Special: Dragon Quest Heroes 2

Die Spieleserie, deren Release in Japan wie die Feiertage gehandhabt wird, hat es nun auch endlich hier geschafft, ihren neuesten Streich: „Dragon Quest Heroes 2“ erscheinen zu lassen. Das „Heroes“-Spin-off der Dragon Quest-Reihe schlägt mehr in die Kerbe eines „Onimusha“ oder „Hyrule Warriors“, denn statt des üblichen RPGs bekommt man große Schlachten, bei denen es zu ordentlich Fratzengeballer kommt. Wie es von einer Fortsetzung zu erwarten ist, versucht Square Enix auch hier, einiges besser zu machen, um alten Spielern mehr Abwechslung und neuen Spielern ein runderes Spielerlebnis zu bieten. Ob dieser Versuch gelingt, erfahrt ihr in unserem kleinen Special, in dem wir euch in handlichen Happen einige der neuen Features präsentieren.

Auserwählter, bitte rette uns!

Story-technisch versucht man den Spieler in Dragon Quest Heroes 2 nicht zu überfordern und folgt deshalb eher der klassischen Heldengeschichte. Einst herrschte ein langer Krieg zwischen mehreren Königreichen, getrieben durch eine Prophezeiung. Der Krieg endete damit, dass die Königreiche zwar Frieden schlossen, sich aber voneinander abspalteten. Jetzt, zur Zeit des Friedens, ziehen wieder dunkle Wolken auf. Um einen weiteren Krieg zu verhindern, macht ihr euch auf, um für Frieden zu sorgen. Dabei schlüpft ihr in die Rollen von Rafael und seiner Cousine Resa.

Nur für Entdecker

Diesmal kann man die Welt ganz in Open World Manier erkundet werden. Bereits erforschte Bereiche laden immer wieder zur Rückkehr ein, weil einem durch verschiedene Klassen und starke Gegner, die einem den Weg versperren, immer etwas Neues zum Entdecken vorhanden ist. So kann man schon in dem ersten Kartenabschnitt ordentlich einen auf die Mütze bekommen, wenn man falsch abbiegt. Das Spiel lässt euch also auf ganz natürliche Art wissen, dass es hier später mehr zu erkunden gibt.

Richtig Klasse!

Ebenfalls neu ist das bereits erwähnte Klassensystem. Ihr könnt wie ihr gerade Lust und Laune habt zwischen den Klassen Magier, Dieb, Krieger usw. hin und her wechseln. Tobt euch also ruhig mit den Klassen aus, denn in der Welt erwarten euch bestimmte Truhen, die nur dann geöffnet werden können, wenn eine bestimmte Klasse, ein bestimmtes Level erreicht hat.

Monstermäßig ins Getümmel stürzen

Was auch neu ist, ist die Fähigkeit, sich in Monster verwandeln zu können. Vorher muss das bestimmte Monster aber erst besiegt werden und dann muss es noch eine besondere Münze fallen lassen. Es hat schon seinen Charme, als „Schleim“ durch die Welt zu hopsen und Gegner zu erledigen. So kann man z.B. auch als riesiger Golem Fußtritte verteilen oder als gemeine Gewitterwolke Blitze regnen lassen. Laut Angabe der Entwickler soll man soll in der Lage sein, sich in jedes Monster verwandeln zu können – klingt ganz cool.

Unübersichtlich aber spaßig

Eine Neuerung, die uns beim Anzocken richtig Spaß gemacht hat, war der Vier-Spieler-Koop. Hier könnt ihr gemeinsam mit Freunden oder Fremden die Monsterwelt gehörig aufmischen. Zugegeben, es war schon schwierig, bei den vielen Charakteren und ihren bunten Attacken die Übersicht zu behalten, aber es hat dennoch sehr viel Spaß gemacht, sich durch Gegnerhorden zu schnetzeln. Den Fortschritt, den man im Multiplayer macht, sprich die Level-Ups und gesammelten Objekte, nehmt ihr anschließend auch mit in den Singleplayer. Jedoch passen sich die Gegner dort dann dem Level des Spielers an, um ein „Überlevelt-Sein“ zu verhindern – Gut mitgedacht, Square!

Charmant bis zum Gehtnichtmehr

Und vergessen wir hier mal nicht eines der wichtigsten Features von allen Dragon Quest spielen, das auch in diesem Teil wieder bravourös angegangen wurde: Das geniale Character-Design von Dragon Ball-Schöpfer Akira Toriyama höchstpersönlich. Es gibt dem Ganzem erst seine liebenswerte Persönlichkeit und transportiert darüber hinaus gut den Humor der Spiele.

Dragon Quest Heroes 2 wirkt wie ein sehr angenehmes Spiel, welches jeder auf die Stelle begreifen kann. Die Steuerung hat sich stellenweise „ungemütlich“ angefühlt, so erforderten einige Aktionen wie das Heilen besondere Tastenkombinationen, die den Spielfluss unterbrachen. Den Spielspaß hat das aber keinesfalls gemindert. Das volle Potenzial des Spiels kann in unseren Augen aber nur im Multiplayer erreicht werden, wenn Hand in Hand gegen fiese Monsterhorden gekämpft wird.

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