Test: Fnatic Gear Duel Gaming-Headset

Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-1Dass Gaming Headsets zu einem wichtigen Bestandteil des Equipments von Zockern gehören, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Entsprechend werden die Lauscher immer besser und besser. Das hat auch seinen guten Grund, denn der Sound in Spielen steht Filmen und Musik in Nichts mehr nach. Zudem kann gerade im Esport-Bereich ein gutes Headset den entscheidenden Unterschied machen. Um diesen Umstand wissen auch die Mannen des Esport Clubs Fnatic und haben sich deswegen mit den Audiopionieren von AIAIAI zusammengetan und ein Headset entwickelt, was den höhsten Ansprüchen standhalten soll.

Viele kleine Tüten

Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist das Fnatic Gear Duel: ein modulares Gaming Headset. Was das genau bedeutet wird schnell klar, wenn ihr den schnieken Karton mit seinen hübschen Bildchen hinter euch lasst. In ihm findet ihr nämlich erst mal jede Menge schwarze Tüten. Was zunächst nach Astronautennahrung ausschaut, beherbergt die einzelnen Teile des Duels, die ihr nach dem Auspacken erst einmal selbst zusammensetzen müsst. Diese Art Baukasten kostest euch im Übrigen gerade um die 160 Euro.Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-2

Lieferumfang

  • 1x Kopfband
  • 2x Over-Ear
  • 2x On-Ear Ohrpolster
  • 2x Lautsprechereinheiten
  • 1x Boom Mikrofon mit 1,90m Kabel
  • 1x Mikrofon am Kabel 1,20m
  • 1x 3,5mm Klinke Splitter-Adapter
  • 1x Aufbewahrungsbeutel mit Tunnelzug
  • 1x Schnellstartanleitung

Was sich zu Beginn nach viel Aufbauaufwand anhört, geht selbst in im ersten Versuch in unter zwei Minuten vonstatten. Treiber mit dem Kopfbügel verbinden, Ohrpolster wählen und Kabel einstecken. Schon beim Aufbau sticht das Duel durch seine tolle Haptik und Verarbeitung positiv hervor. Zwar ist das Headset komplett aus Kunststoff gefertigt, doch dank des matten Finish wirkt es sehr wertig und robust. Zudem hat der Kunststoff noch einen weiteren Vorteil: Sein Gewicht.Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-3

Leichtgewicht

So wiegt das Duel gerade knappe 280 Gramm. Das sorgt dafür, dass ihr die Laucher schon nach kurzer Zeit auf dem Kopf schon fast vergessen habt. Um den Komfort noch zu erhöhen, habt ihr gleich zwei verschiedene Ohrpolster. Hier könnt ihr ständig zwischen On und Over Ear wechseln – wann, wo und wie ihr möchtet. Dies hat neben der Komfortfunktion auch einen optischen Vorteil, denn so könnt ihr den Look des Headsets entsprechend verändern. Hiermit wirkt das Duel beispielsweise mit den On-Ear Polstern luftig leicht und sticht so kaum im urbanen Jungle hervor.

Weniger ist mehr

Dies gilt im Übrigen für das gesamte Headset, denn Fnatic hat hier eher auf Understatement gesetzt, was uns persönlich sehr gut gefällt. Heutzutage müssen Gaming Lauscher einfach nicht mehr wirklich danach aussehen und nach Aufmerksamkeit schreien. Um das zu unterstützen, ist auch das Fnatic Branding nur dezent eingesetzt worden. Beispielsweise findet ihr das Fnatic Logo unauffällig an den Außenseiten der Treiber eingearbeitet. Im Übrigen werden auch nur Kenner der Marke das orange schwarze Farbschema dem Esport Club zuordnen können – für den Rest wirkt es doch eher einfach nur hipp und stylisch.Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-4

Flexibel einsetzbar

Damit sich das Duel noch weiter an eure Bedürfnisse anpassen lässt, liegen noch entsprechende Kabel bei, sodass ihr das Headset auch am PC oder Smartphone nutzen zu könnt. Das 1,90m lange Kabel mit Boom Mikrofon eignet sich speziell für den Hausgebrauch, denn ein 3,5mm Klinke Splitter-Adapter liegt dabei. Wohingegen das 1,20m lange Kabel eher für unterwegs gedacht ist, weshalb hier das Mikrofon direkt ins Kabel verbaut worden ist.

Fest verankert

Und obwohl auch die Kabel dank der dicken aber flexibel Kabelummantelung einen guten und langlebigen Eindruck machen, stört uns jedoch eine Sache: Der Wechselmechanismus. Dieser ist nämlich ziemlich frickelig geworden. Die jeweilige 3,5mm Klinke muss nämlich immer unten an den Ohrmuschel in eine bestimmte Position gebracht werden, um einsteckt oder herausgezogen werden zu können.

Diese Fixierung hat noch einen weiteren Nachteil und zwar genau dann, wenn ihr mal irgendwo hängen bleibt oder eine spontane Bewegung macht. So könnte das Aufspringen nach einem richtig guten Kill schnell zu Schäden am Headset oder euer Umgebung führen.Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-5

Technische Eigenschaften

  • Durchmesser: 40 mm
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Nennleistung: 30 mW
  • Maximale Leistung: 70 mW
  • Magnettyp: Neodym
  • Resonanzfrequenz: 90 Hz
  • Schalldruckpegel: 117 dB
  • Membrantyp: PET + Titan
  • Maße:  W 180mm H: 200mm D: 95mm
  • Gewicht: 275g
  • Kabellänge: PC: 2m /Phone: 1.2m

In der Praxis

Im Alltag macht das Duel einen guten Eindruck. Wie schon erwähnt, können die Lauscher vor allem bei der Optik und Komfort punkten. Auf dem Kopf sitzt es super bequem und dank schönem Kopfbügelpolster und angenehmen Anpressdruck sind auch stundenlange Spieleinheiten kein Problem. Zudem ist die Polsterung insgesamt atmungsaktiv, weshalb ihr euch keine Sorgen um warme oder schwitzige Löffel machen müsst. Um übrigen eignet ist das Duel auch gut für Brillenträger, wobei ihr jedoch eher auf die Over-Ear Polster zurückgreifen solltet.Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-6

Dicker Bass

Doch wie steht es eigentlich um den Klang? Auch hier haben wir wenig zu meckern, dank der 40 mm Treiber aus dem Hause AIAIAI. Diese sorgen für einen kraftvollen und detailreichen Klang, welcher besonders im Tiefton-Bereich seine Stärken hat. Der Bass steht hier eindeutig im Vordergrund, weshalb Mitten und Höhen nicht ganz kristallklar ausfallen. Damit passt das Headset aber perfekt in die Abmischung der meisten Gamingsounds wie bei Battlefield 1, Prey oder Forza. Mit dem richtigen Endgerät könnt ihr das Duel sogar fast schon schädlich laut drehen, wobei es erst bei maximaler Aussteuerung zu leichten Verzerrungen kommt.

Bei unseren Tests war die Lautstärke so hoch, dass wir fast das Gefühl hatten, einen Bluetooth-Sprecher neben uns aufgestellt zu haben. Zwei bis drei Arbeitsplätze beschallen: Kein Problem. Dieses Beschallen gilt leider auch für eure Außenwelt. Denn sobald ihr das Headset etwas lauter dreht, könnt ihr euch ziemlich sicher sein, dass euer Sitznachbar davon auch etwas hat. Die Isolierung nach außen fällt nämlich ziemlich mau aus. Das ist schade, weil die Lauscher doch sonst so wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So könnt ihr euch zwar gut von der Umwelt abschotten solltet dies jedoch lieber zu Hause am PC tun.Fnatic-Gear-Duel-Gaming-Headset-Test-Bild-7

Absoult nichts zu meckern haben wir bei den Mikrofonen. Diese machen einen tollen Job, ob am Smartphone oder PC. Eure Stimme wird klar und verzerrungsfrei an eure Gesprächspartner übermittel, egal ob per Teamspeak, Skype oder am Telefon. Das robuste und flexible Boom Mikrofon ist hier natürlich der Gewinner und kann auch locker für Hobbystreamer genutzt werden.

Tolle Optik
Anpassbar auf eure Bedürfnisse
Kraftvoller Klang
Tolle Verarbeitung
Isolierung nach Außen
Frickelige und starre Kabelbefestigung an den Ohrmuscheln

Marco K.

Mit dem Duel Gaming-Headset schafft Fnatic einen guten Abschluss für ihre komplette Gaming-Peripherie. Überzeugen können die Lauscher vor allem dank ihrer tolle Verarbeitung, den schicken Look und ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Auch beim Klang gibt es wenig zu meckern, obwohl es uns ein bisschen an Klarheit fehlt. Im Gegenzug gibt es dafür aber ordentlich Druck auf die Ohren, der Gamingklänge voll zur Geltung bringt. Schade nur, dass die Isolierung nach außen schwach ausfällt.
Test: Arms Test: Star Trek - Bridge Crew
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