Test: VR Invaders

 

Test-VR-Invaders

Was Euch in VR Invaders erwartet, haben wir für Euch in diesem Test herausgefunden

In VR Invaders schlüpft Ihr in die Rolle des Hackers Thomas Hall, der sich gegen zahlreiche KI-Gegner behaupten muss. Im Spiel müsst ihr entweder stehend oder sitzend, ganz nach Arcade Manier, fliegende Roboter-Gegner ausschalten.Wie der Titel des Spiels bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein VR-Spiel für den PC. Unterstützt werden sowohl die HTC Vive als auch die Occulus Rift. Voraussetzung ist jedoch, dass Ihr einen Bewegungs-Controller besitzt.

Das Gameplay

So einfach wie die Bedienung des Spiels ist auch das Spielprinzip. Ihr steht auf einer Art Plattform und müsst alle fliegenden Gegner ausschalten, welche nach und nach in der Spielwelt erscheinen. Am Ende jedes Levels steht euch dann ein Boss-Gegner bevor. Das Mag zunächst recht eintönig klingen. VR Invaders schafft es jedoch mit einer stetigen Variation an Gegner-Typen, Power-Ups und Level-Elementen für Abwechslung zu sorgen.

So gibt es Level, in denen Euch das Spiel mit besonders vielen Gegnern konfrontiert oder auch mal Level mit etwas weniger Feinden, in denen Ihr dafür aber besonders gut zielen müsst. Unter den Leveln im Spiel ist auch einer, in dem Ihr in der Dunkelheit spielt und mit einer Taschenlampe, die auf eurer Waffe befestigt ist, die Gegner erst einmal ausmachen müsst.

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In diesem Level trefft Ihr auf Gegner, welche zusätzlich durch einen Schild geschützt sind

Die verschiedenen Gegner-Typen unterscheiden sich allesamt voneinander und benötigen unterschiedliche Herangehensweisen. So gibt es Gegner, die dank Schilden besonders viel aushalten oder Gegner, die gleich mehrere Schüsse von sich geben. Und auch die Bosse unterscheiden sich voneinander und haben unterschiedliche Fähigkeiten wie zum Beispiel Projektile, welche eurer Schild für eine kurze Zeit deaktivieren, solltet Ihr diese abblocken. Zudem gibt es im Spiel unterschiedliche Powerups, die eure Waffe aufwerten. Diese könnt Ihr während eines Levels einsammeln und bieten euch für einen kurzen Zeitraum beispielsweise eine schnellere Feuerrate oder Laserstrahlen statt einfachen Schüssen.

Steuerung und Schwierigkeit

Mit dem rechten Controller schießt Ihr und mit dem linken Controller wehrt Ihr Schüsse mit einem Schild ab. Dieser hat zudem die Besonderheit, dass Ihr damit auch die Zeit verlangsamen könnt. Die Steuerung funktioniert dabei tadellos und ist intuitiv gestaltet. Es werden zum Schießen und zum Verlangsamen der Zeit lediglich die rechte und linke Triggertaste benötigt. Die Lebens-Anzeige befindet sich auf der rechten Waffe. Im Eifer des Gefechts habt Ihr jedoch nur selten die Gelegenheit, auf eure Waffe zu schauen. Eine Anzeige an einer anderen Stelle wäre unserer Meinung nach also durchaus sinnvoll gewesen. Die Roomscale-Technik der Vive weiß das Spiel gut zu nutzen. Das virtuelle Spielfeld passt sich genau der Größe des Euch zur Verfügung stehenden Platzes an und markiert dessen Grenzen deutlich mit Wänden.

Test VR Invaders

Die Level in VR Invaders sind abwechslungsreich gestaltet

Damit Ihr auch wisst, wann Ihr nach Projektilen Ausschau halten solltet, geben die Gegner deutlich hörbare Schussgeräusche ab und Ihr bekommt einen Marker eingeblendet, der euch anzeigt, von wo aus sich das Projektil euch nährt. Nur doof, dass die Gegner auch dann auf euch schießen, wenn sie euch eigentlich gar nicht treffen können. Das sorgte bei uns für Verwirrung, da wir vergeblich die Schüsse gesucht haben, die vermeintlich auf uns zuflogen. Was uns während des Testen ebenfalls verwirrte ist, dass wir keine Möglichkeit finden konnten, das Spiel zu pausieren oder ins das Menü zurückzukehren.

Mitunter kann VR Invaders auch schon einmal sehr schwer werden. Die Schwierigkeit der unterschiedlichen Level variiert teilweise sehr stark. Während Ihr einige Level beim ersten Durchlauf meistern werdet, sind andere wiederum sehr schwer und nur mit viel Mühe zu bewältigen. Wer einfach nur wild drauf los ballert, wird sehr schnell merken, dass man um bestehen zu können mehr braucht als einen starken Zeigefinger.

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Die Endgegner im Spiel haben alle unterschiedliche Fähigkeiten

Denn das Spiel fordert hier durchaus ein taktisches Vorgehen. Es gilt, die Zeitlupen-Fähigkeit zur rechten Zeit einzusetzen, die richtigen Gegner rechtzeitig auszuschalten und darauf zu achten, dass die Feinde nicht die Überhand gewinnen. Gerade beim Auftauchen des Boss-Gegners ist eine kluge Herangehensweise besonders wichtig, da während des Kampfs mit dem Endgegner auch weiterhin „reguläre“ Feinde erscheinen.

Die schiere Anzahl an Gegnern kann Euch auch schon einmal überfordern. Um überleben zu können, muss die Zeitlupen-Fähigkeit beinahe durchgehend eingesetzt werden. Da sich diese nach dem Einsatz sehr schnell wieder auflädt, spielt man VR Invaders größtenteils in Zeitlupe. Trotz dieser Fähigkeit benötigt Ihr für VR Invaders gute Multitasking-Fähigkeiten. Zumindest auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad werdet Ihr mitunter an eure Grenzen kommen.

Aufmachung und Umfang

VR Invaders bezeichnet sich selbst als einen Story-Arcade Shooter. Die Story ist allerdings nur rudimentär und spiegelt sich nur sehr dezent im Gameplay wieder. Im Story-Modus spielt ihr den freiberuflichen Hacker Thomas Hall, der beauftragt wird, eine Künstlerin aus einer virtuellen Welt zu retten. Die Inszenierung der Kampagne ist jedoch sehr simpel gehalten. Vor jedem Story-Level gibt es einen kleinen Prolog zwischen der Spielfigur Thomas Hall und seiner Auftraggeberin Vanessa Mills. Die Grafik hingegen weiß zu überzeugen und bietet mit stimmiger Beleuchtung und coolen Effekten wie der Zeitlupen-Fähigkeit auch etwas für das Auge.

Die Prologe vor jeder Mission werden lediglich mit statischen Bildern und Sprechern dargestellt. Hinzu kommt, dass die Story des Spiels flach ist und somit lediglich eine Dreingabe zu den Missionen darstellt.

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Eine hohe Anzahl von Gegnern kann euch schon einmal zum Verhängnis werden

Die Kampagne besteht aus insgesamt 8 verschiedenen Leveln. Nach rund 3 Stunden Spielzeit auf dem normalen Schwierigkeitsgrad hatten wir diese bereits komplett durchgespielt. Neben dem Story-Modus gibt es zusätzlich noch einen Arcade-Modus, in dem Ihr versucht durch besonders präzises Schießen und Kombos eine möglichst hohe Punktzahl zu erzielen. Die Level des Arcade-Modus sind jedoch dieselben wie aus der „Kampagne“. Einziger Unterschied ist, dass Ihr hier auch Powerups aus späteren Leveln erhalten könnt. Eine Online-Anbindung für den Highscore gibt es leider nicht. Für eine Langzeitmotivation kann auch der Arcade-Modus nicht sorgen.

Hübsche Grafik
Intuitive Steuerung
Gutes Gun-Play
Abwechslungsreiche Level und Gegner
Geringe Spielzeit
Bietet keine Langzeitmotivation

Manuel S.

Mit VR Invaders bekommt Ihr einen klassischen Arcade-Shooter, der mit seiner Vielfalt und Variation von Gegnern und Leveln überzeugen kann. An Tiefe mangelt es dem Spiel Jedoch trotzdem. Denn der Ablauf ist immer derselbe. Wir schießen uns durch eine Reihe von Gegnern und besiegen anschließend einen Boss. Auch die flache Story kann daran nichts ändern. Fans von Arcade-Shootern werden jedoch mit VR Invaders trotzdem ihre Freude haben. Gehemmt wird diese Freude jedoch durch eine geringe Spielzeit und einen Mangel an Langzeitmotivation.
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