Redaktions-Tipp: Berserk

Berserk-Special-Bild-2In den letzten Wochen war so einiges los in der Welt der Games und Filme. Die Zahl an Blockbustern war dabei so hoch, dass ihr schnell den Überblick verlieren konntet. Eine weitere Schattenseite dieser Medaille ist, dass einige speziellere Titel nicht die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie verdient hätten. Einer dieser Underdogs war in den letzten Wochen Berserk and the Band of the Hawk. Das wollen wir jetzt ändern und präsentieren euch unseren Redaktions-Tipp zu der Serie Berserk.

Vom Manga, Anime und Filmreihe bis hin zum Spiel

Berserk-Special-Bild-1Und auch wenn ihr nichts mit den japanischen Bilderwelt anfangen könnt, ist die Chance ziemlich hoch, dass ihr es mit dem Einfluss der Dark-Fantasy zu tun bekommen habt und zwar in der Form von Dark Souls zum Beispiel. So ist der Schöpfer der Souls-Reihe Hidetaka Miyazaki nämlich bekennender Berserk Fan. Und orientiert sich das Spiel nicht nur beim Genre bei der Serie aber dazu später mehr.

Ein Mann und sein Schwert

Zu Beginn wollen wir euch einen kleinen Einblick in die Geschichte von Berserk geben. Vorher eine kleine Warnung, denn die Geschichte ist nichts für zart Besaitete und richtet sich definitiv an ein erwachsendes Publikum. Im Mittelpunkt steht Guts, der Black Swordsman – ein Typ wie ein Baum mit einem Riesenschwert, mit dem er Gegner auch gerne mal in Hälften spaltet. Zudem ist der gute Guts nicht gerade eine Quasselstrippe und lässt eher seinen Zweihänder sprechen. Berserk-Special-Bild-3

Doch hinter dieser scheinbaren Stumpfheit verbirgt sich einiges mehr als sein Steckbrief vermuten lässt. So wurde der schwarze Ritter nämlich in eine Welt geboren die kaum dunkler hätte sein können. Kentarō Miura schafft nämlich in seinen Werken ein mittelalterliches Setting, bei dem sich Game of Thrones wie eine Soap-Opera anfühlt.

So steht seit Guts Geburt alles gegen ihn – auf dem Schlachtfeld geboren, verwaist, misshandelt, verkauft und nur von Tod und Zerstörung umgeben. Doch egal wie widrig die Umstände auch sein mögen, stemmt er sich fast schon mit dämonischer Kraft gegen sein Ableben und wird so durch unzählige Kämpfe zu einem brillanten, wenn auch einsamen, Schwertkämpfer. Berserk Special Bild 4

Licht und Dunkelheit

Mit solchen Fähigkeiten zieht man natürlich schnell Aufmerksamkeit auf sich. Eines schicksalhaften Tages triff der schweigsame Recke auf den Anführer der legendären Söldnertruppe der Falkenbande Griffith. Dieser scheint auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von Guts – charismatisch, redegewandt und androgyn.

Da sich Gegensätze ja bekanntlich anziehen, schließt sich Guts, wenn auch erst unfreiwillig, der Söldnertruppe an. Zusammen wird aus ihnen schnell ein unschlagbares Team mit einer tollen Dynamik, welches Kriege beendet, ganze Königreiche stürzt und das ohne Rücksicht auf Verluste.Berserk-Special-Bild-5

Dämonische Abgründe

Auf diese Erfolgsgeschichte folgt unweigerlich ein knallharter Abstieg, bei dem sich Berserk seinen Namen eines Dark Fantasy-Epos mehr als verdient. So wird Guts immer weiter in eine düstere Welt gezogen, indem er sich übermenschlichen Dämonen und weiteren Kriegen stellen muss. Besonders sind hierbei nicht nur Charaktere und das düstere Mittelalter Setting, sondern vor allem die Erzählweise mit vielen Zeitsprüngen und Rückblenden.

Darüber hinaus ist Kentarō Miura für seinen besonderen Zeichenstil berühmt berüchtigt. Überaus detailliert, sauber, sehr explizit und stellenweise fast schon perfektionistisch. Was wir damit meinen wird wahrscheinlich schon deutlich, wenn ihr aufs Covers des Mangas schaut. Kein Wunder also, dass sich viele Spiele wie eben Dark Souls dem Berserk Vergleich stellen müssen.

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Für jeden was dabei

Besonders die epischen Schlachten und Kämpfe sind im Manga dabei so gut in Szene gesetzt, dass es kein Wunder ist, dass Berserk auch als Anime-Serie, Film und in Videospielen umgesetzt wurde. So wurde das Epos 1997/1998 als Anime-Fernsehserie und 2012/2013 als Anime-Filmserie (Berserk – Das goldene Zeitalter I-III) umgesetzt. Seit Anfang Juli 2016 wird außerdem eine weitere Anime-Serie mit geplanten 24 Folgen ausgestrahlt. Fans sind hier immer wieder geteilter Meinung, denn leider deckt der ursprüngliche Anime nur wenig der Geschichte ab und endet sehr abrupt.

Und auch die Anime-Fortsetzung aus dem letzten Jahr schafft es leider, ähnlich wie Teil eins der neuen Filmreihe, nicht komplett in die Herzen der Fans. Das liegt vor allem am übermäßigen Gebrauch von CGI-Effekten, weshalb viele der Animationen nicht wirklich zündeten und dem genialen Stil-Miuras hinterher hinkten.

Zudem gibt es seit März diesen Jahres auch eine neue Videospielumsetzung unter dem Namen Berserk and the Band of the Hawk, welche unserer Meinung nach sogar deutlich unterschätzt ist. Denn neben heftiger Hack and Slay-Action gibt es hier einen guten Einstieg in die Geschichte und reichlich Material aus den letzten Filmumsetzungen. Aus diesem Grund gibt es also derzeit keinen besseren Zeitpunkt als sich jetzt in die Welt von Berserk zu stürzen.

Und mögen euch die Umsetzungen auch nicht ganz so zusagen, solltet ihr dem Manga in jedem Fall eine Chance geben! Dieser ist nämlich glücklicherweise auch in Deutschland ohne große Probleme dank Panini zu finden. Hierbei könnt ihr euch zwischen Einzelbänden wählen oder aber den über 400 Seiten starken Berserk Max Taschenbüchern, welche immer zwei Berserk-Bände in einem mit über 400 Seiten zusammenfasst.

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Ausprobiert: RiftAnalyst
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