Test: Godzilla (2015)

godzilla thumbnailBekanntlich wird im Internet eine ganze Menge gehatet, geflamet, kritisiert, getrollt und zur Schnecke gemacht, da wollen wir nur ungerne in das selbe Horn blasen. Nun ist aber leider Godzilla (2015) für PlayStation 3 und PlayStation 4 eines dieser Spiele, bei dem es nur schwer möglich ist, nicht in wilde Fluchorgien und Hasstiraden zu verfallen. Da jedes Wort über unsere Audienz beim König der Monster schon zu viel Huldigung wäre, beschränken wir uns auf das Wesentliche. Alle Godzilla-Fans da draußen sollten jetzt ganz stark sein, denn vom Versprechen „ Action und Gameplay in Filmqualität“ sind wir bei diesem Spiel recht weit entfernt!

Beschreibt das Gameplay mit drei Worten.

Alexander: Wut, begrenzt, Panzer

Meik: Stockend, kurios, durcheinander

Martin: Träge, willkürlich, eintönig
Test: Godzilla (2015)

Wie abwechslungsreich sind denn die Modi?

Meik: Also das Ziel ist immer identisch… das Vorgehen eigentlich auch…

Alexander: Aber immerhin gibt es für das Starten der einzelnen Modi jeweils eine Bronze-Trophäe!

Martin: Ach das waren verschiedene Modi? Mir ist nur der fehlende lokale Multiplayer aufgefallen.

Wie steuern sich Godzilla und seine Kollegen?

Martin: Stell dir all das vor, was ein Kampfspiel in Sachen Steuerung spaßig macht und dann stell dir das Gegenteil vor. Das ist Godzilla!

Meik: Aber wer immer schon mal ein Monster wie einen Panzer steuern wollte, für den ist es ideal.

Alexander: Nope, selbst für den nicht!Test: Godzilla (2015)

Was hat der König der Monster optisch auf dem Kasten?

Alexander: Es sieht 2015 schon so aus wie 2003… sensationell!

Martin: Die Monster-Designs sind ganz okay, die Umgebungen hingegen indiskutabel und die Effekte… sprechen wir lieber nicht drüber…

Meik: Obwohl die Grafik aus qualitativer Sicht schon fast an die Filme aus den 1950ern heranreicht.

Taugt denn dann wenigstens der Sound etwas?

Martin: Also vielleicht ist der Sound das einzige nur halbschlechte an diesem Spiel.

Alexander:  *Wrooaaarr*

Meik: Bei Godzillas legendärem Schrei musste ich sogar kurz vergnügt lächeln.Test: Godzilla (2015)

Lohnt sich die Frage nach dem Spielspaß da überhaupt noch?

Meik: Mit Freunden geht es für ein paar Minuten, alleine geht es für ein paar Minuten weniger.

Alexander: Wohlgemerkt mit „Freunden, die sich am Controller abwechseln“, einen lokalen Multiplayer gibt es ja nicht.

Martin: Wenn du beinharter Fan bist, dann trägt dich das durch zwei bis drei Missionen… optimistisch geschätzt.

Wenigstens ein positiver Punkt wird euch doch einfallen.

Martin: Das Spiel ist immer noch keine ganz so große Vergewaltigung des Königs der Monster, wie der Roland Emmerich Film von 1998. Und die Monster Vielfalt ist auch ganz nett.

Alexander: Also man fühlt sich schon ein wenig wie Godzilla… bis man gegen eine unsichtbare Wand läuft.

Meik: Um seine Wut für 3 Minuten zu entladen, kann man die Konsole mal kurz anmachen. Länger aber auch nicht, sonst steigt der Frustlevel zu stark an!Test: Godzilla (2015)

Und auf einer Skala von 1 bis 10 heißt das?

Martin: 4.0, wenn ich den Preis von 70 Euro mit in die Rechnung einbeziehe und den Fan-Faktor rausrechne -3.0!

Meik: 4.5! Es ist schon recht unterdurchschnittlich.

Alexander: 3.0, für die geschenkten Trophäen!

Martin W.

Es lässt sich nicht leugnen, dass Godzilla ein grauenhaftes Spiel ist. Sobald der trashige Charme nach einigen Minuten verflogen ist, bleibt nur ein unausgereiftes, wenig ansehnliches und langweiliges Spiel übrig, das dem König der Monster nicht annähernd gerecht wird. Wäre Godzilla nun ein Fun-Game für kleines Geld, wir wären deutlich gnädiger gestimmt, doch von einem Vollpreistitel darf man mehr verlangen. Trotzt massig Fan-Service dürften selbst eingefleischte Fans von Gojira nicht mit dem Spiel glücklich werden.
Lohnt sich Kino: Ant-Man - Filmkritik Test: Magic Duels - Origins (PC)
Comments