Vorschau: Enslaved

Die Zukunft sieht nicht sonderlich rosig aus. Zumindest wenn es nach den Machern von Enslaved geht. Dort ist in 150 Jahren New York nämlich im Besitz von Pflanzen. Überall Ruinen und eingestürzte Wolkenkratzer, die Freiheitsstatue hatte auch schonmal bessere Zeiten, das ist die Ausgangssituation im neuen Spiel von Ninja Theory.

Worum geht es?

die beiden Hauptcharaktere Monkey und Trip

In Enslaved: Journey to the West geht es um eine Reise nach Westen. Die hat zwar nichts mit der gleichnamigen chinesischen Sage zu tun, verspricht aber trotzdem Spannung. Am Anfang stürzt ein Sklavenflugzeug über New York ab und der Spieler muss in der Rolle des muskulösen Monkey versuchen von dem Flugzeug zu entkommen. Auf seiner Flucht verfolgt er eine rothaarige Frau, wird von Robotern angegriffen und letztlich prügelt, springt und klettert er sich durch das Flugzeug zur letzten Rettungskapsel.

Darin sitzt jedoch schon die rothaarige Frau, die die Kapsel mit Monkey auf der Windschutzscheibe startet. Kein guter Start für eine lange Freundschaft. Als Monkey aufwacht hat er ein Sklavenstirnband um und die rothaarige Frau kann es befehligen. Sie stellt sich als Trip vor und will von Monkey nach Hause gebracht werden. Dieser hat keine Wahl, denn stirbt sie, so stirbt auch er. So beginnen sie ihre Reise Richtung Westen, wo das Heimatdorf von Trip liegt.

Auf dem Weg dorthin müssen sie sich allerdings vor mordlüsternen Robotern in acht nehmen. Gut das Monkey einen Kampfstab hat, mit dem er diese Blechbüchsen in ihre Einzelteile zerlegen kann. Dieser kann im späteren Verlauf von Trip noch erweitert werden, diese ist nämlich technisch sehr begabt. So erhält Monkey immer weitere Fähigkeiten um die immer weiter entwickelten Roboter auseinander zu nehmen.

Monkey in Bedrängnis

Im Spiel selbst steuert man nur Monkey, Trip ist lediglich eine ständige Begleiterin, die auch im Kampf nicht wirklich nützlich ist. Sie dient mehr als Kundschafterin, denn sie kann mit einer fliegenden Kamera den Weg vor den beiden erforschen und Schwachstellen an feindlichen Robotern erkennen. Zumindest auf höheren Schwierigkeitsgraden wird dies sicher ein nicht zu missendes Feature sein.

Wie sieht es aus?

Grafisch lässt Enslaved keine Wünsche offen. Selten hat man ein so schönes postapokalyptisches New York gesehen. Die Stadt ist von Pflanzen überwuchert, Flüsse haben sich ihren Weg durch die Straßen gebahnt und tiefe Schluchten haben sich in die Landschaft geschürft. Alles wirkt sehr stimmig und wie aus einem Guss.

Die Roboter wirken dabei noch nicht einmal fehl am Platz, denn auch sie zeichnet die Zeit. Hier und da sind sie von Rost überzogen und nur die Sklaventreiber sind noch wirklich gut gepflegt.  Die Bossroboter sind dabei besonders erwähnenswert. Ein riesiger Skorpion zum Beispiel  will erstmal von einem einzelnen besiegt werden. Wenn man dann noch von dessen imposantem Auftritt eingeschüchtert wird, ist man schnell Roboterfutter.

Besonders lobenswert ist die Präsentation. Es knallt, es kracht, es brennt und das alles in nur 30 Minuten Demoversion. Schon allein in diesem ersten Kapitel wird man in die Story hereingezogen, verliert sich in der Welt und will danach am liebsten weiterspielen. Wenn ein solches Maß an Präsentation das ganze Spiel über erhalten bleibt, dann wird man sich nur schwer von seiner Konsole trennen können.

grafisch hat Enslaved einiges zu bieten

Auch sehr beeindruckend ist die Weitsicht. In späteren Spielabschnitte arbeitet man sich über weite Landschaften auf sein Ziel zu und kann dabei wirklich fast alles sehen. Dabei sind es nicht einfach nur irgendwelche Landschaften aus dem Zufallsgenerator sondern liebevoll gestaltete Täler, Städte oder sonstiges. Die Entwickler haben sich besonders bei der Gestaltung sehr viel mühe gegeben und so eine sehr stimmige Welt erschaffen.

Ein wenig mehr Details hätten vielleicht die Charaktere vertragen können. Monkey sieht zwar im Spiel sehr ordentlich aus, aber in Zwischensequenzen, von denen es zumindest am Anfang sehr viele gibt, wirkt das Gesicht ein wenig Detailarm. Zwar ist das Kritik auf hohem Niveau, aber dennoch sollte es erwähnt sein.

Teil 1 2

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