Konkurrenz belebt das Geschäft. Jeder der auch nur ein wenig von Wirtschaft versteht, dürfte diesen Satz kennen. Auch in der Filmwelt kann man den einen oder anderen Konkurrenzkampf beobachten. Zum Beispiel der ewige Kampf um die Animationskrone zwischen Pixar und Dreamworks. Der klare Sieger hierbei war selbstverständlich Pixar, die mit Toy Story 3 eine der besten Fortsetzungen der Filmgeschichte kreierten. Nun treten zwei Filme in den Ring, die ähnlicher kaum sein könnten: Streetdance 3D und Step Up 3D. Was bietet sich da also mehr an als ein direkter Vergleich?
Ring frei!
Runde 1: Story/Charaktere
Bei Step Up von einer Story zu sprechen, wäre vollkommener Quatsch, da sie nicht nur vollkommen nebensächlich ist, sondern auch völlig einfallslos und bis zum Anschlag in Kitsch getränkt wurde. Wir haben unsere Protagonisten Luke (Rick Malambri), Moose (Adam G. Sevani), Natalie (Sharni Vinson) und Camille (Alyson Stoner), die von kleinen
Pseudoproblemchen bis hin zu kleineren Katastrophen die ganze Palette abdecken, die man für einen Film benötigt. Natürlich darf man eine gegnerische Tanzgruppe, ein Erzfeind und die große Liebe nicht vergessen. Wirft man das alles in einen Topf, rührt kräftig um und schon hat man einen ausreichenden Plot für einen Tanzfilm (Kreativität wo bist du?). Streetdance 3D verdient auch nicht unbedingt einen Innovationspreis, aber das Aufeinanderprallen zweier unterschiedlicher Welten ist eine ganze Ecke interessanter als der, sich als Story schimpfende, Mist von Step Up. Zudem bekommen die Tänzer von Steetdance deutlich mehr Profil spendiert als diese Abziehbilder von Step Up.
Sieger Runde 1: Streetdance 3D
Runde 2: Der Sound
Was wäre ein Tanzfilm ohne seine Musik? In dem Bereich nehmen sich die beiden Tanzfilme nicht viel und können auf ganzer Linie überzeugen. Hier ist eindeutig der eigene Geschmack gefragt, ob man es lieber ein wenig ruhiger mag (Streetdance) oder ob man es lieber so richtig krachen lassen will (Step Up). Step Up kann allerdings auf mehr Starpower dabei zurückgreifen (z.B.: Sean Paul oder Estelle), bekommt aber einen Punkt abgezogen durch völlig unnötige und nervige Soundeffekte. Wenn die Tänzer anfangen wild mit ihren Armen rumzufuchteln, dann wurde (warum auch immer) jede Bewegung mit Geräuschen unterlegt, die glatt aus den alten Jackie Chan-Filmen stammen könnten. Dadurch verlieren einige der Tänze viel an Coolness. Dennoch bleibt der Sound insgesamt bei beiden Filmen in etwa gleich gut.
Sieger Runde 2: -
Runde 3: 3D
Über das berühmt Berüchtigte 3D muss man ja nicht mehr viel sagen, entweder man liebt es oder man hasst es. Fest steht nur, dass es manchen Genres neue Möglichkeiten bietet. Dazu gehört auch der Tanzfilm. Der räumliche Effekt ist in beiden Filmen sehr gut geworden, dennoch ist das 3D in Step Up insgesamt besser geworden, da man sich nicht nur mit dem räumlichen Effekt begnügt, sondern auch ein paar andere Spielereien mit eingefügt hat. Da diese auch nie wirklich schlecht aussehen, lohnt sich das 3D in Step Up deutlich mehr als bei der Konkurrenz.
Sieger Runde 3: Step Up 3D
Finale Runde: Die Tanzszenen
Viel wichtiger als 3D, Musik, und Schauspielleistungen sind die zahlreichen Tanzeinlagen. Und hier muss man nicht lange um den heißen Brei reden: Step Up spielt in dieser Disziplin in einer deutlich höheren Liga als Streetdance. Die Tänze sind originell, schnell und richtig gut in Szene gesetzt, mit anderen Worten: all das, was in Streetdance so schmerzlich fehlte. Es ist mehr als offensichtlich, dass man deutlich mehr Wert auf Choreografien gelegt hat als auf eine Geschichte. Zwar sind die älteren Teile immer noch ein Tick rasanter, aber für einen in 3D gedrehten Film, ist das Gezeigte mehr als ordentlich.
Sieger Final Runde: Step Up 3D
Ergebnis: Step Up 3D ist Sieger nach Punkten

