Anno 1800: Tipps und Tricks im Anfänger-Guide

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Anno 1800: Mit unserem Anfänger-Guide fällt euch der Einstieg leichter.

Ubisoft Blue Bytes neues Strategiespiel Anno 1800 hat gerade seine offene Beta hinter sich und der Release steht kurz bevor. Wir haben für euch im Anfänger-Guide alles, was wir zum neuen Aufbau-Titan wissen, zusammengetragen, damit euch der Einstieg gelingt. Dabei legen wir natürlich Wert auf Neuerungen, aber auch komplette Anno-Neulinge erfahren in unserem Anfänger-Guide alles, was sie wissen müssen, um entspannt in den ersten Siedlungsbau einsteigen zu können. Falls ihr euch für alle neuen Features, alle Produktionsketten oder eine Übersicht über alle Gebäude interessiert, haben wir auch weitere Artikel parat.

Vor dem Start

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Bevor ihr lossegeln könnt, gibt es ein paar Tipps und Tricks, die ihr beachten solltet.

Im Endlosspiel stellt euch Anno zu Beginn vor die Wahl zwischen „Weniger Hilfe“ und „Mehr Hilfe“. Für Anfänger lohnt sich die erweiterte Tutorial-Funktion, die auch sehr hilfreich gemacht ist. Wer die Grundmechaniken des Spiels Schritt für Schritt erlernen möchte und sich gleichzeitig für die Story interessiert, dem legen wir ans Herz, mit dem Kampagnen-Modus zu starten. Nachdem ihr die Geschichte durchgespielt habt, geht nämlich auch dieser in ein Endlosspiel über.

Nach der Charaktererstellung bietet Anno 1800 drei Schwierigkeitsgrade an. Wir raten euch, keine dieser Optionen zu wählen und euch stattdessen einen benutzerdefinierten Schwierigkeitsgrad zu erstellen. Das ist einerseits sinnvoll, da Spieler, die auf einem höheren Schwierigkeitsgrad spielen wollen, sonst automatisch eine recht kleine Welt serviert bekommen, was in späteren Spielverläufen durchaus störend sein kann. Anspruch könnt ihr durch andere Optionen, wie beispielsweise Einkommen, Baukostenerstattung und Aufgabenhäufigkeit hinzufügen. Zusätzlich dazu könnt ihr hier auswählen, dass ihr mit einem Flaggschiff und ohne Kontor startet. Das ist sowohl für das richtige Anno-Feeling als auch für den optimalen Start sehr empfehlenswert.

Die Qual der (Insel) Wahl

Die Wahl der ersten Insel entscheidet über den weiteren Spielverlauf

Bei Anno ergibt es natürlich Sinn, ganz von vorne anzufangen. Wie sieht die optimale erste Insel aus? Je nach ausgewählten Einstellungen startet ihr das Spiel, wie schon erwähnt, entweder in einem Schiff auf dem freien Meer oder auf einer bereits besiedelten Insel. Der Schlüssel zu einem optimalen Start in Anno ist nämlich eine möglichst große Insel, die auch die wichtigsten Grund-Ressourcen beherbergt. Zu Beginn des Spiels sind das Kartoffeln und Weizen. Daraus macht ihr nämlich Schnaps und Brot. Und mehr braucht man ja auch nicht zum Leben. Auch Lehm und Eisen sind sehr wichtig. Paprika oder Hopfen sind noch schöne Dreingaben, sind aber nicht zwingend notwendig.

Hier ist auch Schnelligkeit gefragt. Seht ihr eine passende Insel, müsst ihr sie sofort ansteuern, sonst reißt sich einer eurer KI-Konkurrenten das Eiland unter den Nagel.

Geduld wird großgeschrieben

Wer eine solch pompöse Stadt bauen möchte, braucht in den Anfangsstadien erstmal Geduld

Grundsätzlich lohnt es sich in Anno, vor allem in den Anfangsstadien, langsam und mit Bedacht vorzugehen. Betrachtet zuerst eure Insel genau und teilt sie, wenn möglich, bereits grob in Industrie- und Wohngebiete ein. Habt ihr euer Kontor gebaut, könnt ihr euer Schiff auch direkt zur Erkundung losschicken. Die Waren an Bord werden automatisch übertragen. Nach dem Kontor sind Marktplatz (Grundlage für Wohngebiete), Wohnhäuser und Bretterproduktion durch Holzfällerhütten und Sägewerke zentral, damit ihr auch eine zuverlässige Versorgung mit Holz gewährleisten könnt. Dabei ist es auch wichtig, dass ihr langsam baut, denn wer schnell alles aufziehen will, steht ganz schnell ohne Ressourcen da. Auch ist es gefühlt deutlich sinnvoller, über längere Zeit auf der Startinsel zu bleiben und erst zu im wirklich großen Stile zu expandieren, wenn man den Pendlerkai freigeschaltet hat. Dann ist es nämlich möglich, Arbeitskräfte zu verschieben.

Holz ist (zu Beginn) das zentrale Baumaterial und zwingend notwendig, um sowohl Wohngebiete als auch eure Produktion hochzuziehen. Damit dieses Holz sinnvoll genutzt werden kann, müsst ihr es zu Brettern umarbeiten, wozu ihr Sägewerke braucht. Da Holzfällerhütten und Sägewerke den gleichen Produktionszyklus haben, ergibt es Sinn, immer gleich viele zu unterhalten. Vier ist beispielsweise ein guter Start.

Quests und Entdeckung

Geldmaschine Nummer eins im frühen Spielgeschehen: Quests

Ihr erinnert euch an das Schiff, das ihr losgeschickt habt? Mithilfe von diesem entdeckt ihr nicht nur unbevölkerte Inselchen in eurer Umgebung, sondern begegnet auch dem einen oder anderen KI-Konkurrenten. Einerseits ist es natürlich sinnvoll, so viel von der Welt wie möglich zu kennen. Zusätzlich dazu gibt es aber hier auch eine raffinierte Art und Weise der Geldeinnahme zu entdecken: Quests. Diese erhaltet ihr von Händlern oder Gegnern, die diese normalerweise bei ihren Leuchttürmen anbieten. Quests sind außerordentlich nützlich und gerade zu Spielbeginn der einfachste Weg, die leere Brieftasche zu füllen, da ihr auch für vergleichsweise einfache Aufgaben ziemlich gut entlohnt werdet.

Habt ihr eure Mitspieler entdeckt, könnt ihr diese auch im Diplomatie-Menü um solche Quests bitten. Falls ihr die Quests dann allerdings nicht beendet, verliert ihr Rufpunkte bei demjenigen Gegenspieler, der diese Quest angeboten hat. Hier ist also Konsequenz und Vorsicht angebracht. Ein guter Ruf ist zwar nicht unbedingt notwendig, legt allerdings die Grundlage für viele wichtige Spielelemente. Genießt ihr nämlich einen guten Ruf bei Mitspielern, unterstützen diese euch bei Kämpfen, handeln lieber mit euch oder senden sogar Ressourcen-Geschenke.

Der neue Blaupausen-Modus

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Fröhlich rumbasteln ohne Konsequenzen mit dem Blaupausen-Modus

Eine der spannendsten und einflussreichsten Neuerungen im frischesten Ableger ist der Blaupausen-Modus. Dieser erlaubt euch so viel ihr wollt „vorzubauen“. Die vorläufigen Konstruktionen könnt ihr dann einfach per Klick verwirklichen. So habt ihr in der Theorie die Möglichkeit, eure komplette Stadt vorzuplanen, ohne dass ihr bereits die Ressourcen dazu habt. Das ist natürlich recht anspruchsvoll, das Tool ist aber auch im kleineren Stil nützlich. So könnt ihr beispielsweise in eurer Stadtplanung Platz für Sehenswürdigkeiten reservieren, die ihr noch nicht setzen wollt, indem ihr diese einfach im Blaupausen-Modus platziert.

Produktionsketten

Anno 1800: Ingenieure und ihre Wunderwerke der Zukunft

Neu bei Anno 1800, wenn auch etwas fortgeschritten: die Elektrizität.

Klingt etwas dröge, ist aber genauso essentiell wie eingänglich. Produktionsketten beschreiben eigentlich nur, auf welche Weise ihr an welche Ressourcen kommt. Da gibt es oft eine Instanz, die die Grundressource fördert und eine Instanz, die diese weiterverarbeitet. Eine Schäferei produziert beispielsweise Wolle, eine Schneiderei verarbeitet sie zu Arbeitskleidung weiter. Wir sind gerade dabei alle Produktionsketten für euch in der Übersicht zusammenzufassen.

Arbeitskräfte

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Rauchende Fabrik-Schlote reichen nicht aus…

Wie im echten Leben funktioniert in Anno nichts ohne Arbeitskräfte. Diese gibt es in verschiedenen Stufen für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Das führt dazu, dass selbst die größte prunkvollste Stadt noch Farmer benötigt, die Weizen abbauen. Arbeitskräfte steigen in Stufen auf, indem ihr ihnen verschiedene Wünsche erfüllt.

Es ist generell wichtig, Wohngebiete und Wirtschaft möglichst konstant und gleich schnell aufzubauen. Sollte euch das zu anstrengend sein, könnt ihr auch Einwohner „vorproduzieren“. Das heißt, ihr habt immer deutlich mehr Einwohner als Wirtschaft. Warum ist das so wichtig? Gehen euch die Arbeiter aus, bekommt ihr einen Malus auf alle Gebäude, die diese Arbeiter beschäftigen. Daher ist es extrem wichtig, hier immer den Überblick zu behalten

Anno 1800 Guide

…es braucht auch immer Landwirtschaft

Einfluss

Steigt eure Einwohnerzahl, steigt auch euer Einfluss. Einfluss erfüllt im früheren Spielverlauf eine andere Aufgabe als später. Später braucht ihr Einfluss, um Schiffe zu bauen und Inseln einzunehmen. Kurzum: Um euer Imperium auszubauen. Während ihr aber noch eine kleine Siedlung aufbaut, bringt euch das nicht viel. Wohin also mit den Einflusspunkten? Nutzt sie ruhig, um negative Artikel in der Zeitung durch positive zu ersetzen. Das erhöht die Zufriedenheit eures Volkes und damit einhergehend auch die Steuereinnahmen. Und dazu sollte man nicht Nein sagen.

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Anno 1800 erlaubt euch, mithilfe von Propaganda, Zeitungen zu „korrigieren“

Anno 1800: Alle Produktionsketten und Ressourcen in der Übersicht

Anno 1800: Alle neuen Features

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