Entblößt! Fortnite und Overwatch Pornhub Trends des Jahres

Entblößt! Fortnite und OVerwatch auch auf Pornhub unter den Trends des JahresDass auch Videospiel-Charaktere als Sexsymbole funktionieren, ist spätestens seit den ersten Nude Patches für Tomb Raider II keine Neuerung mehr. Im Zeitalter hochauflösender Grafik ist es es also auch kein Wunder mehr, wenn der oder die eine(n) oder andere(n) schonmal von einem Techtelmächtel mit der Videospielflamme geträumt hat. Die Pornhub Zahlen des Jahres 2018 bestätigen, dass Fortnite und Overwatch bei den Nutzern hoch im Kurs stehen. 

Sex by Design

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Bildquelle: rockpapershotgun.com

Schon zum Release von Blizzards Heldenshooter Overwatch waren die Stimmen laut, die den kindgerechten Charakteren eine übersexualisierte Darstellung nachsagten. Für besondere Furore sorgte eine Victory Pose von Tracer, in der die Helden leicht lasziv über die Schulter blickte. Die Klage: Der Allerwerteste der beliebten Heldin sei zu sehr in Szene gesetzt. Insbesondere, da Overwatch das Thema Helden ansonsten kindgerecht thematisiere, wäre eine anzügliche Darstellung der Protagonistin unhaltbar.

Blizzard reagierte damals auf die Vorwürfe und änderte die Pose in eine deutlich unschuldigere Variante ab. Als Auslöser für die Kontroverse gilt ein Forenkommentar des Nutzers Fipps:

„What about this pose has anything to do with the character you’re building in Tracer? It’s not fun, its not silly, it has nothing to do with being a fast elite killer. It just reduces tracer to another bland female sex symbole.“ – Fipps

„Was an dieser Pose hat auch nur im entferntesten mit Tracers Charakter zu tun? Sie ist nicht witzig, nicht quirlig, sie hat nichts mit einem schnellen Elite Auftragsmörder zu tun. Die Pose reduziert Tracer nur auf ein weiteres weibliches Sexsymbol.“

Obgleich Blizzard die Pose von ihrem Aushängeschild Tracer nachträglich anpasste und damit den anfänglichen Shitstorm abwenden konnte, sind die meisten weiblichen Heldinnen in Overwatch wunderschöne junge Frauen in häufig enger Kleidung Rüstung.

Fortnite und Overwatch auf Pornhub

Die Erotikseite Pornhub veröffentlichte kürzlich die Zahlen für das Jahr 2018, die enthüllten, dass Fortnite den zweitgrößten Suchtrend auf der Seite stellte. Damit wurde Fortnite 2018 häufiger auf Pornhub gesucht als Brüste. Die meisten Suchanfragen stammten interessanterweise aus Finnland, dicht gefolgt von Frankreich. Epic Games Titel wurde dabei zumeist von männlichen Nutzern zwischen 18 und 24 gesucht wie die Nutzerdemografie zeigt. Neben Fortnite sind gerade Overwatch Helden beliebte Eingaben.

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Bildquelle: pornhub.com/insights

Bereits seit Release des Titels geistern erotische Animationen und Bilder der Helden durchs Netz.  So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die neue Heldin Ashe bereits kurz nach ihrer Veröffentlichung im November, auf die oberste Plätze der Videospielsuchanfragen auf Pornhub katapultierte.

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Bildquelle: pornhub.com/insights

Neben Ashe erfreuten sich auch Nintendo Ikonen wie Mario, Zelda oder Pikachu großer Beliebtheit auf der Erotikseite, allerdings kam keine Suche an das Bowsette Meme oder Platzhirsch Fortnite heran.

Und was sollen wir davon halten?

Sicherlich unterstützen Blizzards oder Epic Games Charakter-Designs viele romantische und erotische Fantasien. Ein Phänomen, das wir so auch aus den großen Hollywood Produktion nicht anders kennen. Die erotische Faszination gegenüber den Spieleprotagonist*innen wird mit der zunehmend fotorealistischen Grafik wohl nicht mehr verschwinden. Vermutlich wird sich der Marktanteil ausgewiesen erotischer Spiele eher noch erweitern.

Die Entwickler und wir als Community sind jetzt gefragt, die Inhalte selbst zu prüfen und ein Gleichgewicht zu gewährleisten. Unpassende und übersexualisierte Inhalte müssen gerade aus den kindgerechten Titel herausgehalten werden. Auch ist eine Mischung aus männlichen, Weiblichen und im besten Falle sonstwie geschlechtlichen Figuren erstrebenswert. Entwickler Riot Games scheint mit Charakteren wie Varus und Neeko erste Versuche zu unternehmen.

Es liegt in unserem Interesse als Spieler, unser Hobby zu einer gesunden Plattform zu machen, auf der gleichberechtigt die verschiedensten Überzeugungen dargestellt und vertreten werden können. Bei der politisch-sozialen Tragweite der Thematik darf allerdings nicht vergessen werden, dass wir von fiktionalen Welten sprechen. Muskelbetonte Stahlrüstungen, oder hautenge Tarnanzüge haben noch nie sonderlich viel Sinn ergeben, sehen aber häufig toll aus. Es gilt hier feinfühlig zu inszenieren, immer vor dem Hintergrund, dass wir uns natürlich ästhetische fiktionale Welten wünschen.

Unser Senf dazu

Im besten Fall kann das Medium Videospiel als Kunstplattform auch die abstrusesten Figuren und Meinungen etablieren, solange diese adressatengerecht kommuniziert werden. Auch gilt es gerade bei Spielen immer zu beachten, was im Vordergrund steht: Das Gameplay oder die Inszenierung. So ist Gewalt beispielsweise im Rahmen eines kooperativen Erlebnisses wie bei Fortnite, nicht der Fokus des Spiels, sondern eine Mechanik. Ein Spec Ops the Line hingegen inszeniert Gewalt, um eine klare Antikriegsbotschaft zu transportieren. In beiden Spielen wird geschossen, dennoch richten sich die Titel an grundverschiedene Adressaten. Selbiges gilt bei sexualisierten Inhalten. Sex hat seinen Platz in Videospielen, muss aber keineswegs in jedem Titel in Szene gesetzt werden.

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