Quantic Dream: Schwerwiegende Vorwürfe gegen Heavy Rain Macher (Update)

Detroit-Become-Human-ThumbnailUpdate:

Inzwischen gibt es diverse Neuigkeiten zum Thema. So hat Sony das Magazin Le Monde und einzelne Personen auf die schwarze Liste gesetzt.

Sony nahm außerdem Stellung zur gesamten Diskussion und schrieb:

“Als unabhängiger Entwickler ist Quantic Dream für seine Sozial-Politik selbst verantwortlich. Generell erwarten wir von unseren Partnern allerdings, dass sie die in ihrem Land geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten. Weiter möchten wir uns dazu nicht äußern.”

Neben David Cage haben sich auch weitere Mitarbeiter zu Wort gemeldet und die Vorwürfe abgestritten.

 

Quantic Dream, bekannt für ihre cineastischen Spiele wie Heavy Rain oder Beyond: Two Souls, arbeiten derzeit ununterbrochen an ihrem nächsten Projekt „Detroit: Become Human“ für die Playstation 4. Während es um das interaktive Film-Spiel wieder ruhiger geworden ist, sorgt das Entwicklerstudio nun negativ für Aufsehen.

Quantic Dream: Rassismus und Sexismus am Arbeitsplatz?

Bereits im Frühling 2017 haben sich mehrere ehemalige Arbeitnehmer über Quantic Dream beschwert. Aber jetzt wurde Quantic Dream erneut zur Zielscheibe in drei unterschiedlichen, französischen Publikationen. Alle drei berichten über 600 sexuell anstößige Bilder von Mitarbeitern, welche mit Photoshop bearbeitet wurden. Manche sollen zudem nationalistische Symbole beinhalten. Als Beispiel wurde ein Bild mit David Cage, Leiter des Entwicklerstudios Quantic Dream, aufgeführt. Dessen Kopf wurde auf den Körper eines männlichen Strippers editiert, der in seiner Hand ein Werkzeug, mit einem Sexspielzeug befestigt, hält.

Was dem Ganzen die Krone aufsetzt, ist, dass diese Bilder sogar überall im Büros des Entwicklerstudios verteilt gehangen haben sollen.

Quantic Dream: Was steckt hinter den Vorwürfen?

Frisch von der Gamescom Detroit - Become Human5Laut Aussage von David Cage und Guillaume de Fondaumière, Executive Producer von Quantic Dream, stimmen diese Anschuldigen nicht ganz. Der französischen Zeitung Le Monde gegenüber äußerten sie, dass die Fotos teilweise mehrere Jahre alt seien und von den sehr anstößigen nichts gewusst haben sollen. Des Weiteren bestreiten sie die Anschuldigung, dass die Bilder offen im Büro hangen.

Weitere Vorwürfe wie sexuelles Fehlverhalten auf Feiern seitens Fondaumière und rassistische Äußerungen seitens Cage, dementierten beide.

Cage ging sogar soweit, diese Anschuldigungen als absurd zu bezeichnen und verteidigte sich mit dem Zitat:

„Ihr wollt über Homophobie sprechen? Ich arbeite mit Ellen Page, die für LGBT-Rechte kämpft. Ihr wollt über Rassismus sprechen?

Ich arbeite mit Jesse Williams, der für Bürgerrechte in den USA kämpft… Bewertet mich nach meiner Arbeit.“

Ob diese Umstände irgendwelche Auswirkungen auf Detroit: Become Human haben, bleibt abzuwarten. Bereits auf der Paris Games Week stellte uns Quantic Dream eine ernste Szene des Spiels rund um häusliche Gewalt vor, auf die David Cage persönlich bestanden hat.

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