Test: The Legend of Zelda – Majoras Mask 3D

Test The Legend of Zelda Majoras Mask 3DThe Legend of Zelda – Ocarina of Time gilt als höchstbewerteste Spiel in der Gaming-Geschichte und hatte mit insgesamt 7,6 Millionen verkauften Einheiten gut doppelt so hohe Verkaufszahlen wie sein Nachfolger. Es stimmt, dass Majoras Mask mit dem Schatten seines Vorgängers zu kämpfen hat, aber mit dem Remake The Legend of Zelda – Majoras Mask 3D hat der Titel nun endlich die Möglichkeit zu glänzen, ohne dabei mit dem Erfolg seines Vorgängers konkurrieren zu müssen.

Wichtig!: Für unseren Test stand uns jedoch aus logistischen Gründen nur der normale 3DS zur Verfügung.

Das Abenteuer beginnt chaotisch..

Majoras Mask knüpft direkt an seinen Vorgänger an. Hyrule ist gerettet und unser junger Protagonist Link reitet auf seiner treuen Stute Epona durch die Welt, auf der Suche nach seiner Fee Navi. Als er plötzlich vom Horror Kid überfallen wird, eine Art Walddämon den Link bereits im Kokiri-Wald des Vorgängers getroffen hat, überschlagen sich die Ereignisse. Normalerweise lassen sich die Zelda-Titel immer Zeit beim Einstieg in das Spiel, bei Majoras Mask werden wir aber direkt in die Action geworfen und sind dem Horror Kid auf den Fersen. Dass die Horror Kids Lausbuben sind, ist ein Fakt, aber eigentlich stellen sie keine Bedrohung für unseren Protagonisten dar…währe da nicht diese seltsame Maske, die dem Horror Kid mysteriöse Fähigkeiten verleiht. Denn bevor es überhaupt zum Kampf kommt, wird unser Held in die Form einer Deku-Kreatur verwandelt. Verwirrt und hilflos wird unser Held zurückgelassen, bis er auf den Maskenhändler im Uhrturm von Unruhstadt trifft.

Dieser hilft Link zur alten Form und erklärt, dass es sich bei der Maske vom Horror Kid um „Majoras Mask“ handelt und unbedingt zum Maskenhändler zurück gelangen muss. Auch hier überschlagen sich wieder die Probleme. Der Händler reist in drei Tagen ab und verlangt im Gegenzug für seine Hilfe, dass Link ihm bis dahin die Maske verschafft. Gleichzeitig hat sich das Horror Kid die Kontrolle über den Mond verschafft, der sich nun langsam auf Termina zu bewegt. Am Ende der drei Tage wird der Mond mit der Welt kollidieren und Termina zerstören. Nun beginnt das Rennen mit der Zeit. Link muss vier Wächter, in vier Tempel besiegen um vier Giganten zu beschwören, die den Mond gemeinsam aufhalten können. Mit Hilfe der Masken, Lieder und weiteren Gegenständen die wir auf unsere Reise finden, schlagen wir uns durch finstere Labyrinthe und helfen den Menschen um uns herum.

Test The Legend of Zelda Majoras Mask 3D

Freund oder Feind? Der skurrile Maskenhändler ist genauso Facettenreich, wie die Masken in seinem Schlepptau.

Nur drei Tage?! Wie soll man das nur schaffen?!

Die 72 Stunden im Spiel spiegeln genau 72 Minuten in unserer Zeit wieder. Streng genommen bleibt also noch weniger Zeit? Dem Zeitdruck werdet ihr niemals ganz entfliehen können, aber ihr habt in gewisser Weise dann doch mehr Zeit als „nur drei Tage“. Denn genau wie im Vorgänger, spielt die „Ocarina der Zeit“ wieder eine überaus wichtige Rolle. Mit Hilfe von verschiedenen Liedern könnt ihr die Zeit auf unterschiedliche Art und Weise manipulieren und somit auch zum Beginn der drei Tagesfrist zurückkehren. Mit der Rückkehr zum Beginn der drei Tage, könnt ihr aber nicht einfach dort weiter machen, wo ihr aufgehört habt. Viele Ereignisse und Nebenquests finden an verschiedenen Uhrzeiten statt und mit der Zeitreise werden alle dieser Ereignisse zurückgesetzt.

Deswegen ist eine gewisses Maß an Zeitmanagement von Vorteil. Als äußerst Hilfreich erweist sich dabei das „Notizbuch der Bomber“, welches ihr zu Beginn des Spiels erhaltet. Es gibt euch einen Überblick über die verschiedenen Interaktionen, die ihr mit den NPCs während der Zeitschleife antreten könnt, sofern ihr den NPCs schon mal begegnet seid. So könnt ihr euch dann für die nächsten drei Tage Ziele setzen, die ihr zu den verschiedenen Uhrzeiten wahrnehmen wollt. Damit kein Frust entsteht und ihr euch nicht immer wieder durch die gleichen Ereignisse „quält“, empfiehlt es sich also immer gewisse Ziele zu erreichen, denn für die wichtigen Items müsst ihr eine Reihe von Aufgaben bewältigen. Erhaltet ihr erstmals das Ziel der Begierde oder lernt ein neues Lied, dann bleibt ihr auch im Besitz dieser Errungenschaften. Das Zeitmanagement könnte auf den einen oder anderen jetzt vielleicht etwas erdrückend wirken, aber es ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Viele interessante und komische Ereignisse warten darauf, von euch entdeckt zu werden, die Zeitschleife des Spiels ist kein Grund sich unter Druck gesetzt zu fühlen. Viel mehr gewinnt damit jeder einzelne NPC an Bedeutung. Selten schafft es ein Spiel heutzutage, so viele Details in einer Spielwelt unterzubringen.

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An den grimmigen Blick des Mondes solltet ihr euch besser gewöhnen, so schnell wird er sich nicht von euch abwenden.

Hinter jeder Maske verbirgt sich eine Geschichte

Neben euren Inventar für Waffen und Gegenständen, besitzt ihr auch ein ganzes Inventar nur für Masken. Nur eine geringe Anzahl der Masken sind für das Meistern des Spiels erforderlich, aber umso größer ist die Anzahl an optionalen Masken. Einige davon sind nützlicher, andere eher weniger. Bei der Hasenohren-Maske handelt es sich beispielsweise um eine äußerst praktische Maske. Diese erhöht euer Lauftempo und die Sprungweite und schneller unterwegs zu sein, schadet nie. Andere Masken wiederum, sind während des Spiels eher weniger nützlich, dafür ist die Quest die mit ihr verbunden ist, um so interessanter. An dieser Stelle betonen wir einfach die „Kafeis Quest“, die zu der spannendsten Nebenquest der Zelda Spielreihe gehört. „Hinter jeder Maske steckt eine Geschichte“ und damit kommen wir zu einer der größten Stärke von The Legend of Zelda – Majoras Mask 3D.

In keinem anderen Zelda Titel erwarten euch so viele interessante Nebenquests, wie in Majoras Mask. Darunter leidet die Hauptstory zwar etwas, da es nur vier Haupt-Dungeons zu entdecken gibt, aber die optionalen Aufgaben bieten euch viele zusätzliche Stunden Spielspaß. Ohne dem Ende jetzt etwas vorweg zunehmen, kann ich euch nur empfehlen alle Masken zu sammeln. Nicht nur des zusätzlichen Spielspaßes wegen, auch weil euch im Laufe des Spiels Überraschungen erwarten werden, wenn er ihr Masken sammelt.

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Die Maske der Masken. Das Horror Kid sorgt für viele Schandtaten mit der „Majoras Mask“

Besser denn Je!

Wie es bei so einem Remake üblich ist, gibt es keine Änderung in der Handlung, viel mehr wird das Gameplay etwas überarbeitet und die Grafik aufpoliert. Die bekannte Steuerung für die alten Hasen der N64-Zeit, wird fast nahtlos vom 3DS übernommen. Auch Einsteiger in das Zelda-Genre werden keine Schwierigkeiten mit der Steuerung haben, da sie nahe zu perfekt und einfach ist. Vor allem der neue C-Stick des New 3DS, verpasst der Steuerung noch die Kirsche auf der Torte, da wir zum ersten Mal in einem Zelda-Titel die volle Kontrolle über die Kamera besitzen. Die Grafik ist einfach wunderschön und der 3D-Effekt macht alles sogar noch schöner! Besonder die Wettereffekte tun es mir immer wieder an. Egal ob Regen, Schnee, oder meinetwegen auch die dunstigen Abgase in den Katakomben! Ich bin zwar kein Fan davon, durchgehend im 3D-Modus zu spielen, aber für Zwischensequenzen und tolle Effekte bin ich immer für den 3D-Modus zu haben! Aber wie heißt es so schön? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Positiv sind mir auch die kleinen Checkpoints aufgefallen, die nun im Spiel einen Platz gefunden haben. Diese müsst ihr euch für einzelne Spielabschnitte spezifischer vorstellen. Anhand des Dekupalastes lässt sich dies gut beschreiben. Im Spielverlauf müsst ihr euch dort an Wachen vorbei schleichen, werdet ihr erwischt, schmeißt man euch direkt aus dem Dekupalast raus. Hier findet man nun etwas Gnade im Remake und ihr müsst nicht ganz von vorne anfangen, sondern startet dann bei einem Abschnitt des Palastes, zu dem ihr schon vorgedrungen seid. Kleine aber feine Änderungen, die das Spielerlebnis fördern und den Frust verringern, dass sehen wir gern!

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„Du kommst hier nicht rein!“

Düsteres Setting für einen Zelda-Titel
Viel Liebe zum Detail
Viele spannende Nebenquests
Die verschiedenen Masken sorgen für viel Abwechslung
Kleine Optimierungen fördern den Spielfluss
Zeitmanagement für Neulinge zu Beginn schwierig
Leider "nur" vier Haupt-Dungeons

Daniel S.

Mit The Legend of Zelda - Majoras Mask 3D konnte Nintendo nur wenig falsch machen. Die Liebe zum Detail, die sich in den Charakteren und den Quests in der Spielwelt von Termina wieder finden lässt, erlebt man heut zu Tage nur noch selten in Videospielen. Deswegen bin ich heilfroh, dass The Legend of Zelda - Majoras Mask 3D nun für jeden wieder zugänglich ist. Diese liebevolle und zugleich überraschend düstere Welt sollte man erlebt haben und wenn er sie nicht schon erlebt habt, habt ihr jetzt endlich die Möglichkeit dazu!
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