Test: Nexoc G521 Gaming-Notebook

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Der Durchschnittsgamer von heute wird nicht nur anspruchsvoller, sondern ist immer darauf bedacht, sich die besten Komponenten für einen guten Preis ins heimische Wohnzimmer zu holen. Wer viel spielt, aber gleichzeitig nicht auf den Luxus verzichten möchte, während Bahnfahrten oder Langstreckenflügen Filme zu schauen oder etwas wegzuarbeiten, greift heutzutage immer häufiger zu sogenannten Gaming-Notebooks. Was früher als verpöhnt galt, ist aktuell ein großer Trend: High-End-Komponenten in einem mobilen Gerät. Nachdem wir euch in der Vergangenheit bereits das Flagschiff aus der Gaming-Reihe von Nexoc, das G737II, präsentiert haben, folgt nun der kleine Bruder des Schwergewichts: Das Nexoc G521. Ob sich das Modell der Mittelklasse zum Preis-Leistungs-König aufschwingen kann, haben wir in unserem Test herausgefunden.

Die technischen Daten des Nexoc G521 in der Übersicht

Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 1060  mit 6GB Grafikkartenspeicher
Prozessor Intel Core i7-7700, 8M Kaby Lake
Arbeitsspeicher 2x8GB Dual Ram DDR4 2400 Kingston Value
Festplatten 250GB  Samsung 960 EVO SSD und 1TB Seagate Barracuda, Sata 128MB
Kommunikation WLAN, Netzwerkanschluss
Display 15,6″ Non-Glare-Display mit 39,6cm Diagonale
Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home (nicht registriert)
 Anschlüsse Links: 1x Multi-in-1 Kartenleser,2x Mini Display 1.3,1x USB 3.0 TypeC, 1x USB 3.0 TypeA, Netzwerk, Netzteil, 1x HDMI

Rechts: 1x Line In, 1x Line Out 1x USB 3.0, 1x USB 2.0,

Der erste Eindruck

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Auch wenn Nexoc in der Regel nicht mit Schauwerten hausieren geht und stattdessen primär auf solide Verarbeitung und starke Komponenten setzt, kann sich das G521 auf den ersten Blick durchaus sehen lassen. Auf der Oberseite prangt stolz das Logo des Unternehmens, stylish abgesetzt mit einem roten Emblem, das nicht nur den Hersteller in den Vordergrund rückt, sondern ganz nebenbei auch noch edel aussieht. Abgesehen von der kühlen blauen Tastenbeleuchtung, welche beim ersten Hochfahren sofort ins Auge sticht, fällt der Look des Notebooks aber – ganz im Sinne der Gaming-Reihe – vergleichsweise schlicht aus. Lediglich einige Farbakzente und Strukturelemente auf der Rückseite des Geräts sorgen für unaufdringlichen Gaming-Charme.

Auf den zweiten Blick stellen wir fest, dass das G521 in puncto Design einen kontroversen Ansatz fährt. Im Vergleich zum sonstigen Lineup von Nexoc kommt das Notebook nämlich geradezu kompakt daher. Mit einem Gewicht von 2,5 kg gehört es ohne Zweifel in die Kategorie Leichtgewicht, was zusätzlich unterstützt wird durch die Maße des Geräts. Mit 378 x 267 x 29,9 mm rückt der Gaming-Charakter des G521 ein wenig in den Hintergrund und macht den Weg frei für ein erfrischend mobiles Konzept. Das 15,6″ Non Glare-Display eignet sich hervorragend, um den Laptop mit zu Freunden oder in die ländliche Heimat zu nehmen, damit man überall seine Lieblingsspiele oder die besten Filme genießen kann. Das G521 scheint wie gemacht für multimediale Zwecke und vielfältige Einsatzgebiete.

Tastatur, Touchpad und Anschlüsse

Zieht man den direkten Vergleich mit dem hauseigenen High-End-Pendant G737II, kann der kleine Bruder in Sachen Design durchaus mithalten. Auch hier finden wir ein schickes blaues Backlight, das die komplette Tastatur hell erstrahlen lässt. Ebenso erinnert auch das Layout stark an den Gaming-Boliden und fällt traditionell und ohne große Eitelkeiten aus. Auf die windschnittigen Strukturelemente rund um den Ein/Aus-Schalter hat Nexoc beim Mittelklassemodell allerdings verzichtet. Auch die LEDs, welche uns mitteilen, ob wir gerade mit Capslock schreiben oder das Netzteil am Rechner angeschlossen haben, suchen wir vergeblich. Das zugrunde liegende Konzept „Kompaktheit um jeden Preis“ wurde auch hier beherzigt, denn die Media-Tasten sind gänzlich in das bestehende Layout integriert und erfordern Doppelbelegung. Kein großer Verlust, allerdings schade, wenn man bedenkt, dass auf der mattschwarzen Oberfläche des G521 noch jede Menge Platz für zusätzliche Drücker übrig ist.

Das Touchpad ist so kompromisslos gut verarbeitet und großzügig gestaltet wie wir es von Nexoc kennen und schätzen. Eine große rechteckige Fläche ermöglicht auch Menschen mit größeren Händen einen sorgenfreien Umgang mit dem Notebook. Ähnlich schien auch die Vorgaben bei den Maustasten. Groß, leichtgängig und absolut zuverlässig – genau wie es das Unternehmen verspricht. Zu Gunsten der Bedienbarkeit wurde die kompakte Grundidee kurzfristig über den Haufen geworden, was wir allerdings mehr unterstützen als verteufeln wollen.

Was die Anschlüsse des G521 anbelangt, haben wir keine großen Worte zu verlieren. Es ist alles da, was der Durchschnittsgamer von heute braucht, jedoch hätte das Paket auch einige Anschlüsse mehr beinhalten können. Abseits der zwei Anschlüsse für Mikrofon und Klinken-Kopfhörer finden wir keinen weiteren Audio-Zugang und ein weiterer USB-Anschluss wäre auch hier eine echte Offenbarung gewesen – vor allem, wenn man das Konzept des Notebooks im Hinterkopf behält. Viele Gamer schleppen auf Reisen gern ihre Lieblingfilme oder favorisierte Musik auf einer externen Festplatte mit sich herum. In Kombination mit einem doppelten Port für Maus bzw. Tastatur, falls nötig, sind die drei klassischen USB-Anschlüsse schlichtweg nicht ausreichend.

Lautstärke, Wärmeentwicklung und Akku

 

Benutzen wir das G521 im Büroalltag, fällt kaum auf, dass wir überhaupt ein Notebook an unserem Platz stehen haben. Denn ohne Last schnurrt das Gerät vielmehr wie ein äußerst leises Kätzchen als dass es irgendwelche störenden oder auch nur hörbaren Geräusche von sich gibt. Leider können wir diese Urteil nur bedingt für den Gebrauch unter Volllast wiederholen. Fordert ihr dem G521 alles ab, dann lässt es euch diese Überlastung deutlich spüren. Leider geht die erhöhte Lautstärke unter Volllast auch mit der dementsprechenden Wärmeentwicklung einher. Bereits nach wenigen Sekunden, nachdem wir das Gerät belasteten, arbeiteten die Lüfter auf Hochtouren und pusteten, was das Zeug hält. Wir hätten uns für ein Mittelklasse-Gerät eine bessere Balance zwischen Kraft und Performance gewünscht. Im Vergleich zu anderen Modellen der Preisklasse schlägt sich das G521 aber auch hier ganz gut. Wer nicht unbedingt auf den höchsten grafischen Einstellungen spielen muss, bekommt ein schnurrendes Kätzchen für den fairen Preis von 1,399€. 

Gerade die Verwendung als Multimedia-Gerät bereitet hierbei überhaupt keine Probleme. Wer einmal erlebt hat wie nervtötend es sein kann, bei einem Film plötzlich die Lüfter lauter zu hören als die Dialoge, weiß um die Problematik. Doch hier können wir Entwarnung geben: Das G521 ist nicht nur für den mobilen Einsatz geeignet, sondern vor allem als Multimedia-Gerät par Excellence konzipiert worden. Keine Geräusche, keine Wärme, lediglich Film- und Seriengenuss. Dafür sorgt auch der hervorragende Akku, der das Notebook satte 4-5 Stunden am Stück am Leben hält – perfekt für den mobilen Einsatz ohne lästige Kabel.

Leistung

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Prey

Bethesdas aktueller Sci-Fi-Shooter mit dem gewissen Schockeffekt schien uns angemessen für unseren Test, konnte allerdings mit Bravour bestehen. Solide 60 FPS auch auf den höchsten Grafikeinstellungen erfreuen das Herz jedes Gameplay-Fans. Lediglich kleinere Einbrüche konnten wir hier verzeichnen.

Maximale Grafikeinstellungen, Auflösung von 1920×1080
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
47 61 55,93

 

Mittlere Grafikeinstellungen, FXAA Anti Aliasing,
SSAO Umgebungsverdeckung, Auflösung von 1920×1080
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
53 61 57,91

Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands

Obwohl der Titel schon einige Monate auf dem Buckel hat, steht er immernoch für absolute Grafikpower. In Kombination mit dem hauseigenen Ubisoft-Benchmark fiel uns die Entscheidung leicht, Ghost Recon: Wildlands mit in das Portfolio zu nehmen. Hier scheint die GTX 1060 beinahe an ihre Grenzen zu stoßen. Wer Shooter mit mindestens 60 FPS gewohnt ist, könnte hier leicht ins Stocken geraten. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Ultra-Settings des Spiels auch waschechten Desktop-PCs einiges abverlangen. Das G521 schlägt sich wacker, zeigt in der Feinabstimmung allerdings noch Luft nach oben.

Maximale Grafikeinstellungen, Auflösung von 1920×1080
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
30,27 41,22 36,07

 

Mittlere Grafikeinstellungen, FXAA Anti Aliasing,
SSAO Umgebungsverdeckung, Auflösung von 1920×1080
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
55,78 78,06 68,08

Overwatch

Overwatch ist ein dankbarer Titel, wenn es um das Testen von Grafikkarten geht. Wir haben uns trotzdem dafür entschieden, den Heldenshooter mit in den Test einzubauen, da seine Fangemeinde und kompetitive Szene immer größer wird. Und siehe da: Auch unser Notebook packt die bunten Umgebungen des Blizzard-Shooters ohne Probleme. Jetzt brauchen wir nurnoch den nötigen Skill, um als Profis durchzustarten, denn der Rechner spielt mit.

Maximale Grafikeinstellungen Episch, Auflösung von 1920×1080
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
69 71 69,93

 

Mittlere Grafikeinstellungen, FXAA Anti Aliasing,
SSAO Umgebungsverdeckung, Auflösung von 1920×1080
Minimale Bilder pro Sekunde Maximal Bilder pro Sekunde Durchschnittliche Bilder pro Sekunde
69 71 70

3D-Mark: Wie macht sich das G521 in Fire Strike?

Wie üblich, folgt hier der Härtetest mit dem Grafik-Benchmark Fire Strike. Auch wenn wir es beim G521 mit einer soliden Zusammenstellung an Komponenten zu tun haben, erwarteten wir für unseren Test keine monumentalen Höchstleistungen. Dafür ist das Notebook schlicht und ergreifend zu schwach auf der Brust und zu sehr auf die Multimedia-Elemente fokussiert. Dennoch konnte uns das kompakte Gerät im Leistungstest überzeugen. Aktuelle Titel wie Player Unknown’s Battlegrounds sind für den Rechner kein Problem und auch die nächste Generation sollte das Mittelklasse-Notebook mitmachen. Darüber hinaus sind wir allerdings etwas skeptisch. Wer allerdings zu einem guten Preis kurzfristige Erlösung von Lags und Co. sucht, wird mit dem G521 sein Glück finden.

Auch in Fire Strike zeigt sich das kleine Wundergerät überdurchschnittlich. An die oberen 40% der Hardware-Elite reicht der G521 dann allerdings doch nicht heran.

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Die Festplatten im Leistungstest

Nexoc gehört zur ersten Garde, wenn es um die Verwendung von SSD-Festplatten in ihren Geräten geht. So gut wie jede Preisklasse verfügt deshalb über ein eigenes Modell, das gern und häufig verbaut wird. Beim G521 hat sich das Unternehmen nicht lumpen lassen und eine Samsung 960 EVO verbaut, die schon im High-End-Modell G737II überzeugen konnte. Darüber hinaus findet auch die hochgelobte Seagate Barracuda einen Platz in unserem Gerät. Wir haben deshalb ein weiteres Mal CrystalDiskMark bemüht, um zu checken, ob die SSD auch im kleinen Bruder ihre Leistung erbringt.

1 TB HDD-Festplatte Seagate Barracuda

Die HDD

Lesen Schreiben
Sequenziell 140,5 MB/s 136,1 MB/s
Sequenziell Q32 T1 142,5 MB/s 127,1 MB/s
4K 0,408 MB/s 0,760 MB/s
4K Q32 T1 0,787 MB/s 0,934 MB/s

Die HDD macht im Inneren des blau beleuchteten Notebooks eine gute Figur und einen ebenso guten Job. Die solide Schreibrate sorgt für schnelle Datenübertragungen und etwas kürzere Ladezeiten, mehr als das Prädikat solide können wir der Festplatte in diesem Zusammenhang allerdings nicht ausstellen.

250GB Samsung 960 EVO
Lesen Schreiben
Sequenziell 1260 MB/s 398,2 MB/s
Sequenziell Q32 T1 3270 MB/s 656,7 MB/s
4K 44,85 MB/s 157,3 MB/s
4K Q32 T1 608,9 MB/s 410,4 MB/s

Die SSD hingegen müssen wir ein weiteres Mal loben. Samsung hat ein Produkt geschaffen, das so gut wie jedes Setup ordentlich boostet und jeden Rechner in Sekundenschnell starten lässt. Gerade die Leserate ist ein wahrer Hochgenuss. Nexoc tut wirklich gut daran, diese High-End-Komponente in die hoch- und mittelpreisigen Systeme zu integrieren.

Wer sich das Multimedia-Gerät mit Gaming-Features sichern will oder nach einer High-End-Variante stöbern möchte, findet im Onlineshop von Nexoc eine breite Auswahl.

Unaufdringlicher Gaming-Charme
Kompaktes Konzept perfekt für mobile Verwendung
Solide Verarbeitung
Leistungsfähige Festplatten
Gute Akkuleistung
Anschlüsse bieten Luft nach oben
Deutlich hörbar unter Volllast

Christian Böttcher

Mit dem G521 hat Nexoc nicht nur ein Gaming-Notebook für Vielspieler entwickelt, sondern verfolgt mit dem Gerät ein mobiles Konzept als Multimedia-Rechner. Für rund 1.200€ bekommt ihr ein Gerät, das euch zweifellos durch die nächste Generation moderner Videospiele bringt und darüber hinaus auch bestens als Office-Notebook taugt und auf langen Reisen unerlässlich wird. Wir hätten uns gewünscht, dass Nexoc die rohe Power der High-End-Komponenten mit einer besseren Kühlung bzw. Lüftung versieht, doch alles in allem zeichnet sich das G521 als solides Gerät im mittleren Preissegment aus. Wer ein kurzfristiges Update für den heimischen Gaming-Room sucht, ist mit dem G521 bestens beraten.
Test: Battlefield 1 - In the Name of the Tsar Test: Hellblade: Senua's Sacrifice
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