Counter-Strike Global Offensive: KI geht gegen Cheater mit eigener Serverfarm vor

Counter-Strike Global Offensive_KI geht gegen Cheater mit eigener Serverfarm vor

Die KI VACnet soll für ein Ende dieser Bilder sorgen

Cheater stellen schon immer ein großes Problem in kompetitiven Multiplayern dar. Valve will mit der eigenen KI VACnet nun bei Counter-Strike Global Offensive effizienter durchgreifen.

Counter-Strike Global Offensive: VACnet lernt mithilfe von 1700 Prozessoren gegen Cheater vorzugehen

Schon seit längerem arbeitet Valve an einer KI, die Cheater überführen soll. Neben dem Valve-Anti-Cheat (VAC) sollen so mehr von ihnen gebannt werden, um so den Wettkampf fairer zu gestalten. Nun hat der Entwickler sein Projekt näher vorgestellt und Details genannt.

So basiert die KI auf einer Deep-Learning-Technologie, die selbstständig durch die Datenfütterung von Overwatch dazulernen soll. Mit Overwatch ist hier nicht Blizzards Heldenshooter gemeint, sondern das gleichnamige Spieler-Tribunal, welches über eingereichte Betrugsverdächte entscheidet. Durch die Daten und Entscheidungen bisheriger Fälle lernt die KI nun Muster zu erkennen. Erkennt das Programm beim selbstständigen Betrachten von Matches einen Betrüger reicht es selbstständig einen Fall bei Overwatch ein. Diese überprüfen wiederum, ob VACnet richtig lag.

Bis jetzt kann sich die Erfolgsquote laut offiziellen Angaben sehen lassen. Durch Spieler eingereichte Fälle führen nur in 15 bis 30 Prozent zu Überführungen, die Fälle von VACnet hingegen haben eine Erfolgsquote von 80 bis 95 Prozent bei den darauffolgenden Urteilen. Die Quote soll durch stetiges Lernen der KI weiter steigen.

VACnet benötigt massig Rechenleistung

Um Fälle zu bewerten und bei Overwatch einzusenden, schaut VACnet bei täglich ca. 600.000 Spielen zu. Das frisst natürlich eine Menge Rechenleistung. Um die benötigte Leistung zu erbringen hat sich Valve eine Serverfarm mit vier Server-Chassis mit je 16 Blades zugelegt. Pro Blade sind 54 Rechenkerne mit jeweils 128 GB RAM vorzufinden. Momentan nutzt die Anti-Cheat-KI nur ungefähr die Hälfte der Leistung, doch der Rest wird sich in der Hinterhand für eventuelle Erweiterungen behalten. Außerdem soll das System auch bei anderen Spielen wie etwa Dota 2 oder anderen noch nicht näher benannten Steam-Spielen eingesetzt werden.

Die Verantwortlichen zeigen sich erfreut über die bisherige Leistung von VACnet. Es wird weiterhin vermehrt daran gearbeitet, dass ehrliche Spieler unter ihresgleichen bleiben können. Momentan ist die KI noch auf das Erkennen von Aimbots limitiert. Wallhacks und Cheats, die von Spielern eigens angefertigt sind und daher etwas subtiler wirken, werden noch nicht von VACnet überprüft. Die Zukunft wird zeigen, wie effektiv die neue Methode von Valve auf lange Sicht sein wird.

 

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