Rundfunklizenz für Let’s Player – Der Entwurf des Medienstaatsvertrages

Rundfunklizenz für Let´s Player - Der Entwurf des Medienstaatsvertrages

Der neue Entwurf des Medienstaatsvertrags liegt vor. Dieser thematisiert unter anderem auch Let’s Player, welche wohl künftig ausgenommen werden sollen. Natürlich gibt es dennoch Regeln und Grenzen.

Was beinhaltet der Medienstaatvertrag Entwurf?

Inhalt des Streams muss vorwiegend spiel-bezogen sein

Im letzten Jahr gab es viel Ärger mit der Rundfunklizenz für Let’s Player. Die Streamer, welche meistens die Plattfom Twitch nutzen, wurden von den Landesmedienanstalten angeschrieben und darauf verwiesen, dass für einen Stream eine Lizenz benötigt wird. Doch so eine Lizenz ist kein „Schnapper“. Abhängig von der Größe des Publikums kann man sich auf mehrere tausend Euro einstellen. Das sorgte natürlich für viel Diskussion. Denn für die kleineren Streamer würde sich das Geschäft nicht nur durch die Kosten nicht rentieren, sondern auch durch Auflagen mit Programmdirektor und Jugendschutzbeauftragten.

Der neue Entwurf des Medienstaatsvertrags lässt den Streamern mehr Luft zum Atmen, sofern sie Let’s Player sind. Das bedeutet, dass der Inhalt des Kanals „vorwiegend“ spielbezogen sein muss. Laut neuer Regelung zählt das dann nämlich zu „Bagatellrundfunk“. Es wurde sich äußerst präzise ausgedrückt, sodass es kaum Raum für Grauzonen gibt. Bedeutet zum Beispiel, dass Streamer, die ein großes Publikum mit IRL-Streams unterhalten, nicht im Paragraphen erfasst werden.
Wenn der Stream-Inhalt jedoch hauptsächlich aus Let’s Plays besteht mit gelegentlichen IRL Bezügen, sollte das möglich sein.

„Vorwiegend“ – Ja und was bedeutet das?

Die genaue Begriffserklärung von „vorwiegend“ ist ungewiss. Sicher ist allerdings, dass mindestens 51 Prozent Gaming-Content vorhanden sein muss. Schon bei 50 Prozent zähle das schon nicht mehr zum Bagatellrundfunk. Da stellt sich sicherlich so manch einer die Frage, warum die Zügel der Let’s Player so gelockert werden und die IRL-Streamer und Co. quasi noch die „A-Karte“ haben. Bisher wurde diese Frage allerdings noch unbeantwortet gelassen.

Es ist aber noch nicht alles in Sack und Tüten. Bisher steht lediglich der Entwurf und es können immer noch Änderungswünsche eingebracht werden. Laut Rundfunkkomission soll es wegen der Let’s Player noch Abstimmungsbedarf geben. Bisher sind alle Let’s Player, die weniger als 5.000 regelmäßige gleichzeitige Zuschauer haben und im Monat unter 20.000 Zuschauer, auf der sicheren Seite. Das schließt natürlich die großen Let’s Player aus.
Doch: Programme werden befreit, die mangels redaktionellem Inhalt keine öffentliche Meinungsbildung unterstützen. Jedoch muss der Betreiber sich dafür eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen lassen. Dann ist er durch diese befreit.

Sicher ist, dass es keine komplette Abschaffung der Klausel geben wird. Es werden immerhin kleinere und mittlere Streamer entlastet. Sofern sie vorwiegend Spiele spielen und somit keinen redaktionellen Inhalt liefern. Es geht dann einfach nur um Moderation.

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