Need for Speed: Die Evolution der Reihe

Need for Speed: Die Reihe im Überblick

Die Begriffe Arcade-Racing und Need for Speed gehören seit den 90ern so fest zusammen wie Motor und Kurbelwelle. Während sich eine Vielzahl der Rennspiele auf PC und Konsole stetig in Richtung Simulation, Realismus und authentisches Fahrverhalten entwickelt hat, steht die Electronic Arts Marke noch immer für grenzenlosen Fahrspaß, der vor allem ein Ziel hat: Bei uns ein gutes Gefühl hervozurufen. Doch nicht jeder Teil der Traditionsreihe ist so gut wie der andere. Wir präsentieren: Die Evolution von Need for Speed.

Need for Speed: Von der Minikonsole zum Multiplattform-Riesen

Während wir den rasanten Arcade-Racer heute als Multiplattform-Franchise kennen, der alle Gamer gleichermaßen anspricht, liegen seine Ursprünge tatsächlich auf einer einzigen Konsole: Dem 3DO. Hinter diesem kyrptischen Namen steckt eine Konsole, die von EA-Mitbegründer Trip Hawkins ins Leben gerufen wurde. Der finanzielle Erfolg für das Gerät bleib aus, doch eine neue Serie wurde geboren.

In Need for Speed (1994) standen realistische Rennen im Vordergrund, man könnte also durchaus behaupten, die Wurzeln der Reihe liegen im Bereich der Simulation. Freischaltbare Autos und Strecken gab es keine. Stattdessen rückte der Fahrspaß selbst in den Fokus. Auch die Verfolgungsjagden, absolutes Kernelement des Franchise, fanden sich bereits im ersten Need for Speed. In den anschließenden Jahren folgten Portierungen für PC, PlayStation und den SEGA Saturn.

Hot Pursuit: der große Durchbruch

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Raser vs. Polizei: Seit Hot Pursuit ein Kernfeature von NFS

Nach dem mäßig erfolgreichen zweiten Teil folgte 1998 Need for Speed 3: Hot Pursuit, das für die Reihe den großen Durchbruch bedeutete. Unter anderem deshalb, weil wilde Verfolgungsjadgen mit der Polizei mehr und mehr in den Vordergrund rückten – und das aus beiden Perspektiven. Erstmals hattet ihr die Wahl, ob ihr den Cops als Raser vor der Nase wegfahrt oder stattdessen als Gesetzeshüter verantwortungslose Freizeitheizer zur Strecke bringt. Dementsprechend gilt Hot Pursuit auch als erster Teil, mit dem der EA Titel so richtig ins Milieau der illegalen Straßenrennen eintaucht – ein wegweisender Schritt für zukünftige Titel.

Endgültig im Bereich von Gangster und gepimpten Karren angekommen ist Need for Speed dann mit dem ersten Teil der Underground-Ableger. Hier galt es nicht nur, die Konkurrenz mit den eigenen Skills zu deklassieren, sondern auch in Sachen Optik zu punkten.

Eine eigene App für den Kauf von aufpolierten Spoilern, Lacken und anderen Spielereien gab es damals natürlich noch nicht. Entgegen dem Motto Auto Doc ist ihre APP für alle Autoersatzteile mussten die Freizeitraser damals noch zum Händler ihres Vertrauens kacheln. Zum Glück hat sich das bis heute. Ein Novum für die Reihe, das mit Underground Einzug erhielt: Die Verwendung knalliger Songs aus der Popkultur.

Der Weg zum jährlichen Zyklus

Im Spieler-Ranking der besten Teile buhlen die beiden Undercover-Teile mit ihrem Nachfolger um die Krone. 2005 kombinierte Need for Speed Most Wanted exotische Wagen, Tuning-Möglichkeiten und eine kohärente Geschichte und gehört deshalb zu den Lieblingen der Community. Ihr startet als absoluter Niemand und müsst euch auf der schwarzen Liste der Polizei Stück für Stück nach oben kämpfen, um schließlich zum meistgesuchten Raser von Rockport aufzusteigen.

Need for Speed nach dem Reboot

Mit Most Wanted reanimierte außerdem den alljährliche Veröffentlichungszylus der Need for Speed-Reihe, welcher bis zum Reboot in 2014 anhalten sollte. Perfektionieren konnte die Neuauflage des offiziell ersten Teils vor allem die Drift-Mechanik, die bereits in vorigen Spielen angeschnitten wurde. Außerdem schafft es das 2015er Reboot, das wohl beste Fortschrittssystem aller Need for Speed-Spiele zu etablieren.

Sieht man vom filmischen Experiment Need for Speed einmal ab, folgte im November 2017 der vorerst letzte Teil der Reihe. Need for Speed Payback setzte auf seine offene Spielwelt und vielen Geschichte, die erstmals auch im Offline-Singleplayer zu erkunden waren. An die Erfolge frührerer Teile konnte die rasante Rachegeschichte aufgrund der flachen Hauptstory jedoch nicht anknüpfen. Die Tugenden der Reihe, arcade-lastige Rennen und viele Anpassungsmöglichkeiten, wusste jedoch Payback allerdings vorbildlich umzusetzen.

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