
Fünf lange Jahre hat es gedauert und nun ist das bombast Rollenspiel The Elder Scrolls 5: Skyrim endlich da. Entsprechend groß könnte die Enttäuschung sein, wenn etwas nicht stimmt. Doch wer an TES 5: Skyrim meckern will, dem dürfte dies sichtlich schwer fallen.
The Dragonborn …

The Elder Scrolls 5: Skyrim ist bereits im Handel für PC, Playstation 3 und Xbox 360 erhältlich.
Der fünfte Elder-Scrolls Titel beginnt ganz ähnlich wie seine Vorgänger: Ihr seid ein Gefangener der kaiserlichen Garde und müsst um euer Leben bangen. Kurz vorm Ableben der Spielfigur taucht jedoch ein Drache auf, die eigentlich seit hunderten von Jahren als ausgestorben gelten. Der Drache verwüstet das Lager und verändert sogleich euer Schicksal. Mit einem schnell gewonnenen Verbündeten flieht ihr aus dem Gefahrenbereich und erkundet die Welt auf eigene Faust, mit dem Ziel, die Drachen zu jagen und Alles über deren plötzliche Rückkehr zu erfahren. Später bringt ihr in Erfahrung, dass der Spielcharakter ein Drachengeborener ist, ein sogenannter Dovakhiin. Der Dovakhiin hat die besondere Gabe, die mächtigen Schreie der Drachen erlernen zu können, wodurch sich einige Möglichkeiten und Vorteile im Kampf ergeben.
Ob ihr dieser “Pflicht” der Drachenjagd jedoch nachgeht bleibt dem Spieler selbst überlassen. Je nach Lust und Laune könnt ihr entweder die Hauptstory verfolgen oder die Welt auf eigener Mission erkunden. Unterwegs können zahlreiche Quests angenommen werden, fast jeder angetroffene NPC hält eine – oder mehrere – Aufgabe bereit. Eine Menge Spielzeit bietet The Elder Scrolls 5: Skyrim auf jeden Fall. Die Hauptquests nehmen dabei rund 30 Stunden in Anspruch, während diversen Nebenaufgaben und Höhlen womöglich jahrelangen Spielspaß bieten.
Bevor es jedoch auf Erkundgunstour geht, gilt es sich einen Charakter zusammen zu basteln und eine Klasse zu wählen. Der umfangreiche Charaktereditor bietet zahlreiche Personifizerungsmöglichkeiten. Die Klassenauswähl fällt dabei um einiges simpler aus, als in anderen Genre Kollegen. Statt wie gewohnt zwischen Magier, Krieger, Bogenschütze, usw. wählen zu müssen, bleibt diese Qual der Wahl in Skyrim erspart. Der Charakter levelt nämlich auf, indem verschiedene Fähigkeiten verbessert werden. Dies wird durch häufige Nutzung erreicht, learning by doing also. Auch ein weiterer Frustmoment fällt somit weg. “Verskillen”, wie es in anderen Rollenspielen schnell mal passiert, kann man sich mit dem klasse Levelsystem nicht.
Die Weiten Skyrims sind dabei schier unendlich. Auf Rollenspielfans wartet eine riesige, völlig frei erkundbare Welt mit zahlreichen Höhlen, Dungeons, Städten und Dörfern. Selbstverständlich ist die Welt prall gefüllt mit allen möglichen Monstern und Feinden. Im Gegensatz zum direkten Vorgänger fällt hier ein weiterer Kritikpunkt weg: Die Monster leveln nicht mehr mit dem Spielcharakter mit. Dies macht die Serie wieder um einiges “Rollenspiellastiger”, so bekommt man von stärkeren Widersachern schnell eins auf den Deckel, wohingegen Gegner mit niedriger Stufe schnell beseitigt werden.
Allgemein wirkt es, als sei Skyrim im Vergleich zu Oblivion erwachsener geworden. Die Welt ist nicht mehr – trotz nahendem Weltuntergang – hell und “froh”, sondern man erkennt deutlich die vom Krieg geplagten Landschaften. Neben den Drachen wüten in The Elder Scrolls 5: Skyrim nämlich auch andere Kriege, von den Konflikten zwischen dem Kaiserreich und den Sturmmänteln bleibt der Held auch nicht verschont und man kann sich einer der beiden Seiten anschließen.
Auch in puncto Grafik sind deutliche Sprünge zu erkennen. Bereits die Vorgänger standen grafisch ganz weit vorne und auch Skyrim schließt sich dem an. Mit The Elder Scrolls 5: Skyrim dürfte eines der momentan bestaussehenden Rollenspiele auf den Markt gekommen sein. Hinzu kommt, dass fleißige Modder aus der Community bereits zahlreiche Modifizierungen veröffentlicht haben, durch die die Optik aufgefrischt und verfeinert wird.
Die Gesichtszüge der Charaktere sind teils etwas kantig geraten, Mods schaffen hier aber bereits Abhilfe.
Seiten:
- Skyrim - Die Handlung
- Kampfsystem und Fähigkeiten
- Fazit und Wertung


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