicher eine Überlegung wert, solltet ihr allerdings mit Finger-Grip spielen, also lediglich eure Fingerspitzen auf der Maus und den Handballen hinter dem Eingabegerät halten, stellt sich die Bedienung des Mausrades als etwas weniger komfortabel heraus.  Darüber hinaus hätten wir uns eine kleine Einkerbung für den Ringfinger an der rechten Seite der Maus gewünscht.

Test, Fnatic Clutch G1 Gaming-Maus3

Abgesehen davon macht die Handhabung der CLUTCH einen guten Eindruck. Sowohl die rechte als auch linke Maustaste sind mit sehr kurzen Druckpunkten versehen, sodass bereits die kleinste Berührung reicht, um eine Eingabe zu registrieren und auszuführen. Bei vielen Gaming-Mäusen ein Problem, bei der CLUTCH G1 jedoch herausragend: Das Mausrad. Perfekt in die matte Oberfläche integriert, gibt es bei Klicks als auch Rotationen kaum ein Geräusch ertönen. Der Druckpunkt wurde auch hier sehr angenehm gewählt.  Wer seine Maus beim Zocken gern anhebt, bekommt mit dem schlichten Nager ein echtes Leichtgewicht. Mit gerade einmal 116g gehört die CLUTCH zweifellos zu den leichteren Vertretern der Zunft. Doch dank ihrer Kompaktheit bleibt dabei die Kontrolle über die Maus auch nach langen Spielsessions bestehen.

Ein leichter Einstieg

Test, Fnatic Clutch G1 Gaming-Maus1

Für den durchschnittlich hohen Preis von 59,99€ bekommt ihr neben dem tadellosen Handling der CLUTCH G1 auch die entsprechende kostenlose Software spendiert. Wer das letzte Quäntchen Skill aus der eigenen Maus quetschen will, findet auf der übersichtlichen Benutzeroberfläche der Fnatic Gear CLUTCH Settings allerlei Möglichkeiten, die Maus anzupassen und zu individualisieren. Die Maus kann bis zu drei Profile einspeichern, die ihr hier abrufen könnt. Für jedes Profil kann die Empfindlichkeit des Mauszeigers, die Geschwindigkeit der eigenen Doppelklicks, die Abtastrate sowie die generelle Auflösung festgelegt werden.

Zusätzlich dazu habt ihr die Möglichkeit, jeden der sieben Buttons auf der CLUTCH ganz nach euren Wünschen zu belegen. Diese Freiheit reicht von den seitlichen Tasten bis hin zur Rotation des Mausrades. In Kombination mit der Makro-Funktion, die ebenfalls Teil der Software ist, könnt ihr vom Cast-Sequence-Makro bis hin zum Chatmakro alles belegen, was nicht niet- und nagelfest ist. Wer seiner CLUTCH G1 darüber hinaus den klassischen Fnatic-Charme verleihen will, stellt in der Software die LGB-Beleuchtung des Mausrades auf das typische Gelb und stürzt sich in das Spiel seiner Wahl.

Um direkt loszulegen, braucht ihr übrigens keine lästigen Treiber auf CD oder im Download, sondern müsst den vergoldeten USB-Anschluss lediglich in euren Rechner stecken und einige Sekunden auf die Installation der Windows-Treiber warten. Nicht selbstverständlich: Plug & Play ist hier das Zauberwort.

Viel Leistung zum guten Preis
Robuste Verarbeitung
Präzises Handling
Auch für kleine Hände geeignet
Übersichtliche Software
Fan-Faktor könnte höher sein
Kleines Tasteninventar

Christian B.

Mit der CLUTCH G1 hat die Fnatic Gear-Serie eine würdige Ergänzung erhalten. Der erste Eindruck von Stabilität, guter Verarbeitung und einem bodenständigen Konzept bleibt auch nach unseren ausgiebigen Test bestehen. Die Maus wirkt wie aus einem Guß und versorgt vor allem Shooter-Spieler mit dem nötigen Grip und der bedingungslosen Kontrolle über ihre Eingaben und Bewegungen. Die Software glänzt vor allem durch ihr übersichtliches Design, könnte aber etwas umfangreicher ausfallen. Wer Fnatic-Merchandise sucht, wird mit der Clutch jedoch nicht zufrieden sein. In der kompakten Maus steckt deutlich mehr Substanz in der Handhabung als oberflächlicher Fnatic-Charme. Wir empfehlen die Clutch G1 also auch Gamern, die nichts mit Fnatic anfangen können.
Test: HyperX Pulsefire FPS Gaming-Maus Test: Fire Emblem Echoes: Shadow of Valentia
Comments