• 31.05.2013 um 11:28

Man of Steel: TV Spot 9

Aufgehorcht, wir sind sage und schreibe bereits bei TV Spot Nummer 9 zum bevorstehenden Man of Steel angekommen, Trailer und Teaser nicht mitgerechnet. Kein Wunder, dass sich allmählich alle verzählen, so findet man auf youtube bereits TV Spot Nummer 11. Wir bleiben allerdings bei unserer Auflistung und so folgt nach den letzten 3 Ausschnitten 6, 7 und 8 logischerweise die 9. Die meisten haben mittlerweile sicher ohnehin das Gefühl genug von Man of Steel gesehen zu haben aber der Vollständigkeit halber präsentieren wir euch das aktuelle Material natürlich trotzdem. Die offizielle Plot-Beschreibung von Warner Bros. Pictures zu Man of Steel lautet bisher wie folgt: Ein Junge lernt, dass er außergewöhnliche Kräfte hat und nicht von der Erde stammt. Als junger Mann macht er sich auf den Weg herauszufinden woher er kommt und weshalb er hierher geschickt wurde. Der Held in ihm muss hervortreten, wenn er die Welt vor der Zerstörung bewahren und das Symbol der Hoffnung für alle Menschen werden soll. Der neuste Spot setzt weniger auf Action als auf die gefühlvolle Beziehung zwischen Clark Kent und seinem Adoptivvater Jonathan und ihrer gemeinsamen Bewältigung von Clarks außerirdischen Ursprüngen. Diesmal werden wenigstens vorrangig bereits bekannte Sequenzen verwendet um das Vater-Sohn Verhältnis noch einmal zu betonen. Zack Snyder ist der Regisseur von Man of Steel, Christopher Nolan einer der Produzenten. Neben Henry Cavill in der Titelrolle sind auch Michael Shannon, Amy Adams, Laurence Fishburne, Kevin Costner und Russel Crowe mit an Bord. [youtube cIpeM9-YI8Y nolink] Man of Steel startet am 20. Juni in den deutschen Kinos. Alle News und Trailer findet ihr auf unserer Themenseite. Quelle: hollywoodreporter

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  • 04.04.2013 um 15:25

Jack and the Giants: Der nächste große Flop?

Es sieht nicht gut aus für die Märchenhelden aus „Jack and the Giants“. Die amerikanische Produktion spielte bisher enttäuschende Ergebnisse an den heimatlichen Kinokassen und kann auch auf dem internationalen Markt kaum Punkte sammeln. Die Welle der Märchen-, Fantasy- und Zauberfilme reißt nicht ab, auch wenn die Reaktionen der Zuschauer darauf sehr gemischt ausfallen. Beispielsweise wurde „Beastly“, die Highschool-Variante von „Die Schöne und das Biest“, zwar von fast allen Kritikern verschmäht, konnte jedoch auf Grund geringer Produktionskosten recht gute Profite einfahren. „Hänsel und Gretel – Hexenjäger“ sowie „Snow White and the Huntsman“ versagten zwar an den amerikanischen Kassen, konnten dies jedoch durch internationale Erfolge kompensieren. Ähnliches galt auch für „Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen“. Nächstes Jahr geht es dann auch gleich weiter mit den Märchenverfilmungen, erwarten können wir „Maleficent“ („Die böse Königin“), eine Action-Story um die böse Stiefmutter in „Schneewittchen und die sieben Zwerge“. Ebenso plant Guillermo Del Toro eine weitere Verfilmung von „Die Schöne und das Biest“, mit Emma Watson in der Hauptrolle. Nun aber zu „Jack and the Giants“: Warner Bros. und Legendary Pictures gingen selbstbewusst an die Arbeit und gaben dem Streifen ein großes Budget, dass für die häufigen CGI-Einsätze auch notwendig war. Zu dem weltweiten Marketing Budget von 100 Millionen Dollar addieren sich noch die Produktionskosten, schlappe 200 Millionnen Dollar. Um den Film einen Erfolg nennen zu können, müsste er also nicht nur dieses Budget, 300 Millionen Dollar, wieder einspielen, sondern am Besten noch verdoppeln. Die Realität sieht allerdings ganz und gar nicht so aus: Seit dem Kinostart am 1. März 2013 belaufen sich die Verdienste durch „Jack and the Giants“ auf 157 Millionen Dollar. „The Hollywood Reporter“ schätzte, dass sich die Gesamtgewinne auf etwa 200 Millionen Dollar belaufen werden. Damit bleibt der Streifen weit unter jeglichen Erwartungen zurück und bedeutet die Studios müssen herbe Verluste einstecken. Mehr zum Inhalt von "Jack and the Giants" findet ihr in unserer Filmvorstellung. „Jack and the Giants“ darf sich damit höchstwahrscheinlich zwischen Riesen-Flops wie „Battleship“ und „John Carter“ einreihen. Habt ihr „Jack and the Giants“ im Kino gesehen? Verdient der Film bessere Ergebnisse? Wir freuen uns auf eure Kommentare! Quelle: hollywoodreporter.com

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  • 27.03.2013 um 11:00

Der unglaubliche Burt Wonderstone – Gewinnspiel zum Kinostart der US-Komödie [beendet]

Am 04.04.2013 startet "Der unglaubliche Burt Wonderstone" in den deutschen Kinos, passend dazu gibts bei uns ein Gewinnspiel. Um daran teilzunehmen, beantwortet einfach die Frage unten und schickt uns eure korrekte Lösung. Steve Carell spielt den zügellosen und überheblichen Showmagier Burt Wonderstone, der gemeinsam mit seinem Partner Anton Marvelton (Steve Buscemi) seit Jahren die Bühnen von Las Vegas regiert. Ihre ursprüngliche Leidenschaft für die Zauberei ist dabei längst auf der Strecke geblieben und auch die Freundschaft der Magier existiert lediglich noch auf dem Papier. Hinzu kommt eine Bedrohung von außen, in Form von Steve Gray (Jim Carrey), einem Straßenzauberer, der mit seinen Stunts die Massen begeistert. Um ihn und seine unkonventionellen Tricks schart sich eine Kultgemeinde, die alles in den Schatten stellt. Werden Burt und Anton es schaffen ihre Faszination für die Magie wieder zu entdecken und ihre Zuschauer zurückzugewinnen? Neben Steve Carell („Crazy, Stupid, Love.“) und Steve Buscemi („Boardwalk Empire“) als ehemals beste Freunde Burt und Anton, sind Olivia Wilde, Alan Arkin, David Copperfield und James Gandolfini in weiteren Rollen zu sehen. Jim Carrey („I love you Phillip Morris“) übernimmt den Part des Rivalen Steve Gray. An ihrer Seite wird auch Michael „Bully“ Herbig in seiner ersten Hollywood-Produktion als Magier mit einer besonderen Beziehung zu Katzen mitspielen. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Jonathan M. Goldstein & John Francis Daley und wurde inszeniert vom preisgekrönten Regisseur Don Scardino („30 Rock“). Um euch die Wartezeit bis zum Kinostart von "Der unglaubliche Burt Wonderstone" zu verkürzen, veröffentlichte Warner Bros. ein Online Spiel, das ihr hier gleich austesten könnt. https://apps.warnerbros.com/burtwonderstone/beddown/de/ Pünktlich zum Kinostart von „Der unglaubliche Burt Wonderstone“ gibt es bei uns mit etwas Glück tolle Preise zu gewinnen. Dazu müsst ihr lediglich unsere Gewinnspielfrage richtig beantworten.  Die Gewinner 1x  Fanpakete bestehend aus 1 Getränkekühltasche, 1 Mütze, 1 T-Shirt an Claudia M aus Essen 1x  Fanpakete bestehend aus 1 Getränkekühltasche, 1 Mütze, 1 T-Shirt an Perta R. aus Nierstein Der Einsendeschluss war der 03.04.2013 23:59 Uhr. Teilnahmebedingungen: Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter von ingame sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Den offiziellen Trailer zu "Der unglaubliche Burt Wonderstone" findet ihr hier: [youtube RPnpgqg6rrQ nolink]

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  • 14.01.2013 um 15:09

Batman: Warner sichert sich Batman-Domains

Das letzte große Batman Highlight konnten Kinogänger mit The Dark Knight Rises im Juli vergangenen Jahres in den deutschen Lichtspielhäusern bewundern, doch das letzte Gaming Highlight liegt allerdings schon etwas länger zurück. Im Oktober 2011 erschien der Nachfolger von Batman: Arkham Asylum, der letzte Download Content liegt auch schon ein Weilchen zurück und das letzte Lebenszeichen des Franchise war in Form eines Ablegers für die Wii U zu hören. Am 25. Juli 2012 vollendete Regisseur und Drehbuchautor Christopher Nolan mit The Dark Knight Rises seine 2005 begonnene Batman-Trilogie. Während Fans und Kritiker mit gemischten Gefühlen das Kino verließen, konnte der im Oktober 2011 erschienene Game-Titel Arkham City vollends überzeugen. Doch auch wenn der bisherige Autor Paul Dini offiziell der Videospiel-Reihe den Rücken gekehrt hat, war den Fans von Anfang an klar, dass nach Arkham Asylum und Arkham City noch lange nicht das Ende gekommen ist. In einem letzten Gerücht, aus Juli 2012, war die Rede von einem Batman-Prequel, das den geflügelten Rächer in die Ära der Silver Age Comics, also in die 50er Jahre, zurück verschlägt. Am vergangenen Wochenende kam wieder frischen Wind in das Franchise, als sich die amerikanische Film- und Fernsehgesellschaft Warner Bros. Entertainment jede Menge neuer Domains gesichert hat. Dazu zählten unter anderem: arkhamuniverse.com (Arkham Universe) batmanarkhamarises.com (Arkham Arises) batmanarkhambegins.com (Arkham Begins) batmanarkhamdarkknight.com (Arkham Dark Knight) batmanarkhamlegend.com (Arkham Legend) batmanarkhamnight.com (Arkham Night) batmanarkhamorigins.com (Arkham Origins) batmanarkhamstories.com (Arkham Stories) darkknightarkham.com (Dark Knight Arkham) dcarkhamuniverse.com (DC Arkham Universe) dcarkhamverse.com (DC Arkhamverse) thearkhamuniverse.com (The Arkham Universe) Clever wie Warner Bros. Entertainment ist, lassen die Namen nicht erahnen, ob es sich um ein Prequel oder ein Sequel zu Batman: Arkham Asylum handelt. Desweiteren könnte es sich aber auch um einen weiteren Batman-Film handeln, denn schon seit dem Ende von Nolans Trilogie plant das Studio neue Filme. Die Spekulationen können beginnen! Was haltet Ihr von den gesicherten Domains? Würdet Ihr lieber ein weiteres Spiel oder doch einen neuen Film sehen wollen? Wir freue uns auf eure Antworten! Quelle: ign.com

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  • 19.07.2012 um 14:28

Filmkritik: Batman – The Dark Knight Rises

Christopher Nolan bringt das dreiteilige Kunstwerk zu Ende, das er vor sieben Jahren mit Batman Begins aus der Asche gehoben und mit The Dark Knight zur Perfektion gebracht hat. Doch was bleibt dem Kultregisseur mit dem letzten Teil seiner Batman-Trilogie noch zu sagen? Kann er die Schatten hinter sich lassen, die der überlebensgroße Vorgänger wirft, oder wird der dunkle Ritter in diesem Finale zu einem Schatten seiner selbst? Overtüre in Fledermaus-Schwarz Nolan scheint sich dem aussichtlosen Unterfangen bewusst, den Vorgänger zu übertrumpfen. Statt also weiter Legendenbildung zu betreiben, dekonstruiert er sie lieber: „Wir beschlossen, zwischen der Handlung des letzten und des neuen Films acht Jahre verstreichen zu lassen“, so der Regisseur selber. „Die Zeit soll ausreichen, um die Batman-Legende ein wenig in Vergessenheit geraten zu lassen.“ Bruce Wayne hat Fledermausohren und Cape also in der Zwischenzeit an den Nagel gehängt und sich in die Isolation seines Anwesens zurückgezogen. Noch immer macht er sich den Tod seiner geliebten Rachel zum Vorwurf, was ihn in seiner Abgeschiedenheit mehr und mehr zermürbt. Damit sich Staatsanwalt Harvey Dent im Wissen der Bevölkerung für den guten Zweck opferte, bürgte sich der dunkle Ritter die Schuld an dessen Tod auf. So konnte auch das „Dent-Gesetz“ weiterhin bestehen. Die Kriminalitätsrate Gotham Citys nahm weiterhin ab. Die Dienste des Fledermausmanns wurden nicht länger gebraucht. Doch Bruce Wayne sieht sich aufgrund des Auftritts einer gerissenen, katzenhaften Diebin namens Selina Kyle, später unter dem Namen Catwoman bekannt, und des brutalen Terroristen Bane bald wieder in der Pflicht, für das Recht der Schwachen einzustehen. Bane möchte durch einen perfiden Plan die Grundfeste Gothams erschüttern, in dessen Ablauf auch Batman eine essentielle Rolle zu spielen scheint. Da Bruce Wayne während seines Exils verwahrlost ist, scheint es ihm aber kaum möglich, dem sowohl physisch als auch geistig enorm starken Widersacher die Stirn zu bieten. Superheld mit Profil Die Batman-Filme von Christopher Nolan lassen sich nicht einfach in Schubladen einordnen. Im Vergleich zu anderen Superhelden-Filmen spielt Action hier fast schon eine untergeordnete Rolle – Handlung und Charakterentwicklung wird wesentlich mehr Platz eingeräumt. Das beweist schon der Einstieg in den Film, der wenig von dem ikonischen Flattermann zeigt und sich mehr darauf konzentriert, eine dramatische Ausgangslage für die Geschehnisse der letzten beiden Filmdrittel zu schaffen. Dabei geht Nolan mit seinen Charakteren schonungslos um, was für einige Überraschung sorgt, in wenigen Momenten den Bogen aber auch etwas überspannt. Doch je mehr die letztendlichen Geschehnisse Formen annehmen, desto mehr schlagen uns die Charaktere in ihren Bann. Statt künstlich wirkender Persönlichkeiten in Spandex-Leggings und umfunktionierter Ski-Maske, wirken Catwoman, Bane und Co. menschlich und plausibel. Das weiß auch Schauspieler Joseph Gordon-Levitt (500 Days of Summer, Inception) zu schätzen, der hier den ambitionierten Jungspund-Polizisten und Batman-Unterstützer mimt: „Trotz des ganzen Action-Spektakels zeichnen sich Chris‘ Filme vor allem durch ihre ehrlichen, menschlichen Schicksale aus. Wir Schauspieler lassen uns davon inspirieren […].“ Das merken wir der schauspielerischen Darbietung auch jederzeit an. Besondere Aufmerksamkeit dürfte auf Batman-Gegenspieler Bane (Tom Hardy; Warrior, Inception) ruhen, konnte der vorangegangene „Batman“ doch gerade durch die Leistung des mittlerweile verstorbenen Heath Ledger (Brokeback Mountain, Das Kabinett des Doktor Parnassus) als Joker punkten. „Bei der Auswahl eines neuen Bösewichts war es entscheidend, dass er sich total vom Joker unterscheiden muss“, so Nolan. „Er soll mit roher Gewalt vorgehen. Der körperliche Aspekt dessen, was Bruce Wayne als Batman leistet, ist außerordentlich wichtig – aber in den ersten beiden Filmen wurde er in dieser Hinsicht eigentlich nicht sonderlich gefordert.“ Das Ergebnis ist ein smarter und physisch höchst gefährlicher Widersacher. Da Bane zu jederzeit eine Maske trägt, die die Mundpartie und einen Großteil des Gesichts verdeckt, bleibt Hardy nicht viel Raum zur Entfaltung. Trotzdem verkörpert er einen vielschichtigen Gegner mit genügend Tiefe, auch wenn er sicherlich nicht an den Kultstatus eines Jokers heranreichen können wird. Christian Bale (The Fighter, American Psycho) agiert ebenfalls wieder routiniert, dieses Mal zur meisten Zeit als gebrochener Held auf dem Weg der Selbstfindung. Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada, Get Smart) macht als Catwoman nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes eine „gute Figur“, sondern haucht der Rolle als Femme Fatale mit der richtigen Mischung aus Verruchtheit und Verletzlichkeit Leben ein. Gordon-Levitt ist für die Rolle des jungen Cops mit wenig Erfahrung wie geschaffen und auch Marion Cotillard (Inception, La vie en Rose), die die wohlhabende Philanthropin Miranda Tate spielt, die Bruce Wayne bei der Rettung seiner Firma unter die Arme greifen soll, füllt ihre Rolle nahezu perfekt. Torschluss-Panik Die Handlung des „Dark-Knight“-Finales ist höchstspannend und sehr unterhaltsam erzählt. Christopher Nolan zaubert einen Plot auf die Leinwand, der zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar ist und die Geschehnisse zu einem runden Ende bringt. Doch leider ist auch so ein talentierter Regisseur wie Nolan nicht vor Fehlern gefeit. Von einigen Charakteren wie Selina Kyle und Cop John Blake erfahren wir bis zu Filmende nur das Nötigste. Ein Großteil überbleibt dabei unserer Fantasie, was die Entwicklungen zwischen den Charakteren schwer nachvollziehbar macht. Außerdem ist das Arrangement aus von Schauspielern getragenen Szenen und Action-Elementen nicht mehr ganz so reibungslos geglückt, wie noch zuvor. Dafür hängen wir zwischen den Geschehnissen einfach zu oft in der Luft. Des Weiteren stören einige Logiklöcher (Stichwort: Bombe) und etwas erzwungen wirkende Plot-Twists. Doch wenn zum Finale die Spannung anschwillt und sich in bildgewaltigen Szenen entlädt, sind wir wieder mehr als gnädig gestimmt. Nolan spielt mit der Erwartungshaltung der Zuschauer – auch wenn er dem enormen Hype niemals gerecht werden kann – sorgt er dadurch doch für ein gelungenes Ende seiner Batman-Trilogie.

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  • 03.07.2012 um 14:05

Filmkritik: Chernobyl Diaries

Oren Peli, der kreative Kopf hinter der Paranormal-Activity-Reihe, versuchte sich nun einmal an neuem Stoff für ein Drehbuch. Inspiriert von der Reisedokumentation über einen Vorort von Tschernobyl, machte sich der Gruselautor an eine düstere und undurchsichtige Horrostory. Als Regisseur bot sich Bradley Parker an, der Chernobyl Diaries als sein Regiedebüt auf die Leinwand brachte. Bekannt ist er unteranderem durch Filme wie Fight Club, bei dem er sich um die Special FX kümmerte. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Gruselstreifen, der seine circa 85 Minuten gut unterhält,  allerdings auch schnell wieder in Vergessenheit gerät, sobald der Abspann erst einmal über die Leinwand geflackert ist. Tschernobyl-Tourismus Chernobyl Diaries handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die beschließen, ihren Osteuropa-Urlaub durch einen kleinen Abstecher nach Prypiat aufzupeppen. Eigentlich sollte Moskau die nächste Station auf ihrer Tour sein, doch Paul, der ältere Bruder eines der Protagonisten, sowie der Tourguide durch Osteuropa, überredet die Reisegruppe zu der Extremtour durch eine verlassene Geisterstadt. Prypiat ist ein Vorort von Tchernobyl, der die Familien der Arbeiter des verunglückten Reaktors beheimatete. Nachdem Reaktorunglück in Tschernobyl musste die Stadt  in Windeseile evakuiert werden. Die Einwohner hatten keine Zeit mehr, sich um ihr Hab und Gut zu kümmern und hinterließen alles, was sie besaßen, in den riesigen Plattenbauten oder auf den Straßen der verlassenen Stadt. Ein Riesenrad und Karussels erinnern noch an buntes Jahrmarkttreiben. Doch heute ist es nur noch das Zeitzeichen einer Geisterstadt. „Der Ort sieht noch genauso aus wie damals.“ macht Uri, Leiter von Uris Extreme Tours und ebenso Reiseleiter für diesen Trip, den Jugendlichen sein Ausflugsangebot schmackhaft. Natürlich sind diese begeistert von der Idee und zusammen machen sie sich in einem alten Bus auf, um die Ruinen der Stadt zu erforschen. Doch was die sechs Jugendlichen dort erwartet übertrifft deren kühnsten Erwartungen. Hinter den Gemäuern der verlassenen Stadt verbergen sich ungeahnte Gefahren. Nicht umsonst wurde Prypiat zu militärischem Sperrgebiet erklärt. Der geübte Horror Die Idee zu Chernobyl Diaries kam Oren Peli durch einen Foto-Blog, in dem eine gunge Bloggerin sich mit dem Motorrad aufmachte, um Prypiat zu erkunden. Und ja, es ist eine interessante Materie, auf der Pelis Ideen aufbauen. Eine Geisterstadt und nukleare Verseuchung bieten einen optimalen Nährboden für Grusel und Horrorvisionen. Die Stadtruine ist ein schönes Szenario für Pelis Fantasien und verleiht dem Film die richtige Atmosphäre. Auch das Feingefühl des ParanormalActivity-Schöpfers dafür, den Grusel eben aus dem zu entwickeln, was der Zuschauer nicht sieht, also mit seinen Erwartungen und Ängsten zu spielen, macht sich in diesem Film bemerkbar. Chernobyl Diaries enthält einige gelungene Schreck-Momente und sorgt stellenweise für haarsträubende Spannung. Allerdings war hier Paranormal Activity ein wenig besser akzentuiert, als Chernobyl Diaries. Der Rest des Drehbuchs und auch des Stils von Chernobyl Diaries allerdings ist sehr klassischer Horror und wartet kaum mit Überraschungen auf.  Die Charaktere sind sehr flach und erinenrn stark an Teenie-Horror-Filme. Die Dialoge sind teilweise mehr als halbherzig und die Dramaturgie wirkt steif und ein wenig aufgezwungen. Somit bleiben das ausgefallene Szenario, das dank verwackelter Handkamera-Aufnahmen auch hübsch in Szene gesetzt wurde, zusammen mit den vereinzelt auftretenden Schock- und Grusel-Momenten die einzigen markanten Aspekte des Films. Am Ende läuft Chernobyl Diaries jedoch auf eine Geschichte hinaus, die Freunde des Genres mindestens schon 100 Mal gesehen haben. Beim 101. Mal bleiben zwar immer noch ein paar Innovationen und liebevolle Details, aber daneben zeigt der Film wenig Eigeninitiative.

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