Test: GTA 5

Da 99% der Leser von ingame.de sowieso schon wissen, um was es sich bei GTA 5 dreht, haben wir uns entschlossen, Euch nur ein kurzes Fazit zu liefern, mit dem ihr schnell erkennen könnt, ob das Ding was für Euch ist – oder eben nicht.

Nach ca. 15 Spielstunden, in denen wir für Euch die größten Teile der Spielwelt erschlossen haben, dabei gefahren, geflogen, gelaufen oder geschwommen sind, können wir Euch auf jeden Fall sagen, dass GTA 5 seinem Ruf zu größten Teilen gerecht wird. Die riesige Umgebung bietet auch zahlreiche Möglichkeiten, Euch fernab des Hauptspiels zu vergnügen – und zwar in einem Ausmaß, wie es so bisher in noch keinem Spiel mit offener Spielwelt abgebildet wurde. Dabei sind besonders die sportlichen Aktivitäten wie Golf, Tennis oder der Triathlon zu erwähnen, die mit ihrer Spieltiefe selbst gestandene Sportspiel-Hasser überzeugen sollten. Für die nötige Motivation, an diesen Aktivitäten teilzunehmen, sorgt der Umstand, dass sich – egal, was ihr gerade anstellt – die entsprechende Fähigkeit der gerade gewählten Spielfigur immer ein Stückchen verbessert. Frei nach dem Skyrim-Prinzip: Das, was ihr dauernd macht, könnt ihr irgendwann richtig gut – so wird praktisch keine Spielminute verschenkt, auch wenn ihr Euch nicht um die Missionen kümmert.

GTA-5-Test-Bild-1

Aus eins mach drei

Die Idee, die Story um drei miteinander – auf mysteriöse Weise – verbundenen Charaktere zu erzählen, können wir einfach nur als genial bezeichnen. Nicht nur, dass die drei abgebrochenen Kerle echte Persönlichkeiten sind und vom Spiel besonders in den zahlreichen, fantastisch inszenierten Zwischensequenzen sehr vielschichtig dargestellt werden – sie verfügen auch über verschiedene Fähigkeiten.

GTA 5: Test

Während sich Franklin besonders gut beim Steuern von allerlei Fahrzeugen anstellt, ist Trevor das Flug-Ass und Michael hat am Abzug den schnellsten Finger. Klasse ist, wie gut ihr das als Spieler merken könnt. Klemmt ihr Euch zum Beispiel mit Michael hinter den Steuerknüppel eines Flugzeugs oder Helikopters, küsst ihr schneller den Boden, als ihr „GTA“ sagen könnt. Weil Michael eben nicht für das Fliegen geeignet ist. Nehmt ihr hingegen Trevor, ist das Fliegen zwar immer noch ein wenig wacklig, geht aber deutlich besser von der Hand – weil er eben das Flug-Ass ist.

Durchgestylt bis zum „Gehtnichtmehr“

Neben den drei witzigen und spannenden Figuren ist natürlich die vollkommen offene, sehr große Spielwelt der Star in GTA 5. Und die kann sich – trotz teils heftigem Kantenflimmern – wirklich mehr als sehen lassen. Besonders die Sonnenauf- und untergänge bieten Euch Lichtstimmungen, wie sie vorher kaum zu sehen waren – und schon gar nicht in einem Open-World-Game. Die Optik von Spielfiguren, Fahrzeugen und der Umgebung ist teilweise so fein und detailreich, dass man sich einen Snapshot davon auch gut als Hintergrundbild vorstellen könnte. Besonders gestaunt haben wir über den Wahnwitz, dass Eure Spielfigur sogar die Augäpfel bewegt – hier wird so viel Liebe zum Detail abgebildet, das man als Zocker nur den Hut vor der Leistung der Entwickler ziehen kann.

GTA 5: TestAuch die Bildwiederholrate gerät nur in den allerseltensten Fällen ins Ruckeln – das passiert aber so gut wie nie. Das Geschehen um Euch herum wird mit 30 Bildern pro Sekunde dargestellt und das bleibt auch so, egal wie viel auf dem Bildschirm abgeht. Das macht sich besonders beim schnellen Fahren und Fliegen bemerkbar. Auch die berüchtigten Pop-Ups, Fade-Ins oder Draw-Ins tauchen erstaunlich selten auf – was bei der Weitsicht und Größe der Welt schon fast an einer Wunder grenzt. Optisch ist GTA 5 also nochmal ein deutlicher Sprung verglichen zum Vorgänger – welcher ja auch schon nicht hässlich war.

GTA 5: Test

Missions-Update

Abgesehen von zahlreichen Verbesserungen bei der Steuerung, hat sich Rockstar auch die Kritik am Missions-Design zu Herzen genommen: Zwar gilt es meistens immer noch zu fahren und zu ballern (was zusammen immer noch nicht wirklich gut funktioniert, wenn ihr alleine im Auto sitzt), nun werden aber innerhalb einer Mission mehrere Rücksetzpunkte verteilt, sodass ihr bei einem neuen Versuch nicht wieder von vorne beginnen müsst.

GTA 5: TestZudem unterliegen alle Missionen einem motivierenden Wertungssystem: Am Ende eines jeden Einsatzes werden verschiedene Teile Eures Handelns nach dem Medaillensystem bewertet. Und um an eine der begehrten Goldmedaillen zu kommen, müsst ihr Euch schon mächtig ins Zeug legen. Ihr könnt übrigens jede Mission aus einem Menü auswählen, um sie noch einmal zu spielen – und das hat auf Euren Spielfortschritt keine Auswirkung. Lobenswert! Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, gekonnt zwischen den drei verschiedenen Spielfiguren zu wechseln und ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen.

Während ihr in den ersten 10 Stunden mit jeder Figur einen eigenen Handlungsstrang verfolgt, laufen die Schicksalsfäden der drei später zusammen und dann geht ihr als Dreier-Team auf Tour. Zwar könnt ihr schon vorher per Tastendruck zwischen den drei Figuren wählen, doch erst im Team spielen die Jungs richtig auf. Der dabei entstehende Aha-Effekt wird schon im Prolog gekonnt dargestellt – wir wollen Euch an dieser Stelle allerdings nicht zu viel verraten.

Eine Geschichte voller Missverständnisse

GTA 5: TestDie Frage, die ihr Euch nun stellt, ist: „Soll ich mir GTA 5 von meinem sauer verdienten Geld holen?“. Und die Antwort ist eigentlich sehr einfach: Steht ihr auf Open-World-Spiele, die Euch neben einer hollywoodreifen Story um drei vollkommen verdrehte Typen, auch zahllose Möglichkeiten bieten, Euch nebenbei zu vergnügen?

Dann braucht ihr keine weitere Sekunde darüber nachzudenken. Aber auch Spieler, die mit der Reihe vorher nicht richtig warm geworden sind, sollten im Freundeskreis mal einen Blick riskieren. Hier bekommt ihr für – im Schnitt – 60 Euro weit über 100 Stunden Spielspaß vom Allerfeinsten. Und der Online-Modus, den wir für Euch bei Verfügbarkeit am 1. Oktober natürlich sofort antesten werden, ist da noch gar nicht miteinberechnet!

GTA 5: Test

Teil 1 2

PES 2014: Charakter-Editor im Video GTA 5: 10 Tipps und Tricks für den perfekten Start