Mittelerde: Schatten des Krieges – Das sind die neuen Features

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Wir haben die ersten Eindrücke zu Mittelerde: Schatten des Krieges für euch gesammelt

Der Geist und sein Waldläufer – Kein Name für eine Sitcom, sondern vielmehr das dynamische Duo, welches in Mittelerde: Mordors Schatten für ordentlich Furore und abgetrennte Köpfe in den Reihen der Orks sorgte. Drei Jahre sind seit dem Überraschungserfolg des Action-Adventures vergangen, doch nun sind die beiden zurück. Warner Bros. Und Monolith Productions haben angekündigt, dass schon im August der zweite Strich mit dem Untertitel „Schatten des Krieges“ folgen soll. Wir konnten hinter verschlossenen Türen einen ersten Eindruck des Spiels ergattern und wollen euch einige der Key-Features natürlich nicht vorenthalten.

Erweiterte Spielwelt

Mordors Schatten bediente sich in seinem Look und der Spielwelt größtenteils an Tolkiens eher unbekannten Schauplätzen und Figuren. Celebrimbor beispielsweise, der die Ringe der Macht geschmiedet und somit erheblichen Einfluss auf die Ereignisse auf die Herr der Ringe-Trilogie hatte, war den meisten bis zum Spiel völlig unbekannt. Freunde von Tolkiens Büchern und der Filmreihe scheinen in Schatten des Krieges deutlich mehr der bekannten Schauplätze und Figuren geboten bekommen.

Ab dem 25. August können Besitzer einer PlayStation 4, PlayStation 4 Pro, Xbox One, Project Scorpio oder eines PC nämlich nicht nur die düsteren Weiten Mordors erneut bereisen, sondern möglicherweise auch Gondor in seiner ganzen Pracht. Wir konnten in unserem First-Look sogar einen kurzen Blick auf Osgiliath, die Festung der Sterne, erhaschen.

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Über die Grenzen hinaus: Nach Mordor nun auch Gondor spielbar?

Trolle, Drachen und anderes Geschmeiß

Hat jemand ein Karagor-Taxi bestellt? Als wir uns quietschvergnügt durch den Erstling metzelten, kam uns ein Feature besonders gelegen: Karagors, auf deren Rücken wir nicht nur deutlich schneller von A nach B kamen, sondern ganz nebenbei auch jede Menge Orks niedermähen konnten. Schatten des Krieges setzt noch einen drauf und verspricht einige neue Monster-Gefährten.

In Zukunft werdet ihr nicht nur Karagors beschwören können, wann immer ihr ein Reittier braucht, sondern im Rahmen des Leveldesigns auch die sogenannten Geflügelten Untiere besteigen können, eine verderbte Kreuzung aus Drache und Schlange. Ihr kennt die schreienden Biester vielleicht aus den Filmen, in denen die Nazgûl auf ihrem Rücken für Chaos und Verzweiflung sorgten. Wir fragen uns, wie weit man mit den geflügelten Mounts wohl kommen kann.

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In die Lüfte: Reitet auf Drachen und anderem Geflügel

Darüber hinaus haben auch die fiesen Fußsoldaten des Feindes ein Upgrade bekommen. Ihr trefft in euren Streifzügen durch die Spielwelt ab sofort nicht nur eine schier endlose Menge an Ork-Gesindel, sondern ab sofort auch die behäbigen Trolle, die sich in Kampfmontur und mit Todschläger in der Hand nicht nur im Kampf als knallharter Gegner erweisen, sondern sich auch hervorragend als Rammbock eignen, um Festungstore zu öffnen, wenn man mal wieder den Schlüssel verlegt hat.

Nicht nur die Trolle, sondern auch die guten alten Orks sehen in Schatten des Krieges eine ganze Spur schicker aus – aufpolierten Charakter-Modellen, Rüstungen und Gesichtsfarben sei Dank.

Zusätzlich dazu werden alle Ork- und Troll-NPCs in Schatten des Krieges Teil einer Fraktion. Jede Fraktion bietet spezielle Fähigkeiten und Perks, die sich einerseits auf das Gameplay, andererseits auf das Metagame (siehe unten) auswirken. Die Marauder beispielsweise erhalten Boni auf Plündern und Brandschatzen, werfen also mehr Beute ab, während Mitglieder der Feral-Fraktion allerlei Tierwesen auf unsere Gegner hetzen können.

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Gröber wird’s nicht: Nun stellen sich euch auch Trolle in den Weg

Das Nemesis-System

Fragt man Spieler auf der ganzen Welt nach dem Feature, das sie in Mittelerde: Mordors Schatten am meisten beeindruckt hat, werden wohl recht schnell die Begriffe Beförderung, Aufstieg, Gegner-Level oder Bodyguard fallen. All diese Begriffe lassen sich zum sogenannten Nemesis-System zusammenfassen , das Shadow of Mordor damals so einzigartig gemacht hat.

Ein dynamisches Beförderungskonstrukt in den Reihen der Orks, Gegner, die eure Visage bei der zweiten Konfrontation sofort wiedererkennen und Widersacher, deren Level in schwindelerregende Höhen steigt, wenn ihr ein ums andere Mal von ihnen in den Staub geschleudert werdet – All dies sorgte im Vorgänger für eine authentische und erstaunlich organische Spielerfahrung.

Dieses Aushängeschild soll mit Schatten des Krieges seinen alten Charme behalten und darüber hinaus einige Updates erhalten, die wir euch hier kurz vorstellen:

Nemesis-Feature 1: Personalisierte Geschichten

Wo Mordors Schatten angesetzt hat, möchte das Entwickler-Team von Monolith vor allem im Bereich Storytelling ein ganz neues, dynamisches Level erreichen. Anders als im Vorgänger werdet ihr es deshalb in Schatten des Krieges nicht nur mit feindlichen Truppen zu tun bekommen, sondern habt die Möglichkeit, euch ein eigenes Heer an blutrünstigen Mitstreitern aus den Reihen der Orks und Trolle zusammenzustellen.

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Grauzone: Schatten des Krieges stellt euch Orks an die Seite

Die Interaktion mit beiden Parteien soll im neuen Teil einen nicht unerheblichen Part der Spielerfahrung ausmachen. Je nachdem wie ihr euch Freunden wie Feinden gegenüber verhaltet, ob ihr sie aufsteigen lasst, sie ihrer Waffen beraubt oder bei der ersten Begegnung kaltblütig niederstreckt, erhaltet ihr bei der nächsten Begegnung die passende Reaktion.

Das ging, glaubt man dem Gameplay, das uns präsentiert wurde, sogar so weit, dass uns freundlich gesinnte Mitstreiter plötzlich im Kampf beispringen, um unseren dem Tode geweihten Arsch zu retten. Genau wie im Vorgänger werden sich auch gegnerische Orks genau an uns erinnern, sich einen entsprechenden Spruch parat legen und ihre Taktik umstellen, wenn wir einmal zu oft versucht haben, sie auf eine bestimmte Art und Weise zu legen.

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Lerneffekt: Gegnerdesign steht auch beim Nachfolger im Fokus

Monolith legt großen Wert auf personalisierte Geschichten, die sich in jedem Playthrough anders entfalten und uns zu jeder Zeit das Gefühl geben, dass wir uns in einer organischen und responsiven Spielwelt befinden. Wir sind gespannt, wie weit sie die Interaktion mit der KI vorantreiben können, um Geschichten von Loyalität, Verrat und sogar Freundschaft zu erzählen.

Nemesis-Feature 2: Festungen und Metagame

Wo das Debüt der Reihe den Fokus auf Talions Rachefeldzug legte, der sich zusammen mit seinem Geist-Buddy Celebrimbor durch einen Ork-Aussenposten nach dem anderen schnetzelte, wird in Schatten des Krieges – wer hätte es vermutet – ein zentrales Thema in den Vordergrund rücken: Krieg. Festungen werden im kommenden Teil also nicht nur als Bühne für epische Kämpfe dienen, sondern Teil der übergeordneten Spielmechanik werden.

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Bringt die Katapulte in Stellung: Festungen als großes neuen Feature

Ab sofort könnt ihr Belagerungen im großen Stil durchführen. Ähnlich wie die Ork-Hauptmänner zuvor werden auch die Festungen mit einem Level ausgestattet, anhand dessen ihr einschätzen könnt, ob es sich lohnt, diese anzugreifen. Jede Festung wird eine Vielzahl an Orks in verschiedenen Rängen beherbergen, die ihr allesamt aus dem Weg räumen müsst, um zum Obermotz der Stadt vorzudringen und die Stadt an euch zu reißen.

Ist eure Belagerung erfolgreich, könnt ihr eurerseits einen Mitstreiter als Overlord einsetzen, der die Festung vor zukünftigen Angriffen verteidigt. Einen Einblick, ob und wie dieser Verteidigung stattfindet, konnten wir noch nicht gewinnen. Natürlich bringt jeder Sieg auch Belohungen mit sich. Neben Gold und Erfahrungspunkten erhaltet ihr nach dem Kampf auch die Kontrolle über das umliegende Gebiet. Die Entwickler versprechen uns ein strategisches Metagame, in dem wir nicht nur unsere Festungen verwalten, sondern auch die Truppen unserer taktischen Finesse anpassen können.

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Metagame: Strategisches Vorgehen statt Gemetzel?

Wir hoffen jedoch, dass die Essenz des ersten Teils, nämlich das Gameplay mit Fokus auf spektakuläre Kämpfe, nicht allzu sehr in den Hintergrund gedrängt, um Platz für ein halbgares Metagame zu machen. Wir freuen uns auf einen gut ausbalancierten Hybrid zwischen Assassin’s Creed und Civilization.

Nemesis-Feature 3: Overlords

Bevor ihr eine Stadt einnehmen und für eure Zwecke nutzen könnt, müsst ihr in klassischer Manier den Truchsess vertreiben, erdolchen oder anderweitig aus dem Weg räumen. Zu diesem Zwecke haben die Entwickler für Mittelerde: Schatten des Krieges einen komplett neuen Rang eingeführt, den die Schergen des dunklen Herrschers erreichen können: Overlord. Soweit wir es bisher beurteilen können, stellen Overlords im neuen Titel eine andere Art von Bossfight dar als wir bisher in Mordors Schatten erleben konnten. Dieser findet nicht in der offenen Spielwelt, umringt von anderen Warlords statt, sondern in einem Gebiet mit eigenem Phasing.

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Bosskämpfe: Wer ist hier der Overlord?

Belagert ihr eine Festung und schaltet alle Warlords aus, die innerhalb der Anlage postiert waren, könnt ihr euch in Richtung Thronsaal aufmachen. Möglicherweise stellt dieser im fertigen Spiel eine Area dar, die ihr in der offenen Spielwelt nicht erreichen könnt, sondern ausschließlich durch Belagerung. Wir hatten es bei unserem First-Look-Event mit einem feurigen Troll zu tun, der uns in seinem personalisierten Thronsaal einen waschechten Bosskampf geliefert hat. Ob uns am Ende jeder Festung ein solcher Endkampf erwartet, können wir zu diesem Zeitpunkt leider nicht sagen.

Der RPG-Faktor

Doppelt hält besser: Neue Moves und Fähigkeiten

Aus einem großen Ring folgt große Verantwortung. Nachdem Talion und Celebrimbor sich nun einen ganz eigenen Ring der Macht geklöppelt haben, um gegen Sauron in den Krieg ziehen zu können, dürfen natürlich auch die brandneuen Fähigkeiten nicht fehlen, mit denen der schicke blaue Ring an den Start geht. Eure hart verdienten Erfahrungspunkte könnt ihr wie im Vorgänger in eine Vielzahl an Skills investieren. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Entwickler uns leider noch keine Skilltrees oder Movesets präsentieren, aber was wir gesehen haben, macht Lust auf mehr.

Talion macht natürlich erneut von seinen Messern Gebrauch, um Gegner stilecht zu zerlegen, während Celebrimbor mit allerlei geisterhaften Fähigkeiten punkten kann. Der Geisterbogen mit Bullet Time – Verzeihung! Arrow Time kehrt zurück, doch jetzt haben die beiden zusätzlich die Möglichkeit, Gegner im Stil des Domino-Effekts aus Dishonored 2 miteinander zu verbinden und in Zweierreihen zur Schlachtbank zu führen, Feinde an sich heranzuziehen oder sich direkt auf das nächstbeste Geflügelte Untier zu teleportieren.

Natürlich unterliegen gleichsam die Fertigkeiten unserer Untergebenen einem klassischen Rollenspiel-System. Wir sollten uns also gut überlegen, wen wir auf die nächste Belagerung mitnehmen. Wir sind gespannt, welche Fähigkeiten uns im fertigen Spiel noch erwarten.

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Rüstung+X: Rollenspiel soll nicht zu kurz kommen

Auch im Bereich Equipment haben sich die Entwickler etwas Neues ausgedacht. In vielen Spielen schon Alltag, habt ihr nun auch mit dem Rüstungen in Mittelerde: Schatten des Krieges einige Anpassungs-Optionen. Jede legendäre Rüstung verfügt neben dem Schutz-Aspekt nun auch über spezielle Fähigkeiten. Wir können unser Equipment also ganz unserem Spielstil anpassen, um das Spiel nach eigenem Gusto durchzuzocken.

Hinweis: Der folgende Artikel bezieht sich lediglich auf ein First-Look-Event der Entwickler. Alle Features, die wir beschreiben, können sich im Verlauf der Entwicklung ändern oder wegfallen.

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