Test: Amnesia – The Dark Descent

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Amnesia erscheint am 8.9.2010 für den PC

Allein, verwirrt und unbewaffnet in einem alten Schloss- aber sind wir wirklich allein?Vor einigen Tagen rieten wir den Horrorfans unter euch, dem Horror-Survival Amnesia von Frictional Games besodere Aufmerksamkeit zu widmen. Nun haben wir unseren Test beendet, überlebt und sind nach Einnahme einiger Beruhigunsmittel auch dazu in der Lage, das Erlebte wiederzugeben. Bevor wir allerdings zu den mehr oder weniger harten Fakten übergehen, haben wir eine kleine Geschichte für euch vorbereitet:

Verwirrung (Akt 1)

Darf nicht vergessen… muss Alexander…Ich darf nicht…
Was habe ich getan!

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kaum etwas ist zu erkennen, außer - Blut?

Benommen schlagen wir unsere Augen auf. Ein einzelnes Fenster erhellt die Umgebung, umringt von nackten Steinwänden.Wo sind wir? Kopfschmerzen begleiten unser Erwachen. Die Welt scheint seltsam verschwommen, zu dunkel und kalt. Ein eisiger Luftzug heult an uns vorbei, wir beginnen zu zittern. Außerhalb der Mauern tobt ein Sturm, Regen peitscht gegen die Mauern und das einsame Fenster. Wie kamen wir hier her? Wasser bahnt sich in Strömen einen Weg durch die rissige Decke, den Staub vieler Jahrzehnte der Vernachlässigung von unserer kleinen Welt zu waschen. Wankend stellen wir uns auf und reiben uns die Augen. Wer sind wir? Wir atmen schwer, aber müssten uns doch wenigstens an unseren Namen erinnern können. Unser angestrengtes Keuchen hallt von den Wänden wider und scheint seltsam versetzt, als käme es mehr von unserer Rechten. Einbildung.

Zweifel (Akt 2)

Ein Blitz erhellt den Raum und unser Blick fällt auf eine schwere Holztür, die jedem unserer Öffnungsversuche widersteht. Über das Geräusch des Unwetters hinweg meinen wir, Schritte zu hören, die sich unserer Kammer nähern. Unschlüssig bleiben wir der Tür fern und zwingen uns, etwas leiser zu atmen. Die Schritte scheinen vor der Tür zu halten. In der angespannten Stille läuft uns plötzlich eine beinahe handgroße Kakerlake das Bein hinauf, wir können uns einen Aufschrei nicht verkneifen. Plötzlich ein Brüllen von der anderen Seite der Tür, das selbst den Donner übertönt. Etwas rammt gegen den einzigen Ausweg aus unserer Kammer und reißt die Tür beinahe aus den Angeln. Adrenalin flutet unsere Sinne, wir verstecken uns in einer dunklen Ecke. Erneute Stille, angespannt halten wir den Atem an – trotzdem hören wir weiterhin schweres Keuchen. Wir sind nicht allein.

Panik (Akt 3)

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ein Wunder, dass diese Burg noch nicht zusammengestürzt ist

Ein Schatten scheint sich von einer der Wände zu lösen und nähert sich uns kriechend, keuchend und erschreckend schnell. Zwei glänzende Augen fixieren uns, begleitet von zu vielen reihen spitzer Zähne. Kalt läuft es uns den Rücken hinunter. Schwach, benommen und unbewaffnet sind wir, eine Flucht unsere einzige Chance. Panik überkommt uns. Das Fenster ist zu klein, kein Ausweg. Aber vielleicht, nur vielleicht lässt sich die Tür nun öffnen, gelöst durch den Zusammenstoß. Das Wesen auf der anderen Seite klang groß, vielleicht zu langsam. Hoffentlich wird – Eine klauenartige Hand greift nach uns, keine Zeit für weitere Pläne. Lauf.

Alexander muss sterben.

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wankend nähern wir uns einer wenigen bereits offenen Türen

Dieser Wechsel von angespannter Stille und panischer Flucht macht den Kern des Gameplays von Amnesia aus.Dieses First-Person-Horror-Survival ähnelt der im vorangegangenen Penumbra-Trilogie des gleichen Entwicklers, eine bedrückende Umgebung und unbekannte Gefahren dienen als Grundlage, auf der eine interessante und vor allem sehr gut erzählte Geschichte vermittelt wird, in der der Spieler zwischen verzweifelten Versteckspielen und schnellen Fluchtversuchen den ihn umgebenden Ort und – im Falle von Amnesia – auch seine eigene Vergangenheit entdeckt.

Teil 1 2 3 4

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