Ubisoft: Langzeitspiele bringen mehr Geld

Ubisoft nimmt sich Rainbow Six Siege als Beispiel

Videospiele entwickeln sich immer mehr von einer Erfahrung zu einem Service. Spiele, die eine lange Zeit gespielt werden, bringen mehr Geld. Deshalb will Ubisoft jetzt seine Strategie ändern.

Ubisoft: Fokus auf Online-Spiele

Auch wenn Ubisoft durch Singleplayer-Blockbuster wie Assassins Creed, Far Cry und die Tom Clancy-Spiele bekannt geworden ist, wollen sie nun ihre Politik ändern. Online-Multiplayer-Spiele werden einfach länger gespielt und bieten den Entwicklern mehr Möglichkeiten innerhalb dieses Kosmos, neue Erfahrungen zu generieren. Außerdem wird so allgemein mehr gespielt.

Rainbow Six Siege beispielsweise verdoppelte seine Spielerzahl zwischen Februar 2016 und Februar 2017. Deshalb will man sich jetzt mehr auf sogenannte „Live“ Spiele wie The Division, For Honor oder Steep konzentrieren.
Natürlich kommt diese Entscheidung nicht von ungefähr, denn Mikrotransaktionen bringen über einen längeren Zeitraum mehr Geld. In einer Powerpoint-Präsentation zeigte Ubisoft die Vorteile dieses neuen Geschäftsmodells auf. Dort werben sie unter anderem mit Folgendem:

[The] digital-first [focus generates a] more predictable & cash-generative business model and market [than the former annual release cycle].

Diese Form von Videospielen ist also leichter vorauszusehen und generiert mehr Geld. Das zeigt wieder die ökonomischen Interessen des Konzerns. Spezielle Single-Player Erfahrungen werden hier also aufgrund des Profits vernachlässigt.
Doch kann man es ihnen verübeln? Die Unabhängigkeit von einzelnen Veröffentlichungen bringt eine sichere Basis für alle von Ubisoft produzierten Videospiele. Natürlich ist das ein wichtiger Faktor. Wenn sie sich allerdings nur noch auf den Profit konzentrieren, wird der Spielspaß allerdings auf der Strecke bleiben.

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