• 08.02. um 10:00

Sonic Boom: Zwei neue Spiele, ein neuer Sonic und eine TV-Serie

Fans des kleinen blauen Super-Igels Sonic dürfen sich freuen, denn Sega hat mit Sonic Boom nicht nur ein neues Videospiel für Nintendo 3DS und Wii U angekündigt, sondern gleich mit dazu eine TV-Serie, Spielzeug und einen neu designten Sonic. Quasi ein wahrer Sonic-Boom. Das Sonic-Franchise gehört mit mehr als 85 Millionen verkauften Spielen auch heute noch zu den ganz großen Serien der Videospielgeschichte. Der kleine blaue Igel von Sega feierte sein Debut 1991 auf der Sega Genesis und wurde zu Segas Aushängeschild. 10 Jahre später hat der japanische Konzern das mit den Konsolen aufgegeben und seit dem erfreut sich Sonic auch auf anderen Plattformen großer Beliebtheit. Eine Beliebtheit auf die Sega wohl auch gesetzt hat, als sie Sonic Boom angekündigt haben. Sonic Boom ist in erster Linie kein Spiel, sondern eine TV-Serie, die im Herbst 2014 auf dem amerikanischen Sender Cartoon Network die erste ihrer 52 Folgen ausstrahlen soll. Produziert wird Sonic Boom allerdings in Frankreich und wird logischerweise auch dort im TV laufen. Basierend auf eben dieser Serie wird ein Videospiel für Nintendos 3DS und Wii U auf den Markt geworfen, wobei das Paket durch zusätzliches begleitendes Spielzeug abgerundet wird. Auch das Design des rasend schnellen Igels wird in Sonic Boom überarbeitet sein. Das neue Design soll laut den Produzenten Persönlichkeit und Fähigkeiten der Figuren reflektieren und trotzdem "die Werte und Identität der Sonic-Marke beibehalten". Serie und Spiele besitzen eine gemeinsame Handlung und teilen sich auch Kulissen. Die animierte Zeichentrickserie Sonic Boom wird von den französischen OuiDO! Productions und Sega gemeinsam produziert. Details zu einer möglichen Ausstrahlung in Deutschland sind indes nicht bekannt gegeben worden. Jede der 52 geplanten Folgen wird 11 Minuten lang sein und im Prinzip nach immer ähnlichem Schema aufgebaut: Es beginnt mit einer charakterbasierten kurzen Einführung, der die Handlung in Form der Weltrettung, Roboterkämpfe und anderem folgt. Zum ergänzenden Spiel um Sonic, Knuckles und Tail heißt es: "Das Sonic Boom-Videospiel dient als Prequel zu den Geschichten, die in der Fernsehserie erzählt werden und setzt im Vergleich zu vorhergegangen Sonic-Spielen auf eine völlig neue Spielerfahrung und stellt gemeinschaftliches Gameplay in den Vordergrund" Es geht noch weiter: "Das in Kalifornien von Big Red Button Entertainment (Wii U) und Sanzaru Games (3DS) in Zusammenarbeit mit Sonic Team entwickelte Spiel ist dabei der dritte Titel, der im Rahmen einen Exklusiv-Deals von Nintendo veröffentlicht wird. Sonic Boom nutzt die innovative Hardware von sowohl Wii U als auch Nintendo 3DS und kombiniert diese mit traditionellen Sonic-Elementen wie der hohen Spielgeschwindigkeit. Das Spiel setzt außerdem auf Erforschung, Auseinandersetzungen und die neue Enber-Beam-Spielmechanik, die die Welt von Sonic Boom auf völlig neue Art und Weise erleben lässt." Einen genauen Termin zu Serie oder Spiel gibt es noch nicht. Was es aber auch noch geben wird, sind Spielzeuge. Viele Spielzeuge. Plüschfiguren, ferngesteuertes Spielzeug, Actionfiguren, Fahrzeuge und und und, die Merchandise-Trommel wird kräftig gerührt um Spiel und Serie nicht nur an den Mann und die Frau, sondern vor allem an das Kind zu bringen. Verantwortlich für das Beiwerk ist TONY. "Sonic-Fans und Sammler dürfen sich auf ein hochwertiges Spielzeug-Sortiment mit Features wie Licht, Sound, Bewegungsaktivierung und Action-Funktionen freuen. SEGA wird außerdem eine breite Palette an Produkten lizensieren, darunter neben Spielzeug auch Kleidung, Bücher und Magazine, Accessoires, Essen und Trinken und noch viel mehr – es handelt sich um die größte Lizenz-Initiative, die von Sega in den letzten Jahren unternommen wurde. Sega wird neben dem Fokus auf neue Lizenzen rund um das neue Programm auch weiterhin mit den bisherigen Partnern, die über die Jahre mit Sonic großartige Erfolge feiern konnten, arbeiten.", so TONY. Hergestellt wird das alles wahrscheinlich trotzdem in China. Es gibt auch schon Trailer zu betrachten, die wir euch zusammen mit den Artworks, die das neue Design verdeutlichen natürlich nicht vorenthalten wollen. Unter diesen Zeilen könnt ihr euch aber nicht nur mit Bildern und (noch) lizenzfrei eingebundenen Videos vergnügen, sondern auch den Kommentarbereich heimsuchen und eure Meinung da lassen. Sie kommt schon nicht weg. [youtube E-g3eS8MJZc nolink] [youtube gQ0oV-lDSFY nolink]

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  • 18.11.2013 um 12:57

Test: Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen – Sotschi 2014

Lange ist es her, da haben wir Winter Games bzw. Summer Games auf dem Commodore 64 gezockt, bis die Joysticks in die Knie gingen. Nintendo bietet mit „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen“ seit einigen Jahren eine vergleichbare Kost auf den jeweils aktuellen Plattformen an. Nun gesellt sich eine erste Wii U-Umsetzung hinzu, natürlich passend zu den anstehenden olympischen Winterspielen 2014 in Russland, „Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Sotschi 2014“. Um es vorwegzunehmen, der Titel hat uns sehr enttäuscht. Warum? Lest selbst. Potential genutzt? Touchscreen, zweiter Bildschirm, Motioncontrol und Unterstützung alter Peripherie – das klingt doch nach einem Fest für die Entwickler einer Minispielsammlung. Noch dazu kann man von den Erfolgen bzw. Misserfolgen der bereits erschienenen Minispielesammlungen auf Wii U doch einiges lernen. Die Möglichkeiten jedenfalls scheinen unbegrenzt. Zwar waren die „Mario und Sonic bei den Olympischen Spielen“-Games nie rekordverdächtig gut, aber bei so vielversprechenden Möglichkeiten waren wir erst einmal positiv gestimmt. Da stört es uns auch nicht, dass die Remote+ zwingend vorausgesetzt wird. Doch schon im Menü von "Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Sotschi 2014" haben wir nur noch Fragezeichen über den Köpfen schweben. Sowohl auf dem TV als auch auf dem Tablet-Controller befindet sich ein Menü. Vielleicht dasselbe? Offenbar nicht. Es hat ein wenig gedauert, bis der Groschen gefallen ist aber es ist wie folgt: Das Menü auf dem Tablet-Controller führt euch durch verschiedene Bereiche in denen Ihre Rekorde, Punkte, Statistiken einsehen könnt. Auf dem TV hingegen navigiert ihr durch die Spielmodi, übrigens insgesamt fünf. Nun gut. Wir haben alle Zeit der Welt. Oder? Wir starten mit dem Standard-Modus „Einzelmatch“, bei denen ihr die Disziplinen frei auswählen könnt. Unter den insgesamt zehn olympischen Disziplinen erwarten euch beispielsweise Skilaufen, Eiskunstlauf sowie Snowboard-Slopestyke, dass in Sotschi sein olympisches Debüt feiert. Nach und nach arbeiten wir uns durch das gebotene Programm und haben dabei leider keinen bis sehr wenig Spaß. Das geht schon damit los, dass wir uns, um überhaupt einmal spielen zu können, durch einen unendlichen Menüdschungel arbeiten müssen. Alles muss bestätigt werden, beispielsweise auch jedes Mal die Anzahl der Spieler. Warum fragt man das nicht einmalig ab? Anderes Beispiel: Nachdem wir eine neue persönliche Bestzeit errungen haben, müssen wir jedes Mal erneut bestätigen, dass dieser ins Web hochgeladen werden darf. Noch dazu erscheint nach dem bejahen ein Ladebalken, der natürlich binnen einer Sekunde gefüllt ist. Wozu das alles? Weiter geht der Spaß im Tutorial von "Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Sotschi 2014", welches jeweils vor jeder Disziplinen stattfindet. Es ist langweilig gestaltet und viel zu Zeitaufwändig. Am Ende bestätigen und verfolgen wir 5 Minuten jeglichen Menüschmarn um letztendlich 30 Sekunden lang eine Skipiste herunterzusausen. Traurig und nervig. Leider sieht es beim Gameplay nicht viel besser aus. Die Steuerung setzt bei fast allen Spielen auf Bewegungssteuerung, meist mit der Remote+, in einigen Fällen auch mit dem Tablet-Controller. Zweiter Bildschirm und Touchscreen werden fast nicht genutzt, und wenn, dann absolut unkreativ und nicht spaßfördernd. Nein danke! Trotz der besseren Remote+ haben wir nur selten das Gefühl, die Figur auf dem Bildschirm zu steuern. Alles scheint wie auf Schienen zu laufen. Selbst ohne großartige Interaktion kommen die Athleten gesund und munter im Ziel an. Beispielsweise ist es nicht möglich, sich beim Skifahren lang zu machen. Nun gut, es handelt sich um ein Titel für Kinder – aber selbst die sind nicht ganz gaga und können mit Misserfolgen gut umgehen. Positiv aufgefallen ist uns lediglich Hockey, welches jedoch auf eine herkömmliche Steuerung setzt. Zwar haben wir hier keinen spielerischen Tiefgang wie bei einem NHL von EA, trotzdem hatten wir hier wirklich einmal Spaß an "Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Sotschi 2014". Etwas gewagter wurden die Entwickler bei den sogenannten Traum-Disziplinen. Es handelt sich dabei um abgedrehte Wettbewerbe die mit Olympia nicht mehr ganz so viel zu tun haben. Insgesamt gibt es hier acht Disziplinen, etwa Schneeball-Getümmel, bei dem ihr euch mit Schneekanonen bewaffnet auf Punktejagt begibt. Oder Kugelwillis-Schlittenrennen, was uns stark an das Pod-Rennen aus StarWars erinnerte. Die Traum-Disziplinen sind etwas spaßiger, in Sachen Steuerung aber ebenfalls nicht ausgereift. Einige Ideen wären abgespeckt besser in einem Mario Party untergebracht gewesen. Die anderen Modi in "Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Sotschi 2014" sind kaum der Rede wert. Am Ende des Tages spielt ihr doch die Disziplinen aus dem „Einzelmatch“-Modus, nur eben in vorgegebener Reihenfolge bzw. gegen euer Schattenselbst. Einzig der Online-Modus ist eine Erwähnung wert, da dieser erstmalig dabei ist. Leider werden aber lediglich vier Disziplinen angeboten und die virtuelle Kontrahentenschlange ist quasi nicht vorhanden. Schade. Mario! Sonic! Nervensäge! Auf den ersten Blick macht das Spiel immerhin einen guten Eindruck. Grafisch fallen gerade die Charaktere positiv auf, aber auch die Umgebung geht soweit klar. Bei näherer Betrachtung fehlt es aber letztendlich an Details. Auch in Sachen Animationen hätten wir uns mehr gewünscht. Die Charaktere scheinen lediglich eine neutrale sowie eine Gewinner bzw. Verliererpose zu besitzen. Interaktionen, etwa ein Schulterklopfer, zwischen den Charakteren gibt es nicht. Musikalisch bekommen wir es in "Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen - Sotschi 2014" mit Serientypischen aber leicht angepassten Songs zu tun - absolut okay. Ohrenbluten verursachte bei uns nur der Sprecher, der lediglich Namen oder Schlüsselbegriffe in der immer selben Tonlage in ein Megafon zu schreien scheint. Hilfe!

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  • 25.03.2013 um 10:08

Vorschau: Total War Rome 2

Von München aus, wo wir den neuen Teil Total War: Rome 2 der Serie anspielen durften, bis zum  Teutoburger Wald im Niedersächsischen Bergland sind es knapp 600 Kilometer. Ein Klacks gegen den Weg den die Römer vor 2.000 Jahren zurückgelegt haben nur um dort, in diesem Mittelgebirgszug, in einen heimtückischen Hinterhalt zu geraten. Der germanische Befehlshaber Arminius löschte dort die 17., 18. und 19. Legion des römischen Statthalters Varus aus. Immerhin fast ein Drittel der gesamten Streitmacht Roms. Der Entwickler Creative Assembly hat uns bei seiner Präsentation in Total War: Rome 2 diesen Konflikt nacherleben lassen. Total War: Rome 2 Ohne etwas zu ahnen marschieren drei Legionen durch einen dichten, germanischen Wald. Plötzlich zerreißt beängstigendes Kriegsgeschrei den zur Routine gewordenen Marsch und übermenschlich große, brennende Strohballen rollen die Anhöhe in Richtung der Soldaten hinunter, um die unvorbereitete Streitmacht mitten ins Mark zu treffen. Bevor sich die Legionäre formieren können, stürmen gegnerische Schergen aus dem Unterholz. Ab diesem Zeitpunkt, mitten in der größten Verwirrung übernimmt der Spieler die Kontrolle über die Legionen der römischen Mannen. Die Aufgabe besteht nun darin, den Hinterhalt zu überleben und aus dem langgezogenen Waldstück zu fliehen. Wie die Geschichte uns lehrt ist das kein leichtes Unterfangen denn schließlich befindet man sich deutlich in der Unterzahl. Da heißt es kühlen Kopf bewahren sonst verliert man im Handumdrehen! Veni, vidi, fugi Auf den ersten, nüchternen Blick fällt sofort positiv auf, dass das Interface gründlich aufgeräumt wurde. Wichtige Informationen werden nun direkt aus der Schlacht bezogen. Für die auf Grund der Menge an Einheiten nötige Übersicht sorgt eine neue Kameraperspektive, die auf Wunsch sehr weit, bis zu einer Art Kartenübersicht, aus dem Geschehen hinauszoomt. Mit dem kompletten Schlachtfeld im Überblick lassen sich die Truppen nun zwar wesentlich einfacher auf ihre Positionen schicken, zu abstrakt wollte es Creative Assembly aber doch nicht werden lassen denn Angriffe können in dieser Ansicht nicht ausgeführt werden. Diese müssen aus der normalen Spielperspektive heraus koordiniert werden, welche natürlich nach den eigenen Wünschen bis hin zu einer Ego-nahen Darstellung angepasst werden kann. Wie es sich für eine Fortsetzung gehört, gibt es einhergehend mit dem neuen Sichtfeldsystem viel mehr taktische Möglichkeiten, da Truppen hinter Hügeln und anderen Hindernissen, wie in der Realität, nicht mehr zu sehen sind. Das funktioniert dynamisch, je nach Höhenposition und Soldatenanzahl fällt das Verstecken leichter oder schwerer. Schnelle Einheiten wie der Scout, der weiter in die Ferne sehen kann als andere, sind dafür nun extra im Spiel und können die nötigen Aufklärungsarbeiten vor dem Bewegen der Truppen leisten. Wenn einem im Schlachtengetümmel trotz jeglicher Bemühungen alles über den Kopf wächst, kann man sich auf Wunsch von einem KI-General, der Teile der Armee übernimmt, unter die Arme greifen lassen. Cave peritia Man kennt das: Ohne Anführer, in diesem Fall der General, tun sich die Legionäre mit koordinierten Angriffen schwer. Allerdings sind die Soldaten lernfähig, jede Streitmacht entwickelt sich über die Spieldauer individuell und bildet, je nachdem wie man sie einsetzt, Stärken aus. Das bedeutet das Armeen, die vorrangig zum Verteidigen von Provinzen verwendet werden, sich genau in diesen Bereichen spezialisieren.Man tut also gut daran seine Recken ständig bei Beschäftigung zu halten um ihre Entwicklung voranzutreiben. Dies ist ein kleiner aber wirkungsvoller Kniff der Entwickler um zu erreichen, dass die Armeen sich deutlicher voneinander unterscheiden und das Spiel individuell gestaltet wird. Der Fokus der Total-War-Reihe lag seit jeher auf epischen Schlachten mit einer Vielzahl einzelner Kämpfer. Toatl War: Rome 2 bildet hier natürlich keine Ausnahme und die Schlacht im Teutoburger Wald, bei der lediglich ein paar hundert Männer um ihr Leben kämpfen müssen, ist da noch relativ harmlos. Insgesamt gibt es ganze 700 verschiedene Einheiten im Spiel, die sich aber auf die im Spiel befindlichen Völker aufteilen und natürlich nicht alle gleichzeitig verwendet werden. Damit die Schlachten mit ihren einzelnen Soldaten und der flüssigen 3D-Grafik entsprechend in Szene gesetzt werden konnten, wurde an der Grafikengine nochmal gründlich poliert. So ist die Umgebungsgrafik nicht nur detaillierter, sondern auch die Soldaten unterscheiden sich nun in ihrer Körpergröße und Statur. Ein kleines Detail, das die Armeen noch lebendiger und glaubwürdiger wirken lässt.   In unserem Fall entkommen die Römer übrigens den Fängen von Arminius, wenn auch gehörig dezimiert. Weder ein Hinterhalt mit Pfeilregen, gegen den man die Schilde über den Kopf haltenlassen kann, noch bissige Schäferhunde konnten verhindern, dass am Ende noch die Standarten aus dem Waldstück gerettet werden können. Ein Umstand über den sich der echte Feldherr wohl auch gefreut hätte, wenn auch nach der Ankunft in Rom sicher nicht lange. Offizielle Seite: Total War: Rome 2

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