Test: Prince of Persia – Die Vergessene Zeit

Mit Prince of Persia: Die Vergessene Zeit schickt Ubisoft ein weiteres Abenteuer um den persischen Adeligen ins Rennen, welches passend zum Start des Kinofilms um den berühmten Spielcharakter erscheint. Das im Vorfeld angekündigte Konzept des Spiels war vielversprechend: So sollte Prince of Persia: Die Vergessene Zeit sich eher am gefeierten Sands of Time orientieren, zudem sollte die Wii-Version unabhängig von den Ausgaben für die HD-Konsolen und PC entwickelt werden. Ob dabei ein großartiges Abenteuer herausgekommen ist oder sich der Prinz im neuen Jahrzehnt nur noch alt und lahm anfühlt, das erfahrt ihr in diesem Review.

erscheint am 20. Mai 2010 für Wii

Zuerst fällt sicherlich auf, dass es sich bei der Wii-Version von Prince of Persia: Die Vergessene Zeit und den Editionen für die anderen Plattformen nicht nur um unabhängig voneinander entwickelte Spiele handelt, sondern die Handlung auch völlig verschieden ist. Hier erzählt das Spiel die Geschichte des Prinzen, der seinem Vater beweisen will, dass er ein guter Herrscher ist. So begibt er sich auf die Suche nach einem eigenen Königreich, begleitet von einem kleinen weiblichen Dschinn namens Zahra. Dieser führt ihn in das geheimnisumwobene Königreich Izdihar, welches von einer mysteriösen Pflanze überwuchert wurde. Doch kaum vor dessen Toren angekommen, erweckt der Prinz aus Versehen ein schlafendes Übel. Entschlossen, sich dennoch sein eigenes Königreich zu ergattern, macht sich der Blaublüter auf, um die bösen Mächte zu bezwingen. Glücklicherweise hat ihm seine Begleiterin, der Dschinn, bereits einen Wunsch erfüllt und ihm in begrenztem Maße Unsterblichkeit verliehen.

Ein agiler Prinz im gefährlichen Königreich

So nimmt das 3D-Abenteuer seinen Lauf. In der Haut des Prinzen erklimmt man hohe Klippen, überwindet tiefe Abgründe und hangelt sich an schmalen Vorsprüngen entlang. Das Klettern und Kraxeln ist ein zentrales Element von Prince of Persia: Die Vergessene Zeit. So findet man sich oft im Spiel vor turmhohen Mauern oder schier unüberwindbaren Schluchten wieder. Die Aufgabe des Spielers ist es hier, nach Ritzen, Spalten und Vorsprüngen Ausschau zu halten, die man für akrobatische Einlagen benutzen kann. Die Kletterpartien werden durch immer wieder auftretende Fallen, wie wandernde Sägeblätter oder Pfeilschussanlagen, interessanter gemacht. Damit schließt der Titel an die Spielmechanik von Prince of Persia: The Sands of Time an.

das Springen und Klettern ist wieder wichtiger geworden

Aber auch der Kampf kommt nicht zu kurz. Von Zeit zu Zeit erscheinen immer mal wieder Gegner, die es zu bezwingen gilt, bevor man im Spiel weiter fortschreiten kann. Die Vielfalt an Gegnern wird im Verlauf immer größer, so dass zu Beginn nur einige leicht zu bezwingende Feinde des gleichen Typs auftauchen, während später durchaus gemischte Horden antreten. Gleichzeitig erweitern sich jedoch die Fähigkeiten des Prinzen um verschiedene Angriffe, wie beispielsweise eine Art Wirbelattacke. Wie es für das Genre üblich ist, wartet am Ende einer Region natürlich stets ein Bossgegner, der nicht auf konventionelle Weise zu bezwingen ist. Bei diesen Auseinandersetzungen ist es meist nötig, sowohl die kämpferischen, als auch die akrobatischen Fähigkeiten des Blaublüters einzusetzen.

Die Kletterpartien, als auch die Kämpfe werden zusehends schwieriger. So muss man sich bei ersteren oft genau umsehen, welchen Weg man wählen muss. Dies wird allerdings einerseits durch die Verteilung der Lebensorbs, die die Energie des Prinzen wieder auffrischen, angedeutet, andererseits wird die nächste Plattform, die man durch einen Sprung erreichen kann, markiert. Kommt man einmal gar nicht weiter, dann kann man sich einen Tipp geben lassen. Die Kämpfe verlangen auch später keine großartige Strategie, sondern einfach Durchhaltevermögen. Um einen einzelnen Gegner auszuschalten, genügt es meist, diesen einfach mit einer beliebigen Attacke anzugreifen.

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