Test: Jaybird Freedom

Kopfhörerhersteller gibt es wie Sand am Meer, so scheint es zumindest manchmal. Die meisten Firmen haben hier und da auch mal Kopfhörer im Sortiment, die für sportliche Tätigkeiten geeignet sind. Was Jaybird aber von allen anderen unterscheidet ist, dass sie sich ausschließlich auf Kopfhörer im Sport- oder Fitnessbereich konzentrieren. So fließt ihre ganze Erfahrung und Feedback von Kunden in ein robustes Design, welches euch optimal beim Sport begleiten soll. Ob auch die Jaybird Freedom hier ihr Versprechen einhalten können, haben wir für euch herausgefunden.Review-Jaybird-Freedom-Bild-1

Eine gute Investition

Um die Freedom euer Eigen nennen zu können, müsst ihr derzeit knappe 200 Münzen auf den Tisch legen. Nicht wenig, aber dafür bekommt ihr ein sehr hochwertiges Produkt nach Hause geliefert, bei dem schon die Verpackung überzeugt. Der keine weiße Karton ist schick designt und sein Innenleben sinnvoll verpackt. Und dies überzeugt auf ganze Linie, denn neben den Kopfhörern findet ihr alles Wichtige, um die Lauscher perfekt auf euch anzupassen.

Lieferumfang

  • Jaybird Freedom Kopfhörer
  • Ladeklip
  • Comply Foam Ear Tips S/M/L
  • Patented Secure-Fit Ear Wings S/M/L,
  • Silicone Ear Tips S/M/L
  • Kabelmanagment mit Klip
  • Mirco-USB-Kabel
  • TragetascheReview-Jaybird-Freedom-Bild-3

Im Kampf gegen Schweiß

Da die Kopfhörer primär für den Sport gedacht sind, besitzen sie ein besonderes Feature – sie sind schwitzfest. Achtung: Nicht wasserdicht, also solltet ihr nicht unbedingt damit Surfen gehen. Von Bluetoothkopfhörern ist man eigentlich gewohnt, dass sie unheimlich klobig sind. Das liegt nunmal in der Natur der Sache, denn die Batterien sind meistens in den In-Ears selbst verbaut. Jaybird ist hier einen anderen Weg gegangen und hat die Batterie in die Fernbedienung verlegt. Das macht die Kopfhörer unheimlich klein und leicht und damit extrem komfortabel zu tragen. Der Nachteil ist, dass die Batterielaufzeit auf etwa 4 Stunden begrenzt ist. Jaybird hat da aber auch noch ein Ass im Ärmel. Die Aufladestation kann auch als Batteriepack benutzt werden und gibt dir nochmal 4 Stunden extra Laufzeit.

Die Passform bei Sportkopfhörern ist extrem wichtig. Nichts ist schlimmer als Kopfhörer, die einfach nicht richtig sitzen wollen und dauernd aus dem Ohr fallen. Das neue schlanke Design der Freedoms schmiegt sich regelrecht ans Ohr an. Sie schauen nicht über das Ohr hinaus, man kann sie also sehr bequem unter Helmen oder Mützen tragen. Die Kopfhörer und die Fernbedienung sind aus Aluminium gefertigt und machen einen sehr hochwertigen und robusten Eindruck.Review-Jaybird-Freedom-Bild-15

Kleine Flügelchen

Kopfhörer von Jaybird erkennt ihr sofort an dem einzigartigen Wingtip Design. Die Freedoms kommen in sechs verschiedenen Farbvariationen: Carbon, Gold, Blaze und Ocean. Die anderen zwei sind farblich auf das Apple iPhone abgestimmt und sind Space Grey und Rose Gold.

Zudem wird noch eine Vielfalt an Zubehör mitgeliefert, damit ihr den perfekten Sitz findet. Als erstes haben wir da die normalen Silikontips (S,M,L), Schaumstofftips (S,M,L) und die Wingtips. Diese kleinen Flügel kommen gleich in vier verschiedenen Größen. Des Weiteren sind die In-Ears so designt, dass ihr sie wie übliche In-Ears tragen könnt als auch über Kopf, so dass das Kabel über die Ohrmuschel führt und so für noch mehr halt sorgt. Einfach gesagt: Es gibt eine zahllose Anzahl an Möglichkeiten, damit ihr den perfekten Sitz findet.Review-Jaybird-Freedom-Bild-18

Und genau dies ist auch der Punkt, warum die Jaybird Freedom die idealen Begleiter in Sachen Sport sind. Das gilt jedoch nur, wenn ihr beim Sport gerne isoliert seid, denn die Abschirmung ist großartig. Vielleicht gerade für Läufer zu gut, denn da die Lauscher auch noch recht klein sind, hört ihr beim joggen kaum Windgeräusche oder den Rest euer Umgebung. Das ist definitiv Geschmackssache. Hingegen punktet dieses Feature gerade im Studiobereich. Hier könnt ihr euch zusammen mit den Jaybird komplett abschotten und Gas geben.

Wo wir schon beim Thema Sport sind, wollen wir nochmal kurz auf den Sitz der Freedom eingehen, denn hier gibt es absolut nichts zu meckern. Beim Laufen habt ihr ab Start eigentlich schon vergessen, dass ihr überhaupt etwas in den Ohren habt. Damit dies auch so bleibt, solltet ihr immer die recht schwere Fernbedienung festklippen, denn diese wackelt gerade beim Laufen gerne hin und her. Solltet ihr im Studio also auch dynamische Übungen ausführen, oder euch beim CrossFit austoben, gilt die Empfehlung gleichermaßen.Review-Jaybird-Freedom-Bild-17

Starke Verbindung

Die Bluetoothkonnektivität war in unseren Test zu jeder Zeit hervorragend. Es gab nie Ausfälle wegen Signalschwäche. Ihr könnt sogar praktischerweise zwei Geräte gleichzeitig mit den Kopfhörer verbinden. So kannst ihr z.B. mit den Kopfhörern über euren Computer Musik hören und gleichzeitig aber euch ein Telefonat annehmen. Auch das klappte in unseren Tests ohne Probleme.Review-Jaybird-Freedom-Bild-16

Appgestimmt

Heutzutage gehört natürlich zu jedem Premium-Audiogerät auch eine dazugehörige Smartphoneapp. Jaybird hat hier MySound und bietet euch so die Gelegenheit, mit einem Equalizer rumzuspielen. Mit inbegriffen sind einige Presets von berühmten Sportlern und falls euch das nicht reicht, könnt ihr weitere Presets runterladen. Ein großes Plus der Jaybird Freedoms ist, dass die Equalizereinstellungen in den Kopfhörern selbst gespeichert werden und nicht abhängig von der Audioquelle sind

Wenn ihr also ein Preset habt was euch gefällt, bleibt das Preset vorhanden, egal ob die Musik vom Smartphone oder Computer kommt. Das Standardpreset “Signature” ist relativ gut, wenn auch ein wenig basslastig, was nicht überraschend ist, da viele beim Sport einen guten Beat bevorzugen. Für das Hören zwischendurch ist diese Einstellung jedoch ein wenig zu viel des Guten. Es ist dennoch beeindruckend, was für ein Bass aus den kleinen schmalen Kopfhörern kommt.Review-Jaybird-Freedom-Bild-2

Power in den Ohren

Hiermit wären wir auch beim allgemeinen Klang angelangt, der wirklich gut ausfällt. Wie bereits erwähnt ist der Bass dominant, selbst bei einem neutral eingestellten Equalizer. Der Bass ist aber klar und druckvoll, nicht übermäßig schwammig, selbst bei höherer Lautstärke. Die Mitten haben leider am meisten gelitten beim Sounddesign. Vocals und Instrumente fehlt es an Definition. Die Höhen sind ebenso wie der Bass stark ausgeprägt und neigen dazu, sehr schrill zu wirken, bei lautem Musikgenuss sogar etwas schmerzhaft. Es ist ein klarer Fall von Überkompensation. Aber Dank des sehr einfach zu bedienenden Equalizers in der App kann man dem schnell Abhilfe verschaffen. Binnen paar Minuten lassen sich die Kopfhörer so konfigurieren, dass sie auch bei langem und lautem Hören ein Genuss sind. Der Sound im Großen und Ganzen ist voll, hat eine lebhafte Präsenz und hat immer Reserven nach oben. Klar, sauber und kräftig und somit perfekt für den Sport geeignet.

Extrem leicht und klein
Sehr stabile Bluetoothverbindung
Guter Klang
Sicherer Halt beim Tragen in allen Lebenslagen
199€
Geringe Batterielaufzeit

Florian

Die Jaybird Freedom sind ein rundum gutes Paar Sport In-Ears. Besonders der Halt ist großartig, auch wenn ihr im Vorfeld etwas rumexperimentieren müsst, bis ihr die beste Option für euch gefunden habt. Daneben spielen die Freedom in Sachen Klang gut auf, wobei gerade Audioliebhaber bestimmt etwas mit der guten Equalizereinstellung nachhelfen müssen. Nur der UVP von 199€ ist recht happig. Dafür bekommt ihr aber jede Menge Gegenwert und eins der besten Paar Sportkopfhörer, die derzeit auf dem Markt zu finden sind.
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